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Potsdam Jauch und Diekmann spenden für Gemälde
Lokales Potsdam Jauch und Diekmann spenden für Gemälde
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00:23 12.08.2018
Das Potsdam Museum präsentiert acht restaurierte Gemälde für die Sonderausstellung "Umkämpfte Wege der Moderne": (von links) Restaurator Oliver Wenske, Museumsdirektorin Jutta Götzmann, Claudia Hartmann stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises, und Markus Wicke vom Förderverein des Museums vor dem Selbstbildnis und der Lilie von Heinrich Basedow d.J. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Vorbereitungen der nächsten Sonderausstellung des Potsdam Museums „Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ gehen in die Schlussphase. Mit finanzieller Unterstützung vom Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder und des Fördervereins des Potsdam-Museums konnten acht Gemälde aus der Kunstsammlung des Potsdam Museums restauriert werden, die ab dem 29. September der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zu den Finanziers der Restaurierungsarbeiten zählen nach Auskunft von Fördervereinschef Markus Wicke Günther Jauch und Bild-Herausgeber Kai Diekmann. Sie wurden mit sogenannten Steckbriefen der bedürftigen Gemälde vom Förderverein angeschrieben und um Unterstützung gebeten. „Vor allem bei den Potsdam-Motiven klappte das gut“, berichtet Vereinschef Markus Wicke: „Die gingen am schnellsten weg.“

Die alte Glienicker Brücke von Alfred Liedtke ist eigentlich nur eine Studie und eher impressionistisch gemalt. Quelle: Rainer Schüler

„Bei den Gemälden handelt es sich um ein Konvolut von Heinrich Basedow d.J., darunter sein „Selbstporträt“ aus dem Jahr 1927, sein „Stillleben mit Lilie“ aus dem Jahr 1925 und das „Portrait von Christa Heidkamp“, Tochter des bekannten Potsdamer Buchhändlers, der die Kunstszene der Stadt protegierte“, erläutert Jutta Götzmann, die als Direktorin des Potsdam Museums die Ausstellung kuratiert.

Die jetzt mit einem „niedrigen fünfstelligen Betrag“ restaurierten Gemälde waren nicht ausstellungsfähig. Nach jahrzehntelanger Nutzung in privaten Wohnräumen waren sie wegen Nikotineinfluss, Rauch und Schmutz vergraut und nachgedunkelt und einige zudem nicht fachgerecht mit Schutzschichten überzogen worden. Die Verunreinigungen mussten entfernt werden, um die Ursprungswerke wieder strahlen zu lassen. Die gehören zwar zur so genannten Neuen Sachlichkeit, sind aber zum Teil mit mittelalterlich klassischen Malmethoden hergestellt worden. „Man hielt es wieder mit Albrecht Dürer“, dessen Werke 500 Jahre halten sollten“, erklärt Restaurator Oliver Max Wenske.

Die „Kiefer“ und das Porträt von Christa Heidkamp stammen von Heinrich Basedow d.J.; das Porträt war durch Nikotin-Dauereinflüsse stark vergilbt. Quelle: Rainer Schüler

Als Künstler der neuen Sachlichkeit gilt der gebürtige Schweizer Wilhelm Schmid, der Potsdam ab 1923 zu seiner Wahlheimat erklärte. Laut der Museumsdirektorin zeigt erstmals ein Museum in Deutschland sein umfangreiches Frühwerk mit zahlreichen in Potsdam entstandenen Motiven.

Schmid, der zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Novembergruppe und somit zum Kreis der künstlerischen Avantgarde zählte, war auch Mitglied des Potsdamer Kunstvereins. In Potsdam beteiligte er sich an einer Ausstellung des Potsdamer Kunstvereins 1927 im Marstall. Er stellte dort gemeinsam mit Heinrich Basedow d.Ä., Walter Bullert, Egon von Kameke, Otto Heinrich und vielen weiteren aus. Als Vertreter der Neuen Sachlichkeit weist Schmid eine stilistische Nähe zu Konrad Schwormstädt und Heinrich Basedow d.J. auf. Auf diese historische Präsentation nimmt vom 29. September 2018 bis 27. Januar 2019 die Sonderausstellung des Potsdam Museums Bezug und setzt damit einen wichtigen Baustein für die Potsdamer Kunstgeschichte.

Der bundesweit organisierte, aber streng ostdeutsch orientierte Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder unterstützt zum ersten Mal eine Restaurierungskampagne des Potsdam Museums. Die Restaurierung und Rahmung von vier Gemälden von Heinrich Basedow d.J. wurde durch die finanzielle Förderung des 300 Mitglieder starken Freundeskreises gewährleistet.

Der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. wiederum konnte die Ausstellung mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden von zwölf Unterstützern fördern. Das Geld floss in die Restaurierungen und Neurahmungen weiterer vier Gemälde und einer Grafik der Künstler Otto Heinrich, Alfred Liedtke, Konrad Schwormstädt, Walter Bullert und Heinrich Basedow d.J.. „Dabei lag uns besonders die aufwändige Restaurierung des Selbstportraits von Heinrich Basedow d.J. am Herzen, da wir erst jüngst das digitale Werkverzeichnis des Künstlers veröffentlichen konnten“, sagt Fördervereinschef Markus Wicke.

Von Rainer Schüler

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