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Motor-Halle kann saniert werden

Sport in Potsdam Motor-Halle kann saniert werden

Lange wurde über die Zukunft der alten Motor-Halle in Babelsberg gestritten. Sie ist marode, vor allem die Nebenräume und Sanitäranlagen. Die Stadt wollte die Halle abreißen und durch einen Neubau ersetzen, was 3,5 Millionen Euro gekostet hätte. Doch weil der Sportverein Motor Babelsberg dann wichtige Räume verloren hätte, gab man einer Sanierung mit Ergänzungsbau den Vorrang: 4,5 Millionen.

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Die Rückseite der Motor-Halle: links die Kegelbahn, die bleibt, rechts alte Werkstätten, die abgerissen und durch eine Ein-Feld-Sporthalle ersetzt werden.

Quelle: Rainer Schüler

Babelsberg. Das Bundesumweltministerium investiert fast 2,2 Millionen Euro aus seinem Zukunftsinvestitionsprogramm in die Sanierung der Motor-Sporthalle im Konsumhof. Das traditionsreiche Domizil des SV Motor Babelsberg ist marode und muss dringend repariert werden. Für die bislang veranschlagten 4,9 Millionen Euro ist sogar der Anbau einer neuen Einfeld-Halle drin; für sie wird einer der beiden einstöckigen Flügelbauten auf der Rückseite der doppelstöckigen Halle abgerissen.

Die Bundesförderung macht es nun möglich, mehr und bessere Sportnebenräume wie Umkleiden sowie einige neue Trainingsräume zu errichten. Die Stadt entledigt sich einiger Aufgaben; die Gesamtinvestition steigt aber trotzdem deutlich über die 5-Millionen-Euro-Marke.

Die Stirnseite der Halle sieht noch nicht so schlimm aus, doch drinnen bröckelt es heftig

Die Stirnseite der Halle sieht noch nicht so schlimm aus, doch drinnen bröckelt es heftig.

Quelle: Rainer Schüler

Der erste „Schritt“ von Abriss und Neubau beginnt im Mai und dauert ein Jahr. Dann ziehen die meisten Nutzer der Halle in die neue Halle um, die Boxer sollen in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee ein Übergangsdomizil finden. Sobald die alte Halle freigezogen ist, wird sie grundsaniert; das soll eineinhalb Jahre brauchen. Damit ist die Variante eines kompletten Hallenabrisses und Neubaus einer Schulsporthalle mit Vereinsnutzung vom Tisch. Das hätte den Verein eine Reihe von wichtigen Räumen gekostet, darunter die beliebte Kegelbahn. Die sollte bislang nur fassadenseitig saniert werden, wird nach Informationen der Stadtverwaltung nun aber auch in der Innenausstattung verbessert.

Ralph Thiem zeigt der MAZ die maroden Sanitärräume

Ralph Thiem zeigt der MAZ die maroden Sanitärräume: Es rostet und schimmelt allenthalben.

Quelle: Christel Köster

Die Potsdamer SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein freut sich, dass der Förderantrag der Stadt für die Motor-Sporthalle von Erfolg gekrönt ist. Der Zuschlag komme einem Traditionsverein zu Gute, der mit rund 1000 Mitgliedern das sportliche Miteinander von Jung bis Alt fördert.

„Die Sanierung der traditionsreichen Motorhalle ist ein wichtiges Vorhaben für den Sportstandort Babelsberg. Dass der Bund die überregionale Bedeutung des Objektes erkannt hat, freut uns besonders“, so David Kolesnyk, Babelsberger Stadtverordneter und Vorsitzender der SPD Babelsberg.

In den Jahren 2016 bis 2018 stellt das Bundesumweltministerium für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur bundesweit 140 Millionen Euro zur Verfügung , um soziales Miteinander und Klimaschutz zu verknüpfen.

Die Ballspielhalle im zweiten Stock des Gebäudes

Die Ballspielhalle im zweiten Stock des Gebäudes.

Quelle: Verein

Die Halle ist über 80 Jahre alt; die Sportnutzung darin gibt es seit 1980. Neben dem SV Motor Babelsberg ist in ihr auch der Sportunterricht der Goethe-Schule und des Berta-von-Suttner-Gymnasiums untergebracht. Die Bedingungen sind jedoch schwierig, im Sanitärbereich und im Brandschutz teilweise katastrophal. Bei einer Begutachtung im Mai 2013 kam man zu dem Schluss, die Halle schließen zu müssen, doch konnte das mit einigen Reparaturen abgewendet werden.

Der Verein wurde 1949 aus der bestehenden Fußball-Betriebsmannschaft „Karl Marx“ in die Sportgemeinschaft „Karl Marx“ umgewandelt, die sich mit der Sportgemeinschaft Drewitz zur „Betriebssportgemeinschaft „Karl Marx“ vereinigte; die hatte dann schon vier Sportarten. Ab 1950 hieß sie BSG „Motor Babelsberg“; Trägerbetrieb war der Lokomotivbau „Karl Marx“. 1952 bekam die BSG den er Sportplatz „Sandscholle“ zur Nutzung übertragen.

In der Motor-Halle wurden schon viele Pokale gewonnen

In der Motor-Halle wurden schon viele Pokale gewonnen.

Quelle: Rainer Schüler

Als das Karl-Marx-Werk 1990 privatisiert wurde, erlosch die Stützung. Seit 1993 ist die Sportvereinigung Motor Babelsberg als Nachfolger der BSG der Hauptnutzer der Motor-Halle, die schon zu DDR-Zeiten nur unter diesem Namen bekannt war.

Von Rainer Schüler

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