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Potsdam Mietobergrenzen erhitzen die Gemüter
Lokales Potsdam Mietobergrenzen erhitzen die Gemüter
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21:21 28.12.2016
So könnte das künftige Wohnquartier an der verengten Friedrich-Ebert-Straße einmal aussehen. Quelle: Animation: Sanierungsträger
Innenstadt

Weiter Wirbel um die Mietpreisvorstellungen der drei großen Wohnungsgenossenschaften – der Genossenschaft „Karl Marx“, der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 (PWG) und der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft (PBG) – für den neuen Wohnblock auf dem FH-Areal. Wie berichtet, rechnen die Genossen mit Nettokaltmieten von mehr als zwölf Euro pro Quadratmeter in der Filetlage neben dem Landtag. Sozialer Wohnungsbau sei nicht beabsichtigt, hieß es in einem Brief an Stadtplanungschef Andreas Goetzmann.

Von links: Matthias Pludra (PWG 1956), Franziska Krause (PBG 1954), Wolfram Gay (PWG 1956) und Bodo Jablonowski (Karl Marx Quelle: Claudia Jonov

Am Mittwoch reagierte der für die Mitte zuständige städtische Sanierungsträger darauf – mit einer klaren Ansage an die Genossen: „Der Sanierungsträger hat nicht genossenschaftliche Bietergemeinschaften, sondern die Bereitschaft zur Einhaltung bestimmter Mietobergrenzen als privilegierendes Zuschlagskriterium im Bieterverfahren definiert“, erinnerte Pro-Potsdam-Sprecherin Anna Winkler an die Vorgaben für die Ausschreibung ab Ende Februar. „Wichtig ist, ob und in welchem Umfang die Bieter – dazu gehören dann auch die Genossenschaften – bereit sind, einen Anteil der Gesamtfläche unterhalb des Mietspiegels zu vermieten.“ Diese Möglichkeit bestünde auch dann, wenn die Bieter keine Fördermittel nutzen wollen. Der Sanierungsträger will auch die Bieter privilegieren, die mit Hilfe von Wohnungsbauförderung bauen.

Blick auf die heutige Fachhochschule (früher: Institut für Lehrerbildung) im Jahr 1985. Quelle: MAZ/Anneliese Jentsch

Auch im Rathaus geht man davon aus, dass „die Stadtverordnetenversammlung an dem politischen Ziel festhält, in der Potsdamer Mitte auch Sozialwohnungen zu errichten“, betonte Stadtsprecher Markus Klier.

SPD-Fraktionschef Pete Heuer sagte: „Zuschlag werden jene Bieter bekommen, die die Auflagen aus dem Septemberbeschluss zur Mitte am besten umsetzen und die höchste Punktzahl erreichen – Sozialwohnungen sind dabei klare Bedingung.“

Wolfram Gay, Vorstandssprecher der PWG 1956, bekräftigte am Mittwoch die Absage an sozialen Wohnungsbau in dem neuen Block. Dies sei wegen der Belegungsbindung nicht konform mit der genossenschaftlichen Satzung. Zurückhaltend reagierte er auch auf die Perspektive, dass die Genossenschaften im zweiten Karree gegenüber vom Staudenhof zum Zuge kommen könnten, falls es im ersten nicht klappt. Der Verfahrensvorschlag sieht vor, dass die Stadtverordneten über eine Direktvergabe des Blocks an die Genossenschaften und die städtische Pro Potsdam entscheiden sollen. „Wir beabsichtigen nach jetzigem Stand nicht, dort zu bauen“, sagte Gay.

Wolfram Gay, Vorstandssprecher der PWG 1956. Quelle: Christel Köster

Von Ildiko Röd

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