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Die Modewelt schaut auf Potsdam

Fashion Week mit "Potsdam Now" Die Modewelt schaut auf Potsdam

Heute wird in Berlin die Fashion Week offiziell eröffnet, doch bereits gestern gab es in Potsdam Mode vom Feinsten. „Potsdam Now“ heißt der Fashion-Week-Ableger in der Schinkelhalle. Hier gibt's vor allem Trendiges und Haute Couture zu sehen. Den Mode-Dienstag eröffnet Rocco Barocco, bei dem Schöne und Berühmte wie Claudia Cardinale und Liza Minelli einkaufen.

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Sorbisch kam die Auftaktkollektion von Sarah Gwiszcz aus Lübbenau im Spreewald daher.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Berliner Vorstadt .  Mit sorbisch-wendischer Mode von Sarah Gwiszcz aus Lübbenau im Spreewald hat die Zweitauflage der Messe „Potsdam Now“ am Montagabend in der Schinkelhalle an der Schiffbauergasse begonnen. Eröffnet wurde sie gemeinsam von der Beigeordneten für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Elona Müller-Preinesberger, und dem Botschafter der Republik Portugal in Deutschland, Luís de Almeida Sampaio. Müller-Preinesberger fand „den Spannungsbogen ungemein interessant, den Potsdam Now zwischen internationaler und regionaler Mode aufmacht. Sorbische Tradition und mediterrane Eleganz, Vielfalt der Stile und Internationalität der Modemacher, das alles passt wunderbar zu unserer Landeshauptstadt.“

Folklore ist sogar high-fashion-tauglich

Folklore ist sogar high-fashion-tauglich.

Quelle: dpa-Zentralbild

An drei Tagen gastiert die im Rahmen der Berlin Fashion Week stattfindende Show in Potsdam. Bei der Premiere Ende Januar war Israel das Partnerland; 2500 Menschen schauten zu. Jetzt prägen Portugiesen das Ereignis, bei dem Veranstalter Karl-Rainer von der Ahé auf internationale Designer und auf hochwertige Mode setzt, sogar auf Haute Couture. Die eigentliche Fashion Week sieht er eher als regionalen Modemarkt. In Berlin zeige man eher Streetwear und Kleidung „von der Stange“, Konfektionsware für jedermann, „fertig zum Tragen“. Bis zu 4000 Besucher erhofft sich von der Ahé für die zweite „Potsdam Now“.

Zwölf Designer zeigen ihre Kollektionen, darunter fünf aus der Region. Zusätzlich zu den Catwalk-Shows wird nun auch eine kleine Messe stattfinden. Der Showroom im Kunstraum kann tagsüber von Einkäufern besucht werden.

Der folkloristisch geprägten Mode aus dem Gastgeber-Bundesland folgten Kollektionen von drei portugiesischen Designern: Hugo Costa, Daniela Barros und Susana Bettencourt kommen aus der Hafenstadt Porto und vertreten ein aufstrebendes Textilland, dessen Modemanager behaupten, jede Mode in jeder geforderten Qualität liefern zu können.

Hugo Costa stellte sich erster aus dem iberischen Designer-Trio dem Publikum. Er hatte die Models in Stücke seiner Frühjahrs-/Sommerkollektion 2016 gewandet, eine Produktion, die laut dem Schöpfer „von der Reflexion über stammesspezifische Rituale ausging“. Die Muster seiner Stoffe erinnern an ethnische Körperbemalungen. Der Designer hat verschiedene Bekleidungs- und Textildruckkollektionen für portugiesische Unternehmen sowie mehrere Schuhkollektionen entworfen. Seit September 2012 unterrichtet er an der Modeschule in Porto.

Daniela Barros präsentierte die Kollektion „NKA_002” als „eine Reise ins Unbewusste”. Klassische männlichen Elemente werden durch sie neu interpretiert mit übergroβen Silhouetten. Sie setzt technologische Werkstoffe und Fischhaut in neutralen Farben auf dunklem Hintergrund ein. Sie war Kreativchefin bei Heavy Jeans und Hush Puppies Portugal.

Susana Bettencourt war mit ihrer Kollektion „Ways of Seeing” die dritte portugiesische Schöpferin der „Potsdam Now“. Ihre Mode ist vom Inneren des menschlichen Auges inspiriert. Bettencourt stammt von der Insel São Miguel (Azoren) und lebte über zehn Jahre in London.

Das wird der Mode-Dienstag

Zum Showstart am Dienstag wird Mode von Rocco Barocco gezeigt, der eigentlich Rocco Muscariello heißt. Die Liste berühmter Trägerinnen seiner Mode ist lang. Ursula Andress, Countess Claretta Agusta, Claudia Cardinale, Laura Antonelli und Liza Minelli zählen zu seinem Kundenkreis. Rocco Muscariellos Lieblingsfarben sind Weiß und Schwarz. Hinzu kommen einige spannende Mustermixe und Farbakzente. Weiche und fließende Materialien setzt Muscariello für seine bodenlangen Kleider und Röcke ein. Sein Sortiment umfasst Jeans, Strickwaren, Tücher, Leder Geldbörsen, Taschen und Parfüms.

Nach ihm geht es um 19.30 Uhr klassisch weiter mit Ulrike Carolina Simm und dem Hutatelier Maliné aus Potsdam. Simms Mode richtet sich an Frauen, die, ungeachtet ihres Alters und ihrer Größe, ihre Weiblichkeit zur Geltung bringen wollen. Ihre Business Casual Mode umfasst neben Kleidern, Röcken, Jacken und Mänteln auch Abendmode. Das Besondere sind die Stickereien, die von ihr entworfen und exklusiv für das Label in Plauen gestickt werden. Der Simm-Stil verbindet klassische Ansätze mit modernen Elementen. Das Hutatelier Maliné ist ein Modistenfachbetrieb, der eigene, handgefertigte Modellhüte und Kappen anbietet und auch nach den Wünschen der Kunden arbeitet.

Um 21 Uhr folgt Stefan Reinberger aus Berlin. Er hat in seiner Karriere für verschiedene Design-Projekte gearbeitet und Musical-Dekorationen für „König der Löwen“ in Hamburg oder „Der kleine Prinz” in Belgien gemacht. Er entwarf Bühnenoutfits für Jennifer Rush. In den Kleidern von Reinberger haben Frauen ihren großen Auftritt. Ob das perfekt geschnittene Kostüm oder das große Traumkleid – er entwirft alles im eigenen Atelier in Berlin, und viele Prominente aus Showbusiness, Film und Fernsehen tragen den Mix aus eleganten Formen mit raffinierten Details.

Sexy geht es um 22.30 Uhr weiter mit Nachtwäsche von Ille von Rott . Das Label wurde von der Künstlerin S. Elisabeth Hautmann 2012 in Berlin gegründet. Im Mittelpunkt der Kollektion steht die Belebung der lang-vergessenen Haute Couture der Nachtwäsche, inspiriert vom luxeriösen Hollywood-Charme. Die in Frankreich, Italien, Portugal und Deutschland gefertigten Stoffe werden in Berlin und Sachsen per Hand verarbeitet.

Das wird der Mode-Mittwoch

Der Mittwoch beginnt um 18 Uhr mit Co/Te aus Mailand, gegründet von den Jung-Designern Tomaso Anfossi und Francesco Ferrari, die stark auf Farbe und auffällige Prints setzen. 19.30 Uhr stellt Franziska Hucke klassische bis sportliche Mode des italienischen Labels Stefanel vor, das sie in ihrem eigenen Laden an der Ecke Friedrich-Ebert- und Charlottenstraße führt.

Marco Marcu zeigt seine aktuelle Couture-Kollektion ab 21 Uhr. Der Potsdamer Designer ist spezialisiert auf große Mode und spektakuläre Auftritte. Seit 2000 steht der Rumäne aus dem Holländischen Viertel für authentisches Modedesign aus eigener Manufaktur.

Krönender Abschluss ist um 22.30 Uhr der schwedische Star-Designer  Lars Wallin , der seit 25 Jahren neben vielen Prominenten auch das schwedische Königshaus modisch betreut. Er ist ein „alter Freund“ des Veranstalters Karl-Rainer von der Ahé, Chef der Catwalk Impact GmbH. Kunstvoll sind seine großen Roben. „Ich entwerfe Kleidung für selbstbewusste Frauen, die es lieben betrachtet zu werden“, sagt Wallin.

Man bekommt die Tickets an sechs Verkaufstellen: bei den MAZ-Ticketerias im Stern-Center (0331/ 5839 6883, info@franziska-hucke.de). Man kann die Tickets auch per Mail bestellen unter tickets@potsdam-now.com.

Programm für Dienstag und Mittwoch:

Dienstag, 7. Juli 2015:

  • 18 Uhr Rocco Barocco, Escada Sport, präsentiert von St. Germaine (Potsdam)
  • 19.30 Uhr Carolina Simm & Maliné (Potsdam)
  • 21.00 Uhr Stefan Reinberger (Berlin)
  • 22.30 Uhr Ille von Rott (Berlin) à Moulin Rouge

Mittwoch, 8. Juli 2015

  • 18 Uhr Co/Te (Milano)
  • 19.30 Uhr Stefanel, präsentiert von Franziska Hucke (Potsdam)
  • 21.00 Uhr Marco Marcu (Potsdam)
  • 22.30 Uhr Lars Wallin (Stockholm)

Am Mittwoch findet zudem ab 23 Uhr in der Schinkel-Halle an der Schiffbauergasse 4 die Potsdam-Now-Party statt. An den Plattentellern steht Fabian Fenk, ein Teil des Berliner Elektro-Pop-Duos The/Das. In seinem DJ-Set verbindet Fenk die eigenen Erfahrungen als Tänzer des Berliner Nachtlebens mit seinen Kenntnissen als Produzent elektronischer Tanzmusik. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Besucher der Berliner Fashion Week ist er frei.

Von Rainer Schüler

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