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Miese Betrugsmasche in Potsdam

„Der Schwiegertochtertrick“ Miese Betrugsmasche in Potsdam

Zurzeit entwickeln Betrüger eine neue Variante, um ahnungslosen und hilfswilligen Menschen ihr Geld aus der Tasche zu ziehen, meldet die Polizei und warnt vor der „falschen Schwiegertochter“ und einem „falschen Notarmitarbeiter“. Von einem dieser Betrüger gibt es jetzt ein Phantombild.

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Potsdam. Gleich mehrere ältere Bürger aus Potsdam und dem Umland wurden in jüngster Vergangenheit Opfer von einer neuen Variante vom „Enkeltrick“.

Die Masche ist relativ neu und immer gleich: Vor allem ältere Menschen bekommen zurzeit Anrufe, bei denen sich eine weibliche Person als Angehörige in finanzieller Not ausgibt. Die Senioren werden in ein Gespräch verwickelt, ausgefragt und/ oder unter Druck gesetzt. Haben die Anrufer ihre Opfer entsprechend um den Finger gewickelt oder von der akuten finanziellen Notsituation überzeugt, wird ein angeblicher Bekannter vorbeigeschickt, um das geforderte Geld abzuholen. So auch im folgenden Fall.

Erfolgreicher Betrug

Anfang Februar klingelte bei einer 73-jährigen Potsdamerin das Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich angeblich die ehemalige Schwiegertochter der Seniorin.

Sie, so die „falsche Verwandte“, befinde sich gerade im Begriff eine Eigentumswohnung zu kaufen. Sie sei bereits beim Notar, nur fehle gerade das nötige Bargeld. Ob die ehemalige Schwiegermutter die Summe nicht leihweise parat habe und ihr helfen könne, kam die junge Frau nun auf den Punkt.

Nachdem die Bitte ein zweites Mal vorgetragen wurde, war die Rentnerin überzeugt und gewillt, der „Ex-Schwiegertochter“ zu ihrem Glück mit einer Eigentumswohnung zu helfen. Sie ging zur Bank und hob die gewünschte Summer ab. Wenig später stand ein angeblicher „Notarmitarbeiter“ vor der Tür und holte das Geld ab.

Das böse Erwachen

Zwei Wochen später aber das böse Erwachen. Das „geliehene“ Geld war noch nicht wieder auf dem Konto der Rentnerin eingetroffen. Ein Anruf bei der wahren ehemaligen Schwiegertochter und jetzt wurde klar: die 73-Jähruige war auf ein Betrügerpärchen hereingefallen, denn die richtige ehemalige Schwiegertochter wusste natürlich nichts vom dem Geld und der Eigentumswohnung.

Die Polizei fragt nun, wer kann Hinweise zu dem männlichen Geldkurier oder zum Vorfall geben. Der Geldabholer konnte wie folgt beschrieben werden:

etwa 35 Jahre alt

ungefähr 1,60 cm- 1,65 cm groß

normale Statur

europäisches Aussehen

dunkle Bekleidung

keine Brille oder Bart

Alle Hinweise ergehen bitte an die Polizeiinspektion Potsdam unter 0331 5508 1224 oder an die Internetwache der Polizei unter www.polizei.brandenburg.de.

Die Polizei rät...

..sich niemals am Telefon ausfragen lassen. Geben Sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis. Niemals den Namen eines Verwandten nennen.

...sich niemals unter Druck setzen lassen. Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin. Überprüfen Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten

...den „Enkel“ zurückrufen. Rufen Sie die oder den „ Verwandten“ zurück. Verwenden Sie dazu die Ihnen bekannte Telefonnummer- nicht aber die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat

...sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers

...sich Rat zu holen. Bevor Sie jemanden mit Geld zu helfen versprechen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle

...niemals Geld an Unbekannte herausgeben. Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind

...im Zweifelsfall immer die Polizei informieren.

Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110.

Von MAZonline

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