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Potsdam Museum soll Abbaukosten abstottern
Lokales Potsdam Museum soll Abbaukosten abstottern
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21:00 14.01.2016
Das Gitter im Flur des Potsdam-Museums. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Posse um die umstrittene Treppenhausvergitterung im Potsdam-Museum geht in die nächste Runde. Nach Mitteilung des für die Baustelle zuständigen Kommunalen Immobilienservices (Kis) soll das Gitter im Jahr 2017 abgebaut werden.

Die 50- bis 80 000 Euro Kosten sollen „nachfolgend bei der Mietberechnung gegenüber dem Fachbereich 24 (Kultur und Museum) berücksichtigt“ werden. Demnach würde das Potsdam-Museum also doch die Abbaukosten über die Miete abstottern.

Diese Variante, die am Donnerstag in der Antwort auf eine kleine Anfrage von Norbert Mensch (CDU) bekannt gegeben wurde, steht im Widerspruch zu einem Stadtverordnetenbeschluss vom Oktober 2015, nach dem die Kosten für den Abbau des Gitters „nicht den Etat des Museums belasten“ dürfen. Beschlossen wurde statt dessen: „Es ist das Verursacherprinzip geltend zu machen.“

Als „Verursacher“ gelten der Kis und Architekt Reiner Becker, die die Konstruktion ohne Absprache mit den politischen Gremien und dem Museum einsetzten. Der Architekt machte künstlerische Freiheit geltend. Nach Angaben des damaligen Baudezernenten Matthias Klipp (Grüne) gab es aber nicht mal eine Genehmigung dafür.

Das Museum reklamiert, dass der vom Gitter verstellte Panoramablick auf den Alten Markt eine zentrale Rolle in der Dramaturgie der ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte spielen sollte.

In der Antwort auf die kleine Anfrage von Mensch nehmen der Kis und die Stadtverwaltung Bezug auf einen Stadtverordnetenbeschluss vom März 2014, mit dem zunächst die Entfernung des Gitters angeordnet wurde. Schon damals gab der Kis bekannt, dass man die Kosten des Abbaus dem Museum über die Miete in Rechnung stellen werde.

Keine Erwähnung findet in der Antwort an Mensch der Beschluss vom Oktober 2015 mit der Festlegung, dass die Verursacher den Abbau finanzieren sollen.

Von Volker Oelschläger

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