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Mord, Totschlag und Einbrüche in Zahlen

Potsdamer Kriminalstatistik Mord, Totschlag und Einbrüche in Zahlen

Gab es 2016 in Potsdam Mord und Totschlag? Hat die Kriminalität durch Flüchtlinge zugenommen? Die Kriminalitätsstatistik für Potsdam liefert Antworten – und birgt bislang unbekannte Fälle von Gewalt. Auch der Mord an Elias und Mohamed taucht erst 2016 in der Statistik auf – aus einem bestimmten Grund.

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Ein Ermittler trägt das Paket mit der Leiche des kleinen Elias aus Potsdam. Der 2015 verübte Mord taucht erst 2016 in der Statistik auf.

Quelle: dpa

Potsdam. Auf 100.000 Einwohner kamen in Potsdam im Vorjahr 9880 Straftaten. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu einzelnen Deliktfeldern:

Gab es 2016 in Potsdam auch Mord und Totschlag?

Ja, im Vorjahr wurden fünf Tötungsdelikte registriert, alle konnten aufgeklärt werden. In der Statistik sind auch die Morde aus dem Jahr 2015 an dem Potsdamer Jungen Elias (6) und dem Flüchtlingskind Mohamed (4) durch Silvio S. aufgeführt weil das Verfahren erst im Vorjahr abgeschlossen wurde. Ebenfalls in der Statistik: Ein Fall aus dem Schlaatz von 2014. Ein Vater hatte seinen eineinhalb Jahre alten Sohn gezielt mit Medikamenten vergiftet. Zunächst hatte der Mann aus dem Sperberhorst angegeben, der Junge habe die Tabletten im Nachtschrank gefunden und versehentlich verschluckt. 2016 gestand er die Tat.

Hat die Kriminalität durch Flüchtlinge zugenommen?

„Wir merken im täglichen Dienst, dass es in Potsdam mehrere Asylunterkünfte gibt“, sagt Maik Toppel, Chef der Polizeiinspektion Potsdam. Dabei gehe es aber zumeist um Konflikte unter Asylbewerbern in Heimen. Der Anstieg der gefährlichen und schweren Körperverletzungen erkläre sich zum Teil auch dadurch. „Kriminalität durch Flüchtlinge im öffentlichen Raum haben wir hingegen kaum“, so Toppel. Für die gesamte Polizeiinspektion Potsdam, also das Umland eingerechnet, wurden 1788 Tatverdächtige nicht deutscher Herkunft ermittelt – 72 mehr als 2015.

Sind Wohnungseinbrüche ein Problem?

Ja, die Zahl der Einbrücke ist seit 2014 von 166 auf 220 im Vorjahr gestiegen – bei stark gesunkener Aufklärungsquote (von 22,3 auf 7,3 Prozent). Betroffen seien in Potsdam vor allem Einfamilienhäuser, sagt Maik Toppel.

Welcher Stadtteil ist der gefährlichste?

Die Statistik zu den einzelnen Stadtteilen liegt noch nicht vor.

Von Marion Kaufmann

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