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Potsdam Mitternachtsschwester auf Reisen
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19:54 26.08.2013
Cornelia Schleime stellt im Kunsthaus Potsdam neue Arbeiten vor. Quelle: Joachim Liebe
Jägervorstadt

"Die Moderne fordert die Loslösung vom Vertrauten und eine Befreiung von Bindungen. Das strukturelle Problem dieser gefundenen Freiheit war deren Ziellosigkeit und die Abwesenheit der Bindung zu sich selbst", schreibt Cornelia Schleime. Sie selbst ist auf Reisen durch viele Orte gekommen, ohne den idealen Ort finden oder sich selbst verorten zu wollen. Ihre Bildtitel zeugen von einer eigenen Poesie, ihre Maltechnik und die Anlage der Körper von Kraft, Widerstand und Geheimnis. Sich auszusetzen ohne sich preiszugeben scheint ihrer Kunst die besondere Aura zu verleihen. "Ich kann mich nur aushalten, wenn ich male, sonst bin ich unerträglich."

Cornelia Schleime wurde 1953 in Ost-Berlin geboren. 1975 bis 1980 studierte sie an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden und wurde 1981 mit einem Ausstellungsverbot belegt. 1984 übersiedelte sie, unter Verlust ihres bisherigen Werks, das spurlos verschwand, nach West-Berlin. Mehrere Stipendien, darunter ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für New York, ermöglichten ihr Reisen unter anderem nach Kenia, Indonesien, Brasilien, Hawaii. Seit 2000 ist sie Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. Sie erhielt den Gabriele-Münter-Preis 2003, den Fred-Thieler-Preis 2004, Award of excellent painting des National Art Museum of China 2005. Sie hat seit 2005 eine Professur in Münster (Westfalen) inne. Einzelausstellungen, auch Museumsausstellungen international hat sie seit 1986. Das Werk Cornelia Schleimes ist in zahlreichen Museen und Sammlungen vertreten.

In Potsdam waren Arbeiten der Künstlerin in den vergangenen Jahren mehrfach zu sehen, so in der Ausstellung "Essig + Blut" gemeinsam mit Jens Bisky 2002 in der Galerie des Brandenburgischen Kunstvereins, 2009 in einer Ausstellung des Museums "Junge Kunst" Frankfurt (Oder) im Waschhaus-Kunstraum und 2010 in einer Gruppenausstellung "Spieglein, Spieglein an der Wand" im Kunsthaus Potsdam.

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