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Potsdam Montelino feiert 20 akrobatische Jahre
Lokales Potsdam Montelino feiert 20 akrobatische Jahre
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21:22 30.09.2018
Die Artistinnen Marie Kreitlow (l.) und Sophia Freidank zeigten am Trapez, dass aus dem Schulprojekt in 20 Jahren ein veritabler Zirkus geworden ist. Quelle: Martin Müller
Bornstedt

Manege frei für ein Geburtstagsfest der Extraklasse. Das Zelt des Circus Montelino im Volkspark platzte am Sonnabend aus allen Nähten. Weit mehr als 100 Zuschauer sahen Zirkuszauber aus den vergangenen zwei Jahrzehnten bis hin zu ganz aktuellen Nummern. Der Kinder- und Jugendzirkus Montelino feierte seinen 20. Geburtstag und reaktivierte aus diesem Anlass einige Showeinlagen aus früheren Jahren.

1998 entstand der Zirkus als AG der Montessori-Oberschule

Seit der Initialzündung als Projekt der Montessori-Oberschule im Jahr 1998 und der Gründung des Trägervereins 2002 durch Eltern sind zahlreiche talentierte Akrobaten, Artisten und Clowns durch die Zirkusschule gegangen. Doch auch die Neulinge, die erst seit wenigen Monaten beim Zirkus mitmachen, zeigten zum Geburtstag ihr Können.

Acht Einradfahrerinnen, Kugelläufer, ein artistisch begabter Koch, Trapezkünstlerinnen und natürlich Clowns entlockten dem Publikum viel Applaus. Als es draußen dunkel wurde, spielte das Brass’n’Beats Oktett im Zirkuszelt und später erhellten Feuerkünstler die Nacht.

Eine klassische Clownnummer: „Das Moorhuhn und der Jäger“ mit Kay Völker (l.) und Bruno Wölz. Quelle: Martin Müller

Bileam Tröger führt nach Ute Warbein jetzt die Geschäfte

„Wir sind immer weiter gewachsen und gewachsen. Inzwischen sind wir richtig groß“, sagt der frühere Vereinsvorsitzende und neue Zirkus-Geschäftsführer Bileam Tröger. Die langjährige Zirkus-Geschäftsführerin Ute Warbein nutzte die Gelegenheit, um sich in der Manege noch einmal bei allen Zuschauern zu bedanken, bevor sie von ihrem Team offiziell verabschiedet wurde.

Fast 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von fünf bis 50 Jahren trainieren an verschiedenen Wochentagen im Zirkus. Zählt man die unterschiedlichen Schul-AGs und Ferienkurse mit, sind es sogar rund 700 Kinder pro Jahr.

Die Jubliäumsvorstellung – rund um die Manege war jeder Platz besetzt. Quelle: Martin Müller

„Im Zirkus Montelino gibt es keinen Leistungsdruck“

„Jeder, der Lust hat, sich irgendwie im Zirkus auszuprobieren, findet bei uns einen Platz“, sagt Tröger. Der Zirkus arbeitet inklusiv. Wichtig ist ihm vor allem der Unterschied zum leistungsorientierten Sport: „Wir machen keine Wettkämpfe. Im Zirkus gibt es keinen Leistungsdruck.“ Dennoch könne der Zirkus durchaus auch ein Sprungbrett sein, um es auf eine Artistenschule zu schaffen. Die Kinder, die am Sonnabend in der Manege oder im Zuschauerraum feiern, scheinen den Zirkus jedenfalls zu lieben, so wie er ist.

„Ich hole jedes Mal zwei glückliche Kinder vom Training ab“, sagt eine Mama, deren sechs und neun Jahre alte Kinder zum Zirkus gehören. Der Spaß und die Motivation, die der Zirkus verströmten, seien etwas ganz besonderes. „Es gibt keine Konkurrenz unter den Kindern. Sie haben einfach gemeinsam Spaß“, sagt sie.

Umzug soll nach dem Sommer 2019 stattfinden

An seinem angestammten Platz im Volkspark nördlich der Biosphäre wird der Zirkus nicht mehr lange stehen bleiben, weil dort Wohnungen entstehen. Laut Bileam Tröger sei jedoch an der Hermann-Kasack-Straße hinter dem Kletterfelsen, nur wenige hundert Meter weiter im Volkspark noch ein Platz frei. Er rechnet damit, noch bis zum Sommer 2019 am aktuellen Standort bleiben zu können.

Die rote Haut des Zirkuszelts muss erneuert werden – dafür fehlt noch Geld. Quelle: Martin Müller

Etwa 5000 Euro Spenden für die Zelthaut werden noch benötigt

Den Umzug nicht mehr mitmachen wird allerdings die Haut des roten Zirkuszeltes. Sie ist spröde und an vielen Stellen undicht geworden. Ein weiteres Mal ab- und wieder aufgebaut zu werden, würde sie wohl nicht mehr überstehen. Deshalb sammelt die Zirkusgemeinschaft Spenden für eine neue Haut. Rund 13 000 Euro werden benötigt, fast 8 000 Euro sind mit einer Internetkampagne bereits zusammengekommen. Dass auch die fehlende Summe bis zum Sommer 2019 beisammen ist, sollte im Gegensatz zu all den anderen Aktivitäten des Zirkus jedenfalls kein Kunststück sein.

Von Jonas Nayda

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