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Aufregung um die „Alte Post“

Potsdamer Stadtentwicklung Aufregung um die „Alte Post“

Die Bürgerinitiative „Mitteschön“ ist empört: Obwohl sie in den vergangenen Monaten mehrere Gesprächsversuche startete, um mit der Berliner Volksbank über deren Neubauprojekt am Platz der Einheit zu reden, sei man stets „abgewimmelt“ worden, so der Vorwurf. Von Seiten der Bank reagiert man knapp: „Wir können die Vorwürfe nicht nachvollziehen.“

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Ansicht der „Alten Post“ im 18. Jahrhundert. Vorne die nicht mehr existierende Nauensche Brücke.

Quelle: Archiv

Innenstadt. Am 14. August wird um 10 Uhr der Grundstein für den Neubau Ecke Yorckstraße / Friedrich-Ebert-Straße gelegt – besser bekannt als „Alte Post“. Bauherrin ist die Berliner Volksbank. Vorstandsvorsitzender Holger Hatje wird bei dem Termin dabei sein.

Doch nicht allen ist nach Feiern zumute. Die Bürgerinitiative „Mitteschön“ übt auf ihrer Internetseite scharfe Kritik an der geplanten Umsetzung des Vorhabens und am Umgang der Bank mit den Anliegen von „Mitteschön“. Die BI setzt sich für einen Bau mit original barocker Fassade ein, wie sie von Georg Christian Unger entworfen wurde. Dabei argumentiert „Mitteschön“ mit der „enormen Wichtigkeit des Gebäudes für die Entwicklung unserer Innenstadt – eigentlich ein Leitbau.“ Bei der Volksbank sei man damit auf Granit gebissen. Seit Jahresanfang habe man sich um einen Termin bei den Verantwortlichen bemüht – vergeblich. „Anberaumte Gespräche wurden abgesagt, verschoben und letztendlich bekamen wir die Einladung für eine Grundsteinlegung. Mit anderen Worten – diskutiert wird nicht mehr, der Bau ist jetzt in trockenen Tüchern.“

Bekanntlich hat die Bank das Grundstück von der städtischen „Pro Potsdam“ erworben. Der Neubau soll nach Fassadenentwürfen des Potsdamer Architekten Bernd Redlich errichtet werden. Dies hatten die Stadtverordneten beschlossen, nachdem sich aus Kostengründen kein Investor für die Barockfassade gefunden hatte. In den Augen von „Mitteschön“ hat sich die Sachlage verändert. Denn die Bank plant den Redlich-Entwurf statt in Putz-Sandstein-Kombination ganz in Sandstein zu errichten. „Mitteschön“-Sprecherin Barbara Kuster: „Aufs Geld kommt es offenbar nicht an – dann kann man auch gleich original bauen.“ Wesentlich sei auch, dass die erhaltenen Attikafiguren zur Fassade passen. Kuster: „Mit der jetzt geplanten Variante ergibt sich da keine Harmonie.“

Von Seiten der Bank erklärt man zur Kritik der BI, die sich mit ihren Vorschlägen „abgewimmelt“ fühlt, lediglich: „Wir können die Vorwürfe nicht nachvollziehen.“ „Mitteschön“ sei aber herzlich zum „Bauherrenabend“ am 13. August eingeladen, so Sprecherin Nancy Mönch: „Dort hat man die Gelegenheit, mit den bauausführenden Architekten und weiteren Experten über die Details zu sprechen.“ Tags darauf findet die Grundsteinlegung statt.

Von Ildiko Röd

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