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Museum im Langen Stall?

Mitteschön lehnt Wohnungspläne der Stadt ab Museum im Langen Stall?

Die Landeshauptstadt habe Mäzen Hasso Plattner den möglichen Kunsthallen-Standort im Langen Stall ausgeredet, sagt Barbara Kuster von der BI Mitteschön im Gespräch mit Ildiko Röd.

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Barbara Kuster von der BI Mitteschön.

Quelle: MAZ/ Köster

Potsdam. MAZ: Was hat Mitteschön denn gegen die städtischen Pläne für den Langen Stall, die einen langgezogenen Wohnriegel vorsehen?

Barbara Kuster: Als wir damals in den Zeitungen sahen, wie das Ergebnis des Architekturwettbewerbs ausgefallen ist, sind wir ganz fürchterlich erschrocken. Wir finden den Siegerentwurf einfach inakzeptabel.

Was wünschen Sie sich stattdessen?

Kuster: Das Areal wäre ein wunderbares Museumsquartier. Auf der einen Seite das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte; auf der anderen Seite im rekonstruierten Langen Stall eine Kunsthalle.

Von Mäzen Hasso Plattner?

Kuster: Warum nicht? Das wäre doch ideal. Das Problem ist, dass Hasso Plattner bereits im Vorfeld von der Stadt signalisiert wurde, dass dieses Areal nicht für eine Kunsthalle infrage kommt: Zu wenig Parkplätze; keine gute Verkehrsanbindung, so hieß es von Seiten der Stadt. Unser Ansicht ist da mit unzutreffenden Argumenten gearbeitet worden, die wir auch fachlich widerlegen können. Natürlich hat Herr Plattner dann diese Option nach diesen abschreckenden Argumenten gar nicht mehr ernsthaft in Erwägung gezogen.

Warum liegt Ihnen so viel an der historischen Rekonstruktion?

Kuster: Ich denke, dass man in der Stadtverwaltung noch nicht im vollen Umfange begriffen hat, dass es sich hier einst um eine architektonische Dreieinigkeit handelte: das Portal des Langen Stalls, das ja noch heute erhalten ist; der Lange Stall; die Garnisonkirche. Das Dach des Langen Stalls und das Dach der Kirche bildeten eine Korrespondenz. Das ganze Ensemble von der Plantage aus gesehen hatte einen ländlichen Charakter.

Die Verwaltung argumentiert immer mit dem ständig wachsenden Wohnungsbedarf, der befriedigt werden muss.

Kuster: Unserer Auffassung nach handelt es sich beim Langen Stall um einen ganz wichtigen, stadtbildprägenden Ort im innerstädtischen Bereich. Deshalb plädieren wir für diese Rekonstruktion dieses markanten Bauwerks! Das ist wichtiger als ein gesichtsloser Wohnriegel. Außerdem wird in Potsdam doch ohnehin gebaut ohne Ende. Und die Wohnungen an der Plantage wären immens teuer – das wäre sicher kein sozialer Wohnungsbau!

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