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Mit Schirm, Charme und Kostümen

18. Schlössernacht in Potsdam Mit Schirm, Charme und Kostümen

Rund 24 500 Besucher sind trotz Unwetter am Samstagabend zum jährlichen Großevent in den Schlosspark Sanssouci gekommen. Die ersten Stunde nach Einlass konnten die Gäste noch trockenen Fußes verbringen, dann kam Starkregen mit Wind. Die Veranstalter, Besucher und Akteure blieben trotz allem tapfer. Doch klar ist auch: Das Großevent braucht frische Ideen.

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Viele Besucher waren gut vorbereitet.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Farbenfroh leuchteten an diesem Abend nicht nur die Schlösser und Gärten im Park Sanssouci. Auch die Besucher setzten mit ihren vielen Regenschirmen, Ponchos und Capes farbliche Akzente. Wegen des Unwetters, das kurz nach 18 Uhr über Potsdam und der Schlössernacht hereinbrach, waren diese Accessoires am Samstag unverzichtbar. Für eine halbe Stunde schien bei sintflutartigem Regen im Park alles still zu stehen, doch die Veranstalter, Gäste und Darsteller zeigten sich tapfer.

Noch im Trockenen begrüßten illustre Gestalten des Aktionstheaters „Dulce Compania“ aus Berlin die ersten Gäste auf der Hauptallee im Park. Eine Stelzenfrau mit langem, ausgestelltem Rüschenkleid überragte alle Köpfe mühelos, schüttelte die eine oder andere Hand oder posierte für ein Foto. Weiter entlang der Hauptallee in Richtung Schloss drangen verträumte Klänge aus dem Drehorgel-Kasten eines Spielmanns. Der weiß geschminkte und als Zirkusdirektor kostümierte Akteur führte die Regie über die Stelzenfiguren, die im Park unterwegs waren.

Zu wenig Tickets verkauft – Schlösserstiftung sucht neue Ideen

Der Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Schlössernacht, sprach von 24 500 Besuchern des Samstagspektakels. Vor Jahren waren die 33 000 Tickets für gewöhnlich kurz nach dem Vorverkaufsstart weg. Neue Konzepte müssen her. Laut dem Marketingchef der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten, Heinz Buri, ist daher ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben worden. Aktuell prüften die Verantwortlichen eingereichte Veranstalter-Konzepte. Im Herbst soll entschieden werden, wie es weiter geht.

Trotz der vielen Sperrungen und der schwierigen Verkehrslage wegen der Demonstrationen rund um den Luisenplatz waren am Samstag sechs Eingänge geöffnet. Viele kamen über das „Grüne Gitter“ in den Park und liefen zuerst die Stufen zum illuminierten Weinbergschloss hinauf. Auch dort flanierten Kostümierte, die sich anlässlich der Schlössernacht als Gäste schon seit vielen Jahren entsprechend kleiden. „Das hier ist unsere Bühne“, sagte eine Frau in hellblauem Kleid mit Fächer und zeigte auf das Schloss hinter sich.

Feuerwerk wegen des Wetters eine Stunde vorgezogen

Als das Unwetter mit Wind und Starkregen aufkam, retteten sich die Besucher in die geöffneten Schlösser oder unter Bäume. Abgesehen von den Freilichtvorführungen fanden fast alle Auftritte wie geplant statt. Am Freundschaftstempel etwa trat „Lichtperlen“ auf. Viola Livera las poetische Zeilen, die Bernhard Schwark mit dem Kontrabass untermalte. Als der Regen nachließ, besserte sich die Stimmung rund um das Neue Palais auch dank der Berliner Liveband „Lounge Society“, die Coversongs mit eingängigen Rhythmen spielte. Höhepunkte auf der Mopke-Bühne waren unter anderem die Band „Carisma“ und die Violinistin Barbara Helfgott mit dem Ensem­ble Rondo Vienna.

Der Regen kam wieder und sorgte für kleinere Pannen an der Lichtanlage. Am Ende fand das Höhenfeuerwerk eine Stunde früher statt.

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Lichterglanz, Schirme und Regencapes bei 18. Potsdamer Schlössernacht im Park Sanssouci

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Von Luise Fröhlich

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