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Nach der Pegida-Demo ist vor der AfD-Demo

In Potsdam wird es laut Nach der Pegida-Demo ist vor der AfD-Demo

In der kommenden Woche könnte es in Potsdam wieder richtig laut werden. Zum einen wurde eine zweite Pegida-Demonstration angemeldet. Teilnehmer der Veranstaltung und Gegendemonstranten bringen sich via Internet bereits in Stellung. Lautstarker Protest wahrscheinlich. Zwei Tage später will die AfD auf dem Alten Markt demonstrieren.

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AfD-Demo am 23. September 2015.

Quelle: MAZonline

Potsdam. Vor knapp einer Woche ist der Versuch einiger Pegida-Anhänger gescheitert, einen „Abendspaziergang“ durch Potsdam zu machen. Die Gegendemonstranten waren zahlenmäßig weit in der Überzahl, an ein Verlassen des Treffpunktes am Bassinplatz war für die Rechtsgerichteten nicht zu denken. Nur unter Polizeischutz konnten sie die Landeshauptstadt überhaupt wieder verlassen.

Kaum hatte sich die Aufregung um diese erste Pegida-Demonstration gelegt, wurde erneut ein „Abendspaziergang“ angemeldet. Wieder wollen sich Menschen am Bassinplatz versammeln und „gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren. Ein weiteres Motto der nun angemeldeten Veranstaltung lautet: „Gegen sexuelle Übergriffe an Frauen“.

Ein Thema, dass auch die AfD spätestens seit Silvester stark umtreibt. Für den 22. Januar 2016, so heißt es, hat die Partei eine „Antigewaltkundgebung für die Rechte der Frauen!“ auf dem Alten Markt in Potsdam angemeldet.

AfD fordert Konsequenzen aus Übergriffen in Köln

Bereits kurz nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln ließ die brandenburgische AfD-Fraktion verlauten, dass Deutschland „ein Tollhaus, ein rechtsfreier Raum für muslimisch geprägte, frauenfeindliche Islamisten geworden [ist]!“.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Brandenburger Landtag, Alexander Gauland, schob hinter her, dass Frauen hierzulande auf öffentlichen Plätzen nicht mehr vor Übergriffen geschützt seien. Die Vorfälle in Köln seien „wahrscheinlich nur der Anfang, denn immer noch kommen täglich tausende Asylsuchende über die deutsche Grenze. Die massenhaften Kölner Übergriffe zeugen von der Unmenschlichkeit der Multikulti-Politik und von Merkels Rücksichtslosigkeit gegenüber dem eigenen Volk. Die schrecklichen Erlebnisse der Kölner Frauen, die massenhaft begrabscht, belästigt, erniedrigt und beklaut wurden, sind für die politische Klasse offenbar ein notwendiger Kollateralschaden auf dem Weg in die ,bunte Republik‘.“

Protest vorprogrammiert

Die linksalternative Wählergruppe DIE aNDERE schreibt dazu auf Facebook, dass man sich diesen Termin der „AfD-Menschenfeinde“ merken müsse. Norbert Müller (Linke), Mitglied der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, hält diese angekündigte AfD-für „widerlichen Zynismus pur“ und macht gleich klar: #NoPegidaPdm.

Sascha Krämer, Kreisvorsitzender der Linken, wundert sich gar, dass die AfD als „Kämpferin für die Rechte der Frauen“ auftritt: Die Partei, so Krämer, setze vielmehr „die Frau als politisches Mittel“ ein, „um das zu machen, was ihr politischer Markenkern ist. Sie spielen mit den Ängsten der Menschen“. Da schließt sich sein Parteifreund Sebastian Walter an. Für den stellvertretenden Landesvorsitzenden der Partei ist völlig klar, dass der AfD die „Frauenrechte völlig egal“ sind. Die Partei, so Walter, spiele sich „als die Größten Verteidiger der Gleichberechtigung auf. Für die Opfer von sexualisierter Gewalt ist es reiner Hohn.“ Der AfD, so führt er fort, „geht es nicht um die Opfer, sondern nur darum, dass noch mehr ihrer Kameraden in den Parlamenten sitzen. Und das müssen wir verhindern, denn sie sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems in diesem Land.“

Bei der letzten Demonstration der AfD vor dem Landtagsgebäude wurden rund 80 AfD-Anhänger von etwa 250 Gegendemonstranten umringt.

Von MAZonline

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