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Modellversuch Zeppelinstraße: Weniger Abgase als bisher

Verkehr in Potsdam Modellversuch Zeppelinstraße: Weniger Abgase als bisher

Seit rund fünf Monaten ist es auf der Zeppelinstraße enger als gewohnt. Die Verkehrsführung wurde geändert. Mittels eines Modellversuches soll dort die Stickstoffdioxid-Belastung für Anwohner reduziert werden. Am Dienstag wurde die Halbzeitbilanz des Testlaufs vorgestellt. Die ersten Zahlen klingen vielversprechend.

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Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Erstmals werden die Jahresgrenzwerte für das gesundheitsgefährdende Stickstoffdioxid nicht mehr überschritten, teilte die Stadt Potsdam heute bei der Vorstellung der Zwischenbilanz zum „Modellversuch Zeppelinstraße“ mit.

Nach Angabe der Stadt sind täglich 2000 bis 2500 Autos weniger durch die Zeppelinstraße gefahren.

In der Zeppelinstraße liegt des Verkehrsminus zwischen 6 und 18 Prozent. Dafür steigt das Aufkommen in den Nebenstraßen, vor allem in der Geschwister-Scholl-Straße, wo jetzt 7500 statt 5500 Autos fahren.

Immer wieder äußerten dort Anwohner ihre Bedenken, dass viele Autofahrer möglicherweise die Zeppelinstraße verlassen und über Schleichwege zum Ziel kommen könnten. Seitens der Stadt hieß es, dass die Ausweichrouten beobachtet werden, doch sind bisher keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden seien.

Vor allem für Fußgänger und Radfahrer habe sich die Lage verändert, hieß es.

Der Versuch wird bis Jahresende fortgesetzt. Man wolle jetzt vor allem im Nebennetz darauf achten, dass dort die Schadstoff- und Unfallwerte nicht steigen.

Gift in der Luft

Die Landeshauptstadt Potsdam hatte im Juli in der Zeppelinstraße einen Modellversuch gestartet, bei dem der Straßenraum neu aufgeteilt wurde. Für Autofahrer stehen seitdem je eine durchgängige Fahrspur in stadteinwärtiger und stadtauswärtiger Richtung sowie eine Abbiegespur zur Verfügung.

Notwendig wurde der Modellversuch, da in dem Bereich seit Jahren regelmäßig die Grenzwerte an gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen überschritten wurden.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte daher beschlossen, durch einen Modellversuch zu testen, ob sich durch die Neuaufteilung des Straßenraumes, von der eine dauerhafte Änderung des Verkehrsverhaltens und somit eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs auf der Strecke erwartet wird, die Luftschadstoffe verbessern.

Bereits beim MAZtalk am 18. Juli hatte Bernd Rubelt, Potsdams Baudezernent, erklärt, dass innerhalb der wenigen Tagen seit Beginn der Einengung in der Zeppelinstraße die Stickstoffdioxid-Belastung durchschnittlich bei 35,2 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lag – im Gegensatz zum Juli 2016 eine deutliche Verringerung. Damals wurden es im Durchschnitt 43 Mikrogramm gemessen. Die Grenze liegt bei 40.

Von MAZonline

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