Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Messerstecher muss in die Suchtklinik

Angriff in Potsdamer Asylheim Messerstecher muss in die Suchtklinik

Er kam glimpflich davon, bleibt aber trotzdem im Gefängnis. Nicht wegen versuchten Totschlags, sondern wegen gefährlicher Körperverletzung ist der junge Iraner verurteilt worden, der im Asylbewerberheim einen Saufkumpan mit dem Messer angegriffen hat. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe – und die Unterbringung in einer Entzugsklinik.

Potsdam, jägerallee 52.4062226 13.0529408
Google Map of 52.4062226,13.0529408
Potsdam, jägerallee Mehr Infos
Nächster Artikel
Mann erzählt Polizisten von seinen Drogen

Nicht nur Gefängnis, auch in die Entzugsklinik muss Isa H.

Quelle: dpa

Potsdam. Der Iraner, der Ende Oktober 2015 im Asylbewerberheim An der Alten Zauche einen anderen Mann mit dem Messer angegriffen und verletzt hat, bleibt hinter Gittern. Das Potsdamer Landgericht verurteilte Isa H. (22) jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Zudem wurde seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Schon als Jugendlicher verfiel er dem Alkohol

Damit folgte das Schwurgericht unter Vorsitz von Richter Theodor Horstkötter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte indes eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren gefordert, plädierte aber ebenfalls für die Unterbringung in einer Suchtklinik, immerhin gilt Isa H. als schwer alkoholkrank. Schon als Jugendlicher verfiel er dem Alkohol und anderen berauschenden Mitteln. Er selbst hatte dem Gericht ausführlich geschildert, dass er seit Jahren über die Maßen trinkt und dann aggressiv und streitsüchtig wird: „Dann bin ich, auf Deutsch gesagt, ein Arschloch.“ Im Gefängnis, wo er seit einem halben Jahr sitzt, habe er keinen Tropfen mehr angerührt, beteuert er.

Die Tatwaffe ist ein Brotmesser mit 18-Zentimeter-Klinge

Isa H. war im Jahr 2010 aus dem Iran geflohen. Er ist als Asylberechtigter anerkannt, lebte bereits in einer eigenen Wohnung, kehrte aber nach Problemen ins Asyl zurück. Dort war er am späten Abend des 26. Oktober 2015 mit einem Saufkumpan aneinander geraten. Auf Beschimpfungen folgten Schläge und Tritte. Schließlich stürmte Isa H. in sein Zimmer, kam mit einem Brotmesser mit 18-Zentimeter-Klinge zurück und zog es dem Gegner über den Kopf.

Womöglich verhinderten die Schaulustigen, die auf dem Flur zusammengelaufen waren und sich zum Teil zwischen die Streitenden stellten, Schlimmeres. Ursprünglich war Isa H. wegen versuchten Totschlags angeklagt worden. Dieser Vorwurf war aber nicht zu halten – einen entscheidenden Stich in Richtung Bauch bestätigten weder das Opfer noch die Zeugen. Das Urteil gegen Isa H. ist rechtskräftig.

Von Nadine Fabian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg