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Potsdam Mit der Hörspiel-App durch die Stadt
Lokales Potsdam Mit der Hörspiel-App durch die Stadt
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15:26 29.11.2016
Carina Pesch (l.) und Mirjam Wlodawer entwickeln die App. Quelle: Foto: H-Ear
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Babelsberg

Das Smartphone schlägt Alarm: Eine Leiche in Babelsberg! Also schnell runter vom Sofa und in der Rudolf-Breitscheid-Straße die Spur des Mörders aufnehmen. Da klingelt das Handy: Ein Anruf von einem geheimen Informanten, der einen weiter ins Kirchsteigfeld lotst.

So ähnlich könnte sie aussehen, die spannende Stadtrallye mit Kopfhörer und Smartphone – wenn die Anwendung von Carina Pesch und Mirjam Wlodawer eines Tages auf den Markt kommt. Die beiden 33 Jahre alten Gründerinnen, die am Medieninnovationszentrum Babelsberg eine App für interaktive, geobasierte Hörspiele entwickeln, sind am Mittwoch in Berlin von der Bundesregierung mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ausgezeichnet worden.

„Mit unseren Hör-Games locken wir Leute von der Couch auf die Straße und lassen sie in ihrer Stadt Abenteuer erleben“, erklärt Carina Pesch. „H-EAR“ heißt die App, an der Jungunternehmerinnen seit neun Monaten gemeinsam mit dem Programmierer Tobias Wehrum basteln. Für Krimis könnte die Anwendung zum Einsatz kommen, aber auch Geschichtstouren oder Abenteuerspiele für Schulen, die unter Handyanleitung durch die Botanik streifen, sind denkbar. Perspektivenwechsel sollen bei den Hörgeschichten jederzeit möglich sein: Wer eben noch Ermittler wer, kann auch in die Rolle des Flüchtenden schlüpfen.

„82 Prozent der zehn- bis 18-Jährigen spielen Smartphone-Games, aber nur etwa zehn Prozent hören regelmäßig Hörspiele“, erläutert Carina Pesch. „Das wollen wir ändern.“ Beide Frauen kommen aus dem Radiobereich. Mirjam Wlodawer hat ihre Masterarbeit an der Deutschen Journalistenschule über interaktive Hörspiel-Apps geschrieben – die Grundlage für die jetzige Entwicklung. Im Juli 2017 soll die Idee der jungen Gründerinnen erstmals zum Einsatz kommen – in Berlin.

600 Unternehmen haben sich für die Auszeichnung beworben

Mit Geld verbunden war die Auszeichnung, die einmal im Jahr vergeben wird, nicht. Trotzdem ist sie viel wert. 600 Unternehmen aus der ganzen Bundesrepublik hatten sich beworben, 32 dürfen sich nun „Kreativpiloten“ nennen – ein Titel, mit dem bei Kunden geworben werden kann. „Einzigartige Unternehmerpersönlichkeiten und ihre besonderen Geschäftsideen“ würden mit den Preis ausgezeichnet, so Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries bei der Preisverleihung. Die „Kulturpiloten“ vernetzen sich untereinander. „So werden wir Kreativen fit für die Wirtschaft“, erklärt Carina Pesch. Noch trägt sich das Start-up mit Fördermitteln. Bald, hoffen die beiden Frauen, zahlt sich ihre smarte Entwicklung dann richtig aus.

Von Marion Kaufmann

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