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Muss der SV Babelsberg bald umziehen?

Potsdam prüft Schulneubau auf der Sandscholle Muss der SV Babelsberg bald umziehen?

Auf dem größeren der beiden Sportplätze auf der Sandscholle könnte bald Abpfiff sein. Der vom SV Babelsberg 03 bespielte Platz rückt bei der Suche der Stadt nach einem Grundstück für den Neubau einer Grundschule immer weiter in den Fokus. Auch für den Umzug des Platzes gibt es schon Pläne. Mit Babelsberg haben diese allerdings nichts mehr zu tun.

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„Auf die nächsten 20 Jahre!“

Auf der Sandscholle könnte bald Abpfiff sein.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Babelsberg. Dieser Vorschlag riecht nach Ärger: Auf der Suche nach einem Standort für eine weitere, dringend benötigte Grundschule in Babelsberg rückt die Sandscholle und damit einer der Sportplätze des SV Babelsberg 03 immer weiter in den Fokus der Stadtverwaltung.

Nachdem man mehr als 20 Standorte geprüft habe, gebe es noch drei Optionen für den Neubau der dreizügigen Schule, teilte Erik Wolfram, Leiter des Bereichs Stadtentwicklung, am Donnerstag mit. Dabei verorten Option Nummer 1 und 2 den Schulneubau auf dem Sportplatz, die dritte Option auf dem schmalen, dicht mit Bäumen bewachsenen Grundstück zwischen Uhland- und Rudolf-Breitscheid-Straße. Problematisch sind Wolframs Ausführungen zufolge alle drei Varianten.

Variante 1 sieht den Bau der neuen Grundschule auf dem großen Sportplatz an der Sandscholle vor. Dazu müsste der Sportplatz verlegt werden. In diesem Fall an den Horstweg südlich der Nuthe auf der Freifläche zwischen Holfachzentrum und Autowaschanlage. „Das ist nicht mehr so richtig Babelsberg, aber immer noch eine relativ gute Lage“, so Wolfram. Ein Vorteil sei zudem, dass das Grundstück der Stadt gehöre. Ein Teil liegt allerdings im Landschaftsschutzgebiet. Zu bedenken sei auch das Hochwasserrisiko.

Variante 2 sieht ebenfalls den Neubau auf dem Sportplatz vor. Dieser würde nun allerdings an den Bahnhof Rehbrücke verlegt werden. Aus Babelsberg wäre er somit schlecht zu erreichen. Auf dem Waldgrundstück zwischen dem Caputher Heuweg und der Bahntrasse müsste zudem großzügig gerodet werden. Interessant in diesem Zusammenhang: Auf dem sieben Hektar großen Areal, das dem Land gehört, soll – wie bereits 2014 mit dem Schulentwicklungsplan beschlossen – auch eine weiterführende Schule für die Waldstadt entstehen. Die Stadt verhandelt derzeit mit der Landesforst über einen Flächentausch. Auch das erforderliche Ausgliederungsverfahren aus dem Landschaftsschutzgebiet ist laut Wolfram bereits angebahnt.

Variante 3 sieht den Schulbau an der Uhlandstraße vor. Die Verlagerung des Sportplatzes ist dafür nicht nötig. Das Grundstück gehöre der Stadt und habe eine gute Lage im Stadtgebiet. Allerdings handelt es sich bei der Fläche – ein Mischwald mit Eichen – zum Teil um ein gesetzlich geschütztes Biotop. Auch der Zuschnitt sei laut Wolfram ungünstig, zumal die Uhlandstraße das Grundstück quert. Eine Machbarkeitsstudie des Kommunalen Immobilienservice (Kis) laufe.

Die Varianten werden nun in der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung mit Vertretern der Fraktionen sowie im Bau-, Umwelt- und Bildungsausschuss beraten.

Der Bedarf steigt weiter

Der Schulentwicklungsplan 2014-2020 sieht sieben neue Schulen vor und war im April 2014 vor dem Hintergrund des rasanten Bevölkerungswachstums diskutiert und beschlossen worden.

Da das aktuelle Wachstum der Stadt und somit auch der Schülerzahlen über die damalige Prognose hinausgehen, ist bereits seine Erweiterung erforderlich. Vor allem in Babelsberg zeichnet sich ein höherer Bedarf an Grundschulplätzen ab. Auch die Planungen für die weiterführenden Schulen wurden überarbeitet und an die aktuellen Prognosen angepasst.

Von Nadine Fabian

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