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Potsdam Migranten-Beratung lässt niemanden im Regen stehen
Lokales Potsdam Migranten-Beratung lässt niemanden im Regen stehen
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13:00 07.09.2017
Sozialdezernent Mike Schubert, Chef-Beraterin Katrin Böhme und Integrationsbeauftragte Magdolna Grasnick feierten gemeinsam. Quelle: Saskia Kirf
Potsdam

Seit zwei Jahrzehnten informiert Katrin Böhme im Beratungsfachdienst für Migranten der Diakonie Ausländer, insbesondere Flüchtlinge, über ihre Rechte und Möglichkeiten. Am Mittwoch feierte der Dienst mit einem großen Hoffest und in den Räumen der Beratungsstelle in Babelsberg sein zwanzigjähriges Jubiläum.

„Vom Eine-Frau-Unternehmen hat sich die Beratung zu dem entwickelt, was sie heute ist“, resümierte eine sichtlich bewegte Katrin Böhme. Anfangs stemmte sie 111 Beratungen in einem Jahr allein, heute haben zehn Berater von Januar bis Juni 4000 Gespräche geführt. 20000 Schicksale haben die Haupt- und ehrenamtlichen Migrationshelfer kennengelernt. „Und jedes Einzelne zählt“, sagt Katrin Böhme.

Gratulanten aus der Stadtpolitik

Kooperationspartner, Vertreter der Kirche, ehrenamtliche Helfer und Unterstützer aus zwanzig Jahren, Stadtpolitiker und, natürlich, viele, viele Klienten waren gekommen, um mitzufeiern. „Die Diakonie und ihr Engagement in der Migrationsarbeit sind ein wichtiger und unverzichtbarer Partner der Stadt Potsdam“, sagte Sozialdezernent Mike Schubert. „Wir erleben die Mitarbeiter der Fachberatungsstelle als streitbar, stark und immer im Sinne ihrer Klienten arbeitend“, so Schubert weiter.

Zum Kreis der Gratulanten gehörte auch die Integrationsbeauftragte der Stadt, Magdolna Grasnick. „Die qualifizierte, engagierte und vernetzte Arbeit des Beratungsteams des Diakonischen Werkes führt dazu, dass die Beratungsstelle zur hochgeschätzten migrationsspezifischen Beratungseinrichtung in Potsdam gewachsen ist“, sagte Grasnick.

Wechsel und Wandel im Arbeitsfeld

Fernab von allen offiziellen Gratulationen im Garten zog die aufwendig zusammengestellte Ausstellung über die Arbeit der letzten zwanzig Jahre, die Besucher an. Die Schautafeln, Fotos und Fundstücke machten die vielfältigen Entwicklungen in der Migrationsarbeit greifbar. „Ich kenne kein anderes Arbeitsfeld, das sich in so kurzer Zeit so oft und stark verändert hat“, sagt Katrin Böhme. „Es bleibt immer eine spannende Herausforderung.“

Die Arbeitsweise der Stelle wurde schließlich auch an anderer Stelle sichtbar: Als strömender Regen die Feierlichkeiten zu stören drohte, ging alles ganz schnell. Schirme wurden verteilt, Gruppen drängten sich zusammen. Nass geworden ist kein Gast: „Niemand wird hier im Regen stehen gelassen“, versprach Katrin Böhme.

Von Saskia Kirf

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