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Potsdam Mit viel Abfall ins Neue Jahr
Lokales Potsdam Mit viel Abfall ins Neue Jahr
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18:51 02.01.2018
Die Tonnen quellen über: wie hier am Bisamkiez Quelle: Foto: B. Gartenschläger
Brandenburger Vorstadt

Der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbandes Potsdam-West, Wieland Niekisch, hat die offenkundige Untätigkeit des städtischen Entsorgungsunternehmens Step kritisiert. Er fordert nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Woche in seinem Stadtteil eine Müllentsorgung zwischen den Feiertagen. So seien zuletzt am 18. und 19. Dezember die Haus-, Bio-, Papier- und Plastikmülltonnen entleert worden. Einzig die Tonne für den Hausmüll sei derweil am Dienstag geleert worden. „Die Flächen vor den Häusern, wo der Müll steht, sehen schlimm aus“, so Niekisch. „Die Tonnen quellen total über.“

Nicht überall besteht ein Müllproblem

Die Situation im Reste der Stadt ist dagegen sehr unterschiedlich. So kann Carola Walter, Stadtverordnete des Bürgerbündnisses, von keinen überfüllten Tonnen berichten. „Bei uns ist alles sauber, obwohl auch bei uns die Müllabfuhr das letzte Mal vor den Feiertagen kam.“ Sie wohnt im Ortsteil Grube. Anders sieht es allerdings am Bisamkiez aus. Dort stehen völlig überfüllte Tonnen vor den Häusern. Sie lassen sich nicht mehr schließen, weil der Müll der vergangenen zehn Tage zu viel geworden ist.

Aber selbst innerhalb der Stadtteile lässt sich die Situation offenbar nicht pauschalisieren. Petra Pannicke wohnt in der Stormstraße in Potsdam-West und hat keine Probleme mit der Müllentsorgung. „Ich denke, dass es von der Anzahl der Bewohner anhängt und von ihrem Verhalten.“ Sie habe aber grundsätzlich nie überquellende Tonnen vor ihrem Haus beobachtet. Auch bei ihr wurde das letzt Mal vor den Weihnachtsfeiertagen der Müll abgeholt.

CDU fordert Konsequenzen

Und doch: Dass die Potsdamer in der gesamten Stadt mehr Müll von Weihnachten bis zum 1. Januar produzieren, steht außer Zweifel. Die Frage ist nur, wie die Step darauf reagiert. Bis Redaktionsschluss hat sie zu der Kritik keine Stellung genommen

„Man würde ja gerne helfen, den Silvestermüll nach dem Knallen einzusammeln“, sagt Wieland Niekisch. „Nur wohin damit? Die Viertel sehen furchtbar aus.“ Die CDU Potsdam-West fordert daher einen Kundendienst, an den sich Betroffene in solchen Situationen wenden können. Zudem kritisiert Niekisch die schleppende Reinigung der Straßen nach dem großen Knallen. „Schon im vergangenen Jahr hat es lange gedauert, bis die Straßen wieder sauber waren.“

Von Annika Jensen

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