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Miete mindern bei Besuch der Nachbarskatze

Potsdamer Urteil: Vermieter müssen auf Katzenbesitzer einwirken Miete mindern bei Besuch der Nachbarskatze

Ein Urteil des Potsdamer Amtsgerichts könnte direkte Auswirkungen auf das vielleicht bisher gute Verhältnis zwischen Katzenbesitzer und Vermieter haben. Laut des Urteils können nämlich andere Mieter die Miete mindern, wenn sie sich von der Katze des Nachbarn gestört fühlen.

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Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Mieter müssen es nicht dulden, dass die Katze der Nachbarn ständig in ihre Wohnung eindringt. In diesem Fall können sie vom Vermieter verlangen, dass er gegen den Nachbarn vorgeht, befand das Amtsgericht Potsdam (Az.: 26 C 492/13), wie die Zeitschrift "Das Grundeigentum" vom Eigentümerverband Haus & Grund Berlin berichtet. Außerdem kann der Mieter seine Miete mindern.

In dem verhandelten Fall hatte der Bewohner einer Ergeschosswohnung häufig Besuch einer Katze seiner Nachbarn. Diese täglichen Besuche störten den Mieter sehr. Daher wandte er sich hilfesuchend an den Vermieter. Dieser lehnte das allerdings mit dem Hinweis ab, der Bewohner müsse sich an den Nachbarn halten. Außerdem gehe es dabei nicht um einen Mangel im mietrechtlichen Sinn.

Die Richter sahen das anders: Der Vermieter müsse im Zweifel auf den Katzenbesitzer einwirken, um Belästigungen durch dessen Katze zu vermeiden. Zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Wohnung gehöre es, dass Fenster und Terrassentüren geöffnet werden können. Wenn es dabei zu Belästigungen komme, könne der Mieter Unterlassung verlangen. Da der Wohnwert durch die häufigen Besuche der Katze für den Mieter eingeschränkt sei, sei außerdem eine Mietminderung zulässig.

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