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Moor-Exkursionen und E-Carsharing geehrt

Klimapreis Potsdam Moor-Exkursionen und E-Carsharing geehrt

Der Klimawandel beginnt im Kleinen. Das beweisen alljährlich zahlreiche Potsdamer Vereine, Unternehmen, Schulen aber auch engagierte Einzelpersonen und werden deshalb mit dem Klimapreis der Landeshauptstadt ausgezeichnet sowie mit je 1000 Euro belohnt. Am Donnerstag wurden die Sieger und ihre innovativen Ideen zum Klimaschutz bekannt gegeben.

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Die Karl-Foerster-Schule gewann den Klimapreis für das Projekt „Rettet den Moor“.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Ein wenig ging der Blick vom Potsdamer Waschhaus am Donnerstagabend in die USA und zu Präsident Donald Trump. Immerhin hatte er in der vergangenen Woche den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen bekanntgegeben. „Wir alle zusammen, egal wo wir leben, müssen uns anstrengen, die Natur unserer Erde zu erhalten und damit unsere Lebensgrundlagen zu schützen“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zur Verleihung des Potsdamer Klimapreises. Sechs engagierte Einzelpersonen, Unternehmen, Vereine und Schulen, die beweisen dass der Klimawandel im Kleinen anfängt, wurden dabei mit jeweils 1000 Euro prämiert und unter 16 Bewerbern ausgewählt.

Eine „Umweltschule Europa“ gewann den Klimapreis

Durch die innovative Idee zum Projekt „Rettet das Moor“ überzeugte beispielsweise die Karl-Foerster-Schule die Fachjury. Schüler hatten Moore im Stadtgebiet besichtigt und bereiteten die Informationen für ihre Mitschüler, Eltern und Nachbarn auf. Moore sind wichtige Kohlendioxidspeicher und können enorm viel von dem Klimagas aufnehmen.

Die Grundschule in Bornstedt ist bereits im Vorjahr als eine von 20 000 Schulen in 40 Ländern mit dem Titel „Umweltschule Europa“ für ihre selbstentwickelten Projekte ausgezeichnet worden. Die 3. Klassen beschäftigten sich im zurückliegenden Schuljahr beispielsweise mit gesunder Ernährung und dem nachhaltigen Anbau im Schulgarten. Die 4. Klassen behandelten verschiedene Aspekte zum Thema Müll wie die Verschmutzung der Ozeane, der Mülltrennung in der eigenen Schule und erarbeiteten eine Abfallfibel.

Außerdem wurden die Grundschule Bruno H. Bürgel in Babelsberg für ein CO 2-Projekt im Extavium und der Naturwissenschaftskurs der Gesamtschule Am Schilfhof für sein Kreativprojekt „KlimaKunstZukunft“ geehrt.

Andreas Gamper überzeugte mit seinem E-Carsharing-Projekt

Andreas Gamper überzeugte mit seinem E-Carsharing-Projekt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Als einzige Privatperson wurde der Andreas Gamper (41) mit dem Klimapreis ausgezeichnet. Seine gemeinnützige Initiative zum E-Carsharing überzeugte durch die einfache Anwendbarkeit, die Originalität der Idee und die wirtschaftliche wie ökologische Zukunftsfähigkeit. Sein privates Elektroauto eines französischen Herstellers stellt Gamper über ein Nachbarschaftsforum anderen Nutzern zur Verfügung.

„Ich will erreichen, dass sich die Gruppe der Wenigfahrer, zu denen ich seit Jahren zähle, die Frage stellt, ob sie wirklich abwarten muss, bis ein Elektromobil günstiger in der Anschaffung ist als ein herkömmliches Auto“, sagt er. Langfristig strebt Andreas Gamper die Gründung eines Vereins an, um das Prinzip mit mehr E-Autos fortzusetzen. Auf die Weise sei es möglich, das Projekt mit Fördermitteln des Bundes zu finanzieren.

Sechs Preisträger beim sechsten Klimapreis

Im Jahr 2010 ließ die Stadt Potsdam unter der Federführung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ein Integriertes Klimaschutzkonzept samt Gutachten entwickeln.

Der Klimapreis wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal von der Landeshauptstadt, dem Energieforum Potsdam, den Stadtwerken und dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung vergeben.

In der Kategorie „Schule“ erhielten den Klimapreis: die Karl-Foerster-Schule, die Bruno-H.-Bürgel-Schule und die Gesamtschule Schilfhof.

In der Kategorie „Bürger“ waren erfolgreich: Die BgA Volkspark mit dem „grünen Klassenzimmer“, Andreas Gamper mit seiner E-Carsharing-Initiative und der Verein Iceploration für Aufklärungsarbeit zur Arktis.

Von Victoria Barnack

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