Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Mit der Hörspiel-App durch die Stadt

Auszeichnung für Gründerinnen Mit der Hörspiel-App durch die Stadt

Hörerlebnis mit dem Handy: Die beiden Potsdamer Gründerinnen Carina Pesch und Mirjam Wlodawer entwickeln am Medieninnovationszentrum Babelsberg eine App für interaktive Hörspiele. Dafür wurden sie von Bundesregierung als „Kreativpiloten“ ausgezeichnet.

Voriger Artikel
Kreative schreiben offenen Brief an Grütters
Nächster Artikel
Museum Barberini: Ein Glücksfall für Potsdam

Carina Pesch (l.) und Mirjam Wlodawer entwickeln die App.

Quelle: Foto: H-Ear

Babelsberg. Das Smartphone schlägt Alarm: Eine Leiche in Babelsberg! Also schnell runter vom Sofa und in der Rudolf-Breitscheid-Straße die Spur des Mörders aufnehmen. Da klingelt das Handy: Ein Anruf von einem geheimen Informanten, der einen weiter ins Kirchsteigfeld lotst.

So ähnlich könnte sie aussehen, die spannende Stadtrallye mit Kopfhörer und Smartphone – wenn die Anwendung von Carina Pesch und Mirjam Wlodawer eines Tages auf den Markt kommt. Die beiden 33 Jahre alten Gründerinnen, die am Medieninnovationszentrum Babelsberg eine App für interaktive, geobasierte Hörspiele entwickeln, sind am Mittwoch in Berlin von der Bundesregierung mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ausgezeichnet worden.

„Mit unseren Hör-Games locken wir Leute von der Couch auf die Straße und lassen sie in ihrer Stadt Abenteuer erleben“, erklärt Carina Pesch. „H-EAR“ heißt die App, an der Jungunternehmerinnen seit neun Monaten gemeinsam mit dem Programmierer Tobias Wehrum basteln. Für Krimis könnte die Anwendung zum Einsatz kommen, aber auch Geschichtstouren oder Abenteuerspiele für Schulen, die unter Handyanleitung durch die Botanik streifen, sind denkbar. Perspektivenwechsel sollen bei den Hörgeschichten jederzeit möglich sein: Wer eben noch Ermittler wer, kann auch in die Rolle des Flüchtenden schlüpfen.

„82 Prozent der zehn- bis 18-Jährigen spielen Smartphone-Games, aber nur etwa zehn Prozent hören regelmäßig Hörspiele“, erläutert Carina Pesch. „Das wollen wir ändern.“ Beide Frauen kommen aus dem Radiobereich. Mirjam Wlodawer hat ihre Masterarbeit an der Deutschen Journalistenschule über interaktive Hörspiel-Apps geschrieben – die Grundlage für die jetzige Entwicklung. Im Juli 2017 soll die Idee der jungen Gründerinnen erstmals zum Einsatz kommen – in Berlin.

600 Unternehmen haben sich für die Auszeichnung beworben

Mit Geld verbunden war die Auszeichnung, die einmal im Jahr vergeben wird, nicht. Trotzdem ist sie viel wert. 600 Unternehmen aus der ganzen Bundesrepublik hatten sich beworben, 32 dürfen sich nun „Kreativpiloten“ nennen – ein Titel, mit dem bei Kunden geworben werden kann. „Einzigartige Unternehmerpersönlichkeiten und ihre besonderen Geschäftsideen“ würden mit den Preis ausgezeichnet, so Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries bei der Preisverleihung. Die „Kulturpiloten“ vernetzen sich untereinander. „So werden wir Kreativen fit für die Wirtschaft“, erklärt Carina Pesch. Noch trägt sich das Start-up mit Fördermitteln. Bald, hoffen die beiden Frauen, zahlt sich ihre smarte Entwicklung dann richtig aus.

Von Marion Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg