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Modernster Rasen, kleines Spielfeld

Potsdam Bornstedter Feld Modernster Rasen, kleines Spielfeld

„Fast schon jämmerlich“ sah der Sportplatz der Haeckelschule an der Kirschallee aus, auf dem auch die 19 Mannschaften der Potsdamer Kicker 94 trainieren. Dann nahm die Stadt 300 000 Euro in die Hand, und binnen zwei Monaten erglänzt der modernste Kunstrasen darauf. Einziger Wermutstropfen: Für Landesligaspiele ist das Feld zehn Meter zu schmal.

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Spaß mit neuen Bällen auf neuem Rasen hatten Kinder wie Offizielle: Kis-Chef Bernd Richter, Bürgermeister Burkhard Exner (SPD), Kicker-94-Chef Wolfgang Schaffernicht und Torsten Gessner vom Schulamt.

Quelle: Friedrich Bungert

Bornstedter Feld. Es sind mehr als 4000 Quadratmeter Innovation, weshalb die Herstellerfirma den neuen Kunstrasen an der Kirschallee 172 auch als Referenzobjekt nutzen will. Dort übergaben am Dienstag die Stadt und ihr Immobilienservice Kis das für 300 000 Euro sanierte Ballsportfeld an die Nutzer, die Haeckelschule und den Verein „Potsdamer Kicker 94“. Dessen E-Jugend bespielte den Platz, der noch wirkt, als habe man soeben die Folienverpackung abgezogen, bereits emsig. Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) verwies auf das 60-Millionen-Euro-Paket, mit dessen Hilfe die „sportliche Infrastruktur“ der Stadt in fünf Jahren ertüchtigt wird. Das sei nicht nur gut und wichtig für den Schulsport, man baue und saniere auch möglichst dort, wo aus der Pflichtaufgabe Schulsportinvestition auch eine Kür werde, nämlich auf Plätzen, die auch für Vereins- und Breitensport genutzt werden. Entsprechend froh war auch Vereins-Chef Wolfgang Schaffernicht, denn die 19 Mannschaften der Kicker 94, darunter 320 Kinder und Jugendliche, hatten dank der Bauarbeiten im Juli und August quasi kaum Trainings- und Spielausfälle. Schaffernicht wies aber auch auf zwei Kritikpunkte hin: Der Platz sei lang genug, aber zehn Meter zu schmal, um dort Landesliga-Spiele auszutragen, ein Eckstoß sei schon fast ein Elfmeter. Der Verein platze aus allen Nähten, könne mangels Übungsraumes aber keine neuen Mitglieder aufnehmen. Ebenso sorgte er sich um den Schutz des neuen Kunstrasens, denn schon vor der Eröffnung hätte ein Moped in der Mitte der Spielfelds geparkt, es wurde dort geraucht und sich getroffen, ohne Sport zu treiben. „Der Verein wird den Platz pfleglich behandeln, er soll wieder 15 Jahre halten“, versprach Schaffernicht, man habe am Ende sehr unter den fast unhaltbaren Zuständen gelitten.

Für beides versprach die Stadt Abhilfe. So werde es einen Sportplatzneubau im Norden Potsdams geben, wo genau, wolle man aber noch nicht verkünden, so Kis-Chef Bernd Richter. Was Vandalismus auf dem Platz angehe, werde man sich „zusammensetzen und kreative Lösungen finden“, versprach Richter zudem.

Landschaftsarchitekt Marcel Adam erklärte schließlich noch das Besondere des Rasens: Gekräuselter Kunstrasen sei besser zu pflegen, glatter habe bessere Balleigenschaften. Mit dem teilgekräuselten Kunstrasen sollen sich nun beide Eigenschaften verbinden.

Von Jan Bosschaart

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