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Potsdam Missbrauchsverdacht: 3 Personen angezeigt
Lokales Potsdam Missbrauchsverdacht: 3 Personen angezeigt
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08:26 24.03.2016
Die Kita „Am Heiligen See“. Quelle: Peter Degener
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Potsdam

Die Missbrauchsvorwürfe an einer Potsdamer Kita des Evangelischen Jugendwerks (EJF) konkretisieren sich: Nach MAZ-Informationen hat eine Mutter aus der Kita „Am Heiligen See“ vor Weihnachten bei der Polizei Anzeige gegen drei Personen erstattet. Dabei soll es sich um zwei pädagogische Mitarbeiter und ein Mitglied des Küchenpersonals handeln. Die Sprecherin der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Sarah Kress, konnte das am Mittwoch auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Der Staatsanwaltschaft liege die Anzeige noch nicht vor. Die Polizei wiederum gibt keine Auskunft, sondern verweist auf die Staatsanwaltschaft, die die Pressehoheit in dem Fall hat.

Bislang hatte die Staatsanwaltschaft wie berichtet nur wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs „gegen Unbekannt“ ermittelt. Nun sollen Kinder mehrere Personen konkret beschrieben haben. Die mutmaßlichen Vorfälle sollen sich bereits im Sommer 2015 ereignet haben.

Die Kita „Am Heiligen See“ ist nicht die einzige Einrichtung des Trägers,, die mit einem Missbrauchsverdacht konfrontiert ist. Auch an zwei weiteren Kitas des gemeinnützigen EJF, das in Potsdam insgesamt sieben Tagesstätten betreibt, ermittelt die Staatsanwaltschaft nach Anzeigen von Eltern. Dort soll es bereits im Sommer und Herbst 2014 zu ähnlichen Vorfällen vorwiegend in der Mittagspause gekommen sein. Dort soll sich der Verdacht unter anderem gegen einen Hausmeister gerichtet haben.

Die Ermittlungen sind schwierig

Die Ermittler halten sich in den heiklen Fällen bislang sehr bedeckt – Kronzeugen sind kleine Kinder, die zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vorfälle erst zwei oder drei Jahre alte gewesen sind. Befragungen von Kleinkindern sind schwierig und erfordern viel Fingerspitzengefühl, sagen Kinderschutzexperten. Seitens des EJF hat Vorstand Norbert Schweers, der mehrere Jahre Jugendamtsleiter in Potsdam war, Mitte Dezember im nicht öffentlichen Teil des Jugendhilfeausschusses Stellung genommen. Das EJF gehe transparent mit den Vorwürfen um und bemühe sich um Aufklärung.

Teile der Elternschaft hatten zuvor Kritik an der Informationspolitik des Kita-Trägers geübt. Die Vorwürfe würden nicht ernst genommen, hieß es. Mehrere Eltern haben ihre Kinder mittlerweile aus den betreffenden Einrichtungen genommen. Es gibt aber auch andere Meinungen innerhalb der Elternschaft. Gerade die Kita „Am Heiligen See“ genießt bei einigen einen sehr guten Ruf. Die pädagogische Arbeit sei hervorragend.

Von Marion Kaufmann

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