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Potsdam Modellversuch wird verschoben – auf Dezember
Lokales Potsdam Modellversuch wird verschoben – auf Dezember
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20:17 28.03.2016
Die Baustelle an der Kurfürstenstraße wird die Potsdamer Autofahrer wohl noch bis zum 8. April beschäftigen. Quelle: Gartenschläger
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Potsdam

Der für Herbst geplante Modellversuch in der Zeppelinstraße, der eine mehrmonatige Verengung auf je eine Fahrspur vorsieht, wird voraussichtlich verschoben. Die Taktverdichtung für den Umland-Busverkehr sei bis September nicht hinzubekommen, sagte Landrat Wolfgang Blasig (SPD) am Montag zur MAZ. Realistisch sei der Start „zum Fahrplanwechsel im Dezember“.

Relevant ist auch die Kostenfrage des Buslinienverkehrs zwischen Potsdam und dem Landkreis. Derzeit stehen Potsdam-Mittelmark und die Landeshauptstadt in Verhandlungen über den Kostensatz der gebietsüberschreitenden Verkehre. Potsdam zahlt für die Kilometer, die von mittelmärkischen Bussen in der Stadt gefahren werden. Aus Sicht des Landkreises muss da dringend nachgebessert werden. „Wir haben eine Vereinbarung aus dem Jahr 2010“, so Blasig. Inzwischen seien die Kosten enorm angestiegen, weshalb Potsdam einen höheren Kilometersatz zahlen soll, so die Forderung aus dem Umland.

Auch wenn der Modellversuch Zeppelinstraße möglicherweise später als geplant kommt, werden die innerstädtischen Vorarbeiten schon bald in Angriff genommen. Um die Straße zu verbreitern und so eine Busspur zu schaffen, soll die Verkehrsader im April und Mai zwischen An der Pirschheide und Am Bahnhof Pirschheide halbseitig gesperrt werden; genauso wie der Geh- und Radweg auf der östlichen Fahrseite.

Theoretisch könnte der Modellversuch durchaus nach den Sommerferien starten, forderten die Potsdamer Grünen am Montag. Auch die zuständigen Landesbehörden hätten dafür Unterstützung signalisiert. Die Grünen vermuten hinter den aktuellen Plänen zur Verschiebung des Modellversuchs nichts anderes als politisches Taktieren: Landrat Blasig solle damit ein unbelasteter Wahlkampf ermöglicht werden.

Der SPD-Politiker möchte sich im September erneut für eine dritte Amtsperiode wählen lassen. Eine verengte Zeppelinstraße könnte da rasch die Umland-Pendler in Wutbürger verwandeln, so die These. „Anscheinend möchte Potsdams Oberbürgermeister jetzt Landratswahlkampf für die SPD in Potsdam-Mittelmark machen – auf Kosten der Anwohnerschaft der Potsdamer Zeppelinstraße“, vermutete Grünen-Kreischef Nils Naber am Montag.

Linken-Kreischef Sascha Krämer mahnte am Montag attraktive Alternativen an, um Pendler zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu bewegen. Erst dann könne man über eine Verengung nachdenken, so Krämer. „Eine Alternative wäre zum Beispiel die Schaffung einer tariflichen Einheit zwischen Stellplatzangeboten und dem ÖPNV, wobei der Parkausweis gleichzeitig zur Nutzung des ÖPNV im gesamten Stadtgebiet berechtigt.“

Mit dem Modellversuch will die Stadt Potsdam auf die anhaltend hohen Schadstoffwerte durch Autoabgase in der Zeppelinstraße reagieren. Besonders der Grenzwert für Stickstoffdioxid wird in der Straße seit Jahren nicht eingehalten. Bleibt die Belastung so hoch, könnten auf die Stadt Strafzahlungen an die EU zukommen.

Von Ildiko Röd

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