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Mit dem Orchester beim Auswärtsspiel

Jann Jakobs in Elbphilharmonie Mit dem Orchester beim Auswärtsspiel

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs hat die Kammerakademie auf ihrer Fahrt nach Hamburg begleitet – „das Haus ist fantastisch“, schwärmte Jakobs, der sich vor allem von Mozarts Sinfonie Nr. 40 g-Moll begeistern ließ. Auch zur Frage, ob Potsdam so ein Gebäude gut tun würde, äußerte er sich.

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Elbphilharmonie in Hamburg

Quelle: OBS

Hamburg/Potsdam. Jann Jakobs kam im schwarzen Anzug, der Oberbürgermeister hatte mit Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch an diesem Montag die Potsdamer Kammerakademie in die Hamburger Elbphilharmonie begleitet. Sie saßen im Bereich E, Reihe 5, ideale Plätze mit frontaler, leicht erhöhter Sicht aufs Orchester. Besonders das letzte der vier Stücke hatte es Jakobs angetan: Mozarts Sinfonie Nr. 40 g-Moll, ein reifes Werk, das Lebenserfahrung und Weltschmerz atmet. Mozarts prekäre finanzielle Situation lässt sich bei aller Feierlichkeit heraushören.

„Die Feinheiten wurden hervorragend herausgearbeitet“, zeigte sich Jakob beeindruckt vom Auftritt im atemberaubenden, erst im Januar eröffneten Hamburger Haus. „Ich bin schon häufiger mit Babelsberg 03 zum Auswärtsspiel gefahren, aber noch nie mit der Kammerakademie“, sagte Jakobs, „von mir aus können wir gerne eine neue Tradition begründen“, der Oberbürgermeister lachte.

Auch in Potsdam besuche er die Auftritte des Orchesters, „ich habe eine kulturbeflissene Frau, da kommt zu Hause öfter eine Ansage, dass wir mal wieder gehen sollten“ – Jann Jakobs lässt sich in solchen Fällen nicht lange bitten.

„Bin heilfroh, dass ich den Bauprozess nicht verantworten muss“

Der italienische Chefdirigent Antonello Manacorda imponiere ihm, er stehe für exzellente Qualität bei der Kammerakademie, doch bringe auch eine konzentrierte Lockerheit auf die Bühne. So auch wieder in Hamburg, „wo ich öfter mal bin“, doch zum ersten Mal besuchte er die Elbphilharmonie. „Ein fantastisches Haus“, Jakobs setzte eine kurze Pause – „doch ich bin heilfroh, dass ich als Oberbürgermeister den Bauprozess nicht verantworten musste.“ Die Bauzeit verlängerte sich um sieben Jahre, die Kosten der Philharmonie haben sich verzehnfacht. „Das ist natürlich ein Alptraum“, räumte Jakobs ein, „doch ich werde nicht lästern. Wenn man das Gebäude sieht, merkt man, der Aufwand hat sich gelohnt.“

Von so einem Wahrzeichen träume jede Stadt, gab Jakobs zu, „doch wenn ich gefragt werde, ob ich mir so einen Bau in Potsdam vorstellen könne, dann sage ich, dass es den gesamten Etat unserer Stadt für eineinhalb Jahre fressen würde.“ Er schmunzelte: „Ich möchte das in meiner Amtszeit bis 2018 nicht mehr verantworten, doch wenn es nach meiner aktiven Ära geschieht, soll es mir reicht sein.“ Es waren die Minuten nach dem Konzert, die Zeit der gut gelaunten Scherze.

Kulturministerin Martina Münch freute sich, dass Potsdams neues Museum Barberini als Neueröffnung „in einem Atemzug mit der Elbphilharmonie genannt wird, das macht uns stolz.“ Dass die Potsdamer Kammerakademie in die Eröffnungsphase nach Hamburg eingeladen wurde, beweise deren „exzellentes Niveau“.

Von Lars Grote

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