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Mit lauter Stimme gegen die Ungleichheit

„Action Day“ in Potsdam Mit lauter Stimme gegen die Ungleichheit

200 Menschen zogen friedlich über die Lange Brücke und durch die Innenstadt um für die gleichen Rechte aller Flüchtlinge zu demonstrieren. Am Alten Markt wurde Abgeordneten aller Landtagsfraktionen ein selbstverfasstes Memorandum übergeben bevor es weiter zum Bassinplatz ging.

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Die Demo verlief quer durch die Stadt zum Bassinplatz.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Gleiches Recht für alle Flüchtlinge – das forderten gestern die etwa 200 Demonstranten bei ihrem Zug durch die Potsdamer Innenstadt. Das offene Bündnis aus den Organisationen „Refugees Emancipation“, „Flüchtlingsinitiative Berlin-Brandenburg“ und „Mosaikstein“ zog vom Hauptbahnhof am Haus der Gewerkschaft und am Brandenburger Tor vorbei. „Wir wollten an vielen Institutionen entlanggehen, die den Flüchtlingen Steine in den Weg legen“, erklärt Anmelderin Inis Burdinski den Streckenverlauf.

Nach den Eröffnungsreden zog die Gruppe aus Flüchtlingen, Schülern und Studenten über die Lange Brücke zum Neuen Markt. Die Demonstranten, unter ihnen viele der linken Szene, verwandelten die Kundgebung teilweise in eine ausgelassene Feier mit lauter Musik und Sprechchören. Auch der starke Regen hielt die Menschen nicht ab.

Am Fortuna-Portal übergaben die Demonstranten Abgeordneten aller Landtagsfraktionen ein selbstverfasstes Memorandum. In ihrer Niederschrift beklagen die Flüchtlinge, die meisten unter ihnen Afrikaner, die ungleiche Behandlung. Harry aus Kamerun beklagte, er könne keinen Deutschkurs belegen, weil er nicht aus Syrien stamme. „Ich möchte doch nur integrieren.“

Nach der Übergabe der Denkschrift, versprach der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Thomas Domres, in etwa zwei Wochen erneut das Gespräch mit einer kleinen Gruppe von Flüchtlingen zu suchen. Am frühen Abend endete die friedliche Demonstration auf dem Bassinplatz mit Musik. Auch Einsatzleiter Polizeihauptkommisar Detlef Bücker ist mit dem Verlauf zufrieden „wenn es friedlich bleibt, kann jeder seine Meinung äußern“

Von Lisa Neumann

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