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Potsdam Mit Fürst Pückler zur ITB nach Berlin
Lokales Potsdam Mit Fürst Pückler zur ITB nach Berlin
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21:10 06.03.2017
Der Schauspieler Gerhard Vondruska alias Fürst von Pückler Muskau vor dem Schloss Babelsberg, in dem die Ausstellung über den Gartenkünstler zu sehen sein wird.. Quelle: Archiv/Köster
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Innenstadt

Potsdam wird sich bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin von Mittwoch bis Sonntag mit mehreren Highlights präsentieren: Dazu zählt unter anderem die große Ausstellung der Schlösserstiftung über den Gartenkünstler Pückler, die vom 29. April bis 15. Oktober im Schloss Babelsberg zu sehen sein wird. Ein Zugpferd der Tourismusentwicklung ist das Museum Barberini am Alten Markt, das am vergangenen Sonntag die erste magische Marke knacken konnte: Nach nur sechs Wochen Betrieb ist bereits das 100 000. Besucherticket verkauft worden.

Das Palais Barberini von der Freundschaftsinsel aus. Quelle: Friedrich Bungert

Weitere Themen auf der ITB: Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, die sich vom 9. bis 25. Juni leitmotivisch mit den Verbindungen zwischen den vier Elementen und der Musik auseinandersetzen, und die neu konzeptionierte Schlössernacht am 19. August. Auch das Literaturfestival Lit:Potsdam vom 6. bis 9. Juli hat sich als feste Größe etabliert; Stargast ist diesmal die Krimi-Autorin Donna Leon („Commissario Brunetti“).

Unterdessen will die Landeshauptstadt ihr Tourismusgeschäft langfristig auf eine stabile Basis stellen und das touristische Profil weiter schärfen. „Dazu soll die PMSG Potsdam Service und Marketing GmbH auch über das Jahr 2017 hinaus mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe betraut werden“, erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Montag bei der Vorstellung der Tourismusentwicklung.

OB Jann Jakobs (SPD) und Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. Quelle: Friedrich Bungert

Derzeit wird ein Beschlussvorschlag erarbeitet, der noch im ersten Halbjahr in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden soll. Die PMSG – ein Tochterunternehmen der kommunalen Pro Potsdam – strebt dabei eine Vertragslaufzeit bis zu zehn Jahren an, sagte PMSG-Geschäftsführer Raimund Jennert zur MAZ.

PMSG-Chef Raimund Jennert. Quelle: Friedrich Bungert

Die PMSG ist seit 2016 mit der touristischen Vermarktung betraut. Im vergangenen Jahr wurde die Gesellschaft mit rund einer Million Euro finanziert. Für 2017 haben die Stadtverordneten 1,23 Millionen Euro bewilligt. Allerdings müsste die Finanzierung längerfristig aufgestockt werden, gab Jennert am Montag zu Bedenken: „Sonst müsste man darüber nachdenken, ob eine der drei Tourist-Informationen wieder zugesperrt wird.“

Unangetastet bleibt bei den Überlegungen die Tourist-Information am Hauptbahnhof – sie soll auf alle Fälle erhalten bleiben, so Jennert. Womit zwei Standorte in der Diskussion wären: Die Büro am Luisenplatz, das von Ostern bis Oktober sehr gut besucht ist, und das im Mai 2016 eröffnete Büro in der Humboldtstraße am Barberini. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 250 000 Menschen die Tourist-Informationen besucht.

Die Tourist-Information am Hauptbahnhof. Quelle: Bernd Gartenschläger

Gründe für den steigenden Finanzbedarf der PMSG gibt es einige: Zum einen liegt es am Nachholbedarf bei der Umsetzung einer touristischen Social-Media-Strategie, die ab April mit einer neuen Content-Redaktion vorbereitet werden soll. Und: 2016 gab es einen Einbruch bei den Auslandstouristen. Das Reiseziel Potsdam schwächelte in den Kernmärkten Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich. Umgekehrt konnte man ein Plus bei den spanischen Touristen feststellen: 4000 Übernachtungen mehr als im Jahr zuvor, obwohl man den spanischen Markt gar nicht beackert hatte. Ebenfalls noch mysteriös ist, warum es einen deutlichen Anstieg bei den Touristen aus den arabischen Golfstaaten gab. 340 Gäste buchten 1600 Übernachtungen, was einen Zuwachs um tausend Übernachtungen bedeutet.

Mehr als eine Million Übernachtungen

P

Die 5706 Betten in Potsdam waren im Jahresdurchschnitt zu 54,8 Prozent ausgelastet.

Frohbotschaft mit Lokalkolorit: Seit März ist die PMSG für das Besucherservice des Museum Barberini zuständig. Dazu zählen die Betreuung der Telefonhotline, die Beantwortung der Gäste-Anfragen und das Ticketing für Gruppen. „Die Hotline läuft heiß“, schilderte Jennert den Ansturm.

Von Ildiko Röd

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