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Potsdam Messer-Mann droht im Potsdamer Jobcenter
Lokales Potsdam Messer-Mann droht im Potsdamer Jobcenter
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19:57 23.07.2015
Im Potsdamer Jobcenter ist ein Kunde ausgeflippt. Nun befindet er sich in Polizeigewahrsam.   Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

 Ein bewaffneter Mann ist am Donnerstagvormittag bei der Potsdamer Agentur für Arbeit ausgerastet. Er bedrohte zunächst eine Mitarbeiterin, zückte dann sein Messer und ritzte ein Plakat auf. Die Mitarbeiter der Agentur schlossen sich aus Angst in ihren Zimmern ein, das Amt wurde vorübergehend geschlossen. Polizeibeamte rückten an, nachdem Mitarbeiter den SOS-Alarm ausgelöst hatten.

Kripo befragt den Messermann

Der 46 Jahre alte Mann wird derzeit von der Kripo befragt. Er ist nach Angaben der Polizei öfter aggressiv in der Arbeitsagentur aufgetreten. Der 46-Jährige hat daher schon länger Hausverbot. Zwischen 9 und 9.30 Uhr war er nur in Begleitung eines Wachschutzmannes in das Beratungszimmer gekommen, wo man ihn vorher avisiert hatte. „Leute mit Hausverbot müssen immer vom Wachschutz begleitet werden“, sagte Arbeitsamtssprecherin Isabel Wolling der MAZ. Der Wachschutz kenne diese Menschen auch.

Als er der Mann den Beratungsraum unter Aufsicht betrat, traf er auf zwei Mitarbeiterinnen. Schon von Anfang an sei er verbal bedrohlich gewesen, so Wolling. Bedroht hat er dann die besagte Mitarbeiterin. Der Wachschutz hielt sich noch zurück. Ein Messer zückte der Hartz-IV-Empfänger, als er gerade im Begriff zu gehen war. Der Wachmann griff zu.

Notfallplan aktiviert

Währenddessen drückte eine der Frauen den SOS-Button auf ihrem Desktop, ein anderer Mitarbeiter rief die Polizei. Die Meldung zum Übergriff tauchte bei allen Mitarbeitern des Hauses auf dem Computer auf. Ein Notfallplan ist in solchen Fällen einzuhalten: Deckung suchen! Heißt es zunächst. Tür zu und abschließen! Den Amok-Knopf drücken! Ruhig bleiben! Aus dem möglichen Schussfeld gehen, am besten auf einen Schrank abseits der Tür, durch die Angreifer feuern könnte! Versteckt bleiben, bis die Polizei kommt oder Entwarnung gegeben wird! Das war etwa 11.30 Uhr der Fall.

Sämtliche Besucher des Amtes und die Mitarbeiter des Empfangs hatte man in Büros in Sicherheit gebracht. Der Täter konnte das Gebäude ungehindert verlassen und sollte es Wolling zufolge auch, um die Bedrohungslage zu entschärfen. Als die Polizei eintraf, war der Messermann schon lange weg. Er tauchte allerdings kurze Zeit später selbst bei der Potsdamer Polizeiwache auf.

Im Jobcenter sind aggressive Kunden Alltag

Im Alltagsgeschäft der Brandenburger Jobcenter sind aggressive Kunden keine Einzelfälle. Einige Agenturen haben bereits aufgerüstet. So hat das Jobcenter Ostprignitz-Ruppin mitunter einen Sicherheitsdienst im Einsatz. In Oranienburg gibt es, so wie in Potsdam, SOS-Tasten – die ein internes Notfall-System aktivieren. Brandenburgs Jobcenter wurde im März 2014 sogar für einen Tag evakuiert. Die Polizei war mit Spezialkräften im Einsatz, denn ein Anrufer hatte am Telefon mit einer Bombenexplosion gedroht. Sie fanden allerdings nichts.

Von MAZonline

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