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Missbrauch an Kitas? Staatsanwalt ermittelt wieder

Missbrauchsverdacht in Potsdam Missbrauch an Kitas? Staatsanwalt ermittelt wieder

In der scheinbar unendlichen Verdachtsgeschichte hat nun die Generalstaatsanwaltschaft entschieden: Die Potsdamer Ermittler müssen ein eingestelltes Verfahren wegen Missbrauchsverdachts an Kitas des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF) wieder aufnehmen. Der Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen.

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Die Staatsanwaltschaft Potsdam bearbeitet den Fall.

Quelle: Foto: Gartenschläger

Potsdam. Die Beschwerde bei Brandenburgs Chefankläger hatte offensichtlich Erfolg: Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen gegen einen Hauswart wegen Missbrauchsverdachts an Kitas des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF) wieder aufgenommen. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christoph Lange, am Mittwoch auf MAZ-Anfrage.

Eltern hatten wie berichtet wegen einer aus ihrer Sicht nicht kindgerechten Befragung Beschwerde bei Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg in Brandenburg/Havel eingereicht. Dieser war zuständig geworden, nachdem das Verfahren zuvor schon zwei Mal durch die Potsdamer Behörde eingestellt worden war. Lange wollte sich nicht dazu äußern, warum die Wiederaufnahme von Brandenburg/Havel angeordnet wurde. Von der Generalsstaatsanwaltschaft war am Mittwoch keine Stellungnahme zu bekommen.

Die Aufarbeitung zieht sich schon seit geraumer Zeit

Die Aufarbeitung des Verdachtsfalls zieht sich damit schon über Jahre: Eltern hatten im Herbst 2014 einen Hausmeister angezeigt, der in den Innenstadt-Kitas „Am Kanal“ und „Clara Zetkin“ arbeitete. Die Aufklärung des Falls gestaltet sich deshalb als schwierig, weil die Kinder bei den mutmaßlichen Vorfällen noch sehr jung gewesen waren und die Zeugenvernehmung bei kleinen Kindern viel Sensibilität erfordern. Der Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen. Wie berichtet, waren die Ermittlungen in diesem Jahr schon einmal eingestellt worden – ohne dass das betroffene Kind überhaupt als Zeuge befragt worden wäre. Dagegen hatten Eltern erfolgreich Beschwerde eingelegt. Das Verfahren war wieder aufgenommen worden, um es nach der nachgeholten Befragung des Kindes wieder einzustellen. Weil das Kind als einziger unmittelbarer Zeuge nicht zu einer Aussage bereit gewesen sei. Die Eltern hatten beanstandet, dass die Befragung beim Amtsgericht Potsdam nicht kindgerecht durchgeführt worden sei. Unter anderem habe überraschend ein Raumwechsel stattgefunden, das Kind sich plötzlich in einer ihm fremden Umgebung wiedergefunden. Zudem sei keine Videoaufzeichnung möglich gewesen. Ob die Befragung des Kindes nun wiederholt werden soll, konnte Staatsanwalt Christoph Lange nicht sagen. Zu Details des Verfahrens könne er keine Auskunft geben. Vom EJF war bis Mittwochabend keine Auskunft mehr zu dem Fall zu bekommen.

Auch in einem weiteren Verfahren wegen Missbrauchsvorwürfen an der EJF-Kita „Am Heiligen See“ liefen die Ermittlungen noch, so Lange. Dieses Verfahren richte sich weiter gegen Unbekannt.

Von Marion Kaufmann

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