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Potsdam Mit allen Wassern gewaschen
Lokales Potsdam Mit allen Wassern gewaschen
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14:40 09.07.2017
Am 15. und 16. Juli verwandelt sich die Schiffbauergasse wieder in die Stadt für eine Nacht. Quelle: Christel Köster
Berliner Vorstadt

An alle Warmduscher, Tiefseetaucher und Meerjungfrauen. An alle, die nah am Wasser gebaut haben, die kein Wässerchen trüben kann, die reden wie ein Wasserfall: Willkommen in der Stadt für eine Nacht! In zwei Wochen ist es soweit: Am Samstag, 15. Juli, öffnen sich um 14 Uhr im Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse wieder die Tore zum großen Budenzauber am Tiefen See. Der Eintritt ist wie immer frei.

Die achte Auflage des 24-stündigen Kulturfestivals, das Jahr für Jahr an Strahlkraft gewinnt und inzwischen bis zu 30 000 Besucher anzieht, dreht sich ganz ums Wasser. Motto: „Wasser steht Kopf!“ Was bedeutet Wasser für unser Leben? Und was wäre, wenn es plötzlich keines mehr gäbe? In der Stadt für eine Nacht gehen Macher und Besucher dem Wasser auf den Grund: spielerisch, wissenschaftlich, nachhaltig; bei Konzerten und Lesungen, bei Theater mit und ohne Puppen, bei Tanz und Sport, Workshops, Ausstellungen, Stand up Comedy und vielem, vielem mehr. Die 25 Stadt-Bewohner – darunter das Naturkundemuseum, die Arbeiterwohlfahrt, das Urania-Planetarium und das Kreativhaus Rechenzentrum mit der Kulturlobby – laden die Potsdamer zum Mitmachen, Ausprobieren und Entdecken ein, dazu sich kennenzulernen, sich zu unterhalten und zu diskutieren. Denn wie in all den Jahren zuvor sucht die Stadt für eine Nacht auch 2017 nach Antworten auf die Frage: „Wie wollen wir leben?“

Reichlich Anregungen gibt das Programm, das so vielfältig ist wie eh und je und es in diesem Jahr auf mehr als 120 Punkte bringt. Darunter sind Evergreens wie der Drum Klub, die Silent- und die Roller-Dicso und das Potsdamer Lake Jumping. Es sind aber auch viele Debüts zu feiern. So wird zum ersten Mal der Publikumspreis „Der kleine SFEN“ verliehen. Erstmals ist auch eine schwimmende Bühne zu entern: Ein Gedicht? Ein Lied? Ein Ständchen auf dem Schifferklavier? Die Kulturinsel auf dem Tiefen See ist offen für alle, die sich trauen und berufen fühlen. Man darf sich überraschen lassen, wie viel Talent in Potsdam steckt! Ein professioneller Act ist allerdings fest gebucht: Die Oxymoron Dance Company präsentiert auf der Kulturinsel „This is not a love song“ – energiegeladene Choreografien bis zur Erschöpfung.

Wie viel Energie in Schrott steckt, zeigt „Die Herde der Maschinenwesen“, die über den Schirrhof zieht – eine lebendige Installation aus recycelten Fahrrädern. Mit Installationen hat sich auch das noch junge Künstlerkollektiv Xenorama international einen Namen gemacht: Im Foyer der Waschhaus-Arena sind Einblicke in seine interaktiven Licht-Welten zu erhaschen. Ausblicke auf die kommende Spielzeit präsentiert derweil das Hans-Otto-Theater. Dort finden zudem zwei erstklassige Lesungen statt: Firas Alshater liest aus „Ich komm auf Deutschland zu“, André Kubiczek trägt aus seinem Roman „Skizze eines Sommers“ vor, der im Herbst auf die HOT-Bühne kommt.

Vorfreude bei der Programm-Präsentation für „Stadt für eine Nacht“ am Hans-Otto-Theater: Birgit-Katharine Seemann (2.v.l.), André Frosch vom Lake Jumping (2.v.r.) sowie Marlies Werner und Stefan Pawlitke vom Kampfsportverein „Genkido Quelle: Bernd Gartenschläger

So aufregend das Programm auch ist: „Das wichtigste ist, dass es ein friedliches Fest wird“, sagt die Fachbereichsleiterin Kultur und Museum der Landeshauptstadt, Birgit-Katharine Seemann. Deshalb gilt es, folgende Sicherheitshinweise zu befolgen: Waffen, Drogen, Feuerwerkskörper, Glasflaschen und große Taschen sind verboten. Hunde gehören an die Leine und Fahrräder auf die dafür vorgesehenen Abstellplätze. Wer seinen Besuch in der Stadt für eine Nacht 2017 planen möchte, kann auf www.schiffbauergasse.de/sfen ins Programm abtauchen.

Premiere für den kleinen SFEN

Zum ersten Mal in der achtjährigen Geschichte von Stadt für eine Nacht wird „Der kleine SFEN“ vergeben.

Alle Besucher können in der Zeit von 14 bis 1 Uhr am Infostand für ihren Lieblingsbewohner abstimmen.

Dotiert ist „Der kleine SFEN“ auf 500 Euro für den 3. Platz, 750 Euro für den 2. Platz und 1000 Euro für den 1. Platz. Auch das Abstimmen lohnt sich: Zu gewinnen sind Kulturgutscheine für das Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse.

Die Preisverleihung ist für Sonntag, 11.30 Uhr, angesetzt. nf

Von Nadine Fabian

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