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Potsdam Moderne Büroflächen fehlen
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13:43 26.09.2016
Weil große Büroflächen fehlen, bauen viele Behörden selbst, statt zu mieten. Im Bild die neue Zentrale von Landesinvestitionsbank und Zukunftsagentur Brandenburg am Hauptbahnhof. Quelle: Euroluftbild/Robert Grahn
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Potsdam

In Potsdam fehlen moderne Büroflächen. Aufgrund der hohen Nachfrage liege die Spitzenmiete bereits bei 14 Euro je Quadratmeter und die Durchschnittsmiete bei 9,90 Euro. Das geht aus dem Büroflächenreport der Immobilienberater von Engel und Völkers hervor, der am Montag vorgestellt wurde. „Insbesondere moderne Flächen ab 500 Quadratmeter in zentralen Lagen sind knapp, so dass eine Vielzahl an Flächengesuchen nicht bedient werden konnte“, resümiert Willi Weber, Bereichsleiter Büroflächenvermietung bei Engel und Völkers Commercial in Potsdam. Mit einer Vermietung von 30 000 Quadratmetern im Jahr 2015 und 15 000 in der ersten Hälfte 2016 hat sich der Potsdamer Büromarkt im Vergleich zum Jahr 2014 weiter positiv entwickelt. Erneut liegt die Vermietung über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 23 000 Quadratmeter, was sich mit der insgesamt guten wirtschaftlichen Situation der Stadt begründen lässt, heißt es dazu in Report. Zudem stehe der weitere Anstieg der Bürobeschäftigten für eine anhaltend stabile Entwicklung des Büroflächenmarktes.

Der Schwerpunkt der Vermietung konzentriere sich auf den Innenstadtbereich und die citynahen Standorte wie Potsdam-Süd und Babelsberg. „Die Mehrzahl der Vertragsabschlüsse entfiel auf Flächen im kleinteiligen Bereich bis zu 500 Quadratmetern“, konkretisiert Weber. Die Nachfrage wird hauptsächlich von Unternehmen aus den Branchen „Öffentliche Verwaltung“ und „unternehmensbezogene Dienstleistungen“ geprägt. Daneben wird die aktive Gründerszene der Stadt durch branchenorientierte Technologie- und Gründerzentren unterstützt. Insbesondere für Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistungen und Technologie, Biotech und Lebenswissenschaften sowie Film, Medien und Kommunikation werden optimierte Flächen zur Verfügung gestellt. Bei den Potsdamer Büromieten ist in allen Lagen ein Preisanstieg festzustellen. „Diese Gesamtmarktentwicklung lässt sich durch eine hohe Nachfrage und mehrere Vertragsabschlüsse neuer oder modernisierter Flächen begründen“, erläutert der Marktexperte. Die Leerstandsquote ist auf 4,3 Prozent gesunken, sie lag im Vorjahr bei 4,7 Prozent.

In Potsdam übertrifft die Nachfrage an modernen Flächen das Angebot deutlich. „Da es in dem Segment ab 500 Quadratmetern einen Mangel gibt, mieten Unternehmen oftmals mehrere kleine Flächen an, um die gewünschten Räume zu schaffen“, berichtet Weber. In dieser Situation werden größere Projekte häufig von den zukünftigen Nutzern selbst errichtet. Bis Ende 2016 wird beispielsweise die Zentrale der ILB westlich vom Hauptbahnhof fertiggestellt.

Für das Gesamtjahr 2016 prognostizieren Engel und Völkers eine Vermietung von bis zu 35 000 Quadratmetern. In den nächsten Jahren kommen verstärkt Neuentwicklungen, wie beispielsweise die südwestlich vom Hauptbahnhof gelegene Speicherstadt Nord, auf den Markt. Dennoch werden die Büroflächen-Neuzugänge den angespannten Potsdamer Büromarkt nicht nachhaltig entlasten, ist sich das Unternehmen bereits heute sicher.

Von Jan Bosschaart

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