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Messerangriff auf Polizist: Revision nach Urteil

Nach Prozess in Potsdam Messerangriff auf Polizist: Revision nach Urteil

Wie schuldfähig ist der junge Mann, der im April 2015 in Potsdam einen Polizisten mit einem Messer schwer verletzt hat und der seit dem Urteil in der Psychiatrie untergebracht ist? Der Verteidiger des Angeklagten hat jetzt Revision gegen das Urteil eingelegt.

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Quelle: dpa

Potsdam. Nach dem Urteil wegen versuchten Mordes an einem Polizisten hat die Verteidigung des psychisch kranken Täters Revision eingelegt. «An der Unterbringung in der Psychiatrie ist nicht zu rütteln. An der rechtliche Bewertung der Tat vielleicht schon», sagte Rechtsanwalt Karsten Beckmann.

Das Gericht war überzeugt davon, dass der Angeklagte B. mit bedingter Tötungsabsicht gehandelt hat und die Attacke als versuchter Mord zu werten ist. Er habe den Tod des Polizisten billigend in Kauf genommen, so das Gericht.

Aus Beckmanns Sicht hat das Landgericht Potsdam den Umstand der Schuldunfähigkeit nicht hinreichend gewürdigt. Allenfalls könne von versuchtem Totschlag gesprochen werden, meinte er. Dem Gericht zufolge litt der 25-Jährige unter Wahn- und Verfolgungsängsten, deponierte Messer an mehreren Stellen. Schon früher habe er einmal seinen Vater mit einem Messer bedroht.

Der 25-jährige Student hatte im April 2015 einen Polizisten mit einem Küchenmesser in den Hals gestochen und lebensbedrohlich verletzt. Weil er per E-Mail Todesdrohungen gegen Kommilitonen ausgesprochen hatte, stand die Polizei bei ihm vor der Tür und wollte ihn zur Rede stellen. In seiner Wohnung ging der 25-Jährige ohne Vorwarnung auf den Beamten los, der noch heute unter dem Angriff leidet. Als der zweite Polizist seine Dienstwaffe zog, rammte sich der Täter die Klinge selbst in den Bauch.

Von dpa

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