Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Nach der Pegida-Demo ist vor der AfD-Demo
Lokales Potsdam Nach der Pegida-Demo ist vor der AfD-Demo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:46 17.01.2016
AfD-Demo am 23. September 2015. Quelle: MAZonline
Anzeige
Potsdam

Vor knapp einer Woche ist der Versuch einiger Pegida-Anhänger gescheitert, einen „Abendspaziergang“ durch Potsdam zu machen. Die Gegendemonstranten waren zahlenmäßig weit in der Überzahl, an ein Verlassen des Treffpunktes am Bassinplatz war für die Rechtsgerichteten nicht zu denken. Nur unter Polizeischutz konnten sie die Landeshauptstadt überhaupt wieder verlassen.

Kaum hatte sich die Aufregung um diese erste Pegida-Demonstration gelegt, wurde erneut ein „Abendspaziergang“ angemeldet. Wieder wollen sich Menschen am Bassinplatz versammeln und „gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren. Ein weiteres Motto der nun angemeldeten Veranstaltung lautet: „Gegen sexuelle Übergriffe an Frauen“.

Ein Thema, dass auch die AfD spätestens seit Silvester stark umtreibt. Für den 22. Januar 2016, so heißt es, hat die Partei eine „Antigewaltkundgebung für die Rechte der Frauen!“ auf dem Alten Markt in Potsdam angemeldet.

AfD fordert Konsequenzen aus Übergriffen in Köln

Bereits kurz nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln ließ die brandenburgische AfD-Fraktion verlauten, dass Deutschland „ein Tollhaus, ein rechtsfreier Raum für muslimisch geprägte, frauenfeindliche Islamisten geworden [ist]!“.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Brandenburger Landtag, Alexander Gauland, schob hinter her, dass Frauen hierzulande auf öffentlichen Plätzen nicht mehr vor Übergriffen geschützt seien. Die Vorfälle in Köln seien „wahrscheinlich nur der Anfang, denn immer noch kommen täglich tausende Asylsuchende über die deutsche Grenze. Die massenhaften Kölner Übergriffe zeugen von der Unmenschlichkeit der Multikulti-Politik und von Merkels Rücksichtslosigkeit gegenüber dem eigenen Volk. Die schrecklichen Erlebnisse der Kölner Frauen, die massenhaft begrabscht, belästigt, erniedrigt und beklaut wurden, sind für die politische Klasse offenbar ein notwendiger Kollateralschaden auf dem Weg in die ,bunte Republik‘.“

Protest vorprogrammiert

Die linksalternative Wählergruppe DIE aNDERE schreibt dazu auf Facebook, dass man sich diesen Termin der „AfD-Menschenfeinde“ merken müsse. Norbert Müller (Linke), Mitglied der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, hält diese angekündigte AfD-für „widerlichen Zynismus pur“ und macht gleich klar: #NoPegidaPdm.

Sascha Krämer, Kreisvorsitzender der Linken, wundert sich gar, dass die AfD als „Kämpferin für die Rechte der Frauen“ auftritt: Die Partei, so Krämer, setze vielmehr „die Frau als politisches Mittel“ ein, „um das zu machen, was ihr politischer Markenkern ist. Sie spielen mit den Ängsten der Menschen“. Da schließt sich sein Parteifreund Sebastian Walter an. Für den stellvertretenden Landesvorsitzenden der Partei ist völlig klar, dass der AfD die „Frauenrechte völlig egal“ sind. Die Partei, so Walter, spiele sich „als die Größten Verteidiger der Gleichberechtigung auf. Für die Opfer von sexualisierter Gewalt ist es reiner Hohn.“ Der AfD, so führt er fort, „geht es nicht um die Opfer, sondern nur darum, dass noch mehr ihrer Kameraden in den Parlamenten sitzen. Und das müssen wir verhindern, denn sie sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems in diesem Land.“

Bei der letzten Demonstration der AfD vor dem Landtagsgebäude wurden rund 80 AfD-Anhänger von etwa 250 Gegendemonstranten umringt.

Von MAZonline

Potsdam Sauberkeit in den Stadtteilen - Potsdam braucht mehr „Abfallhaie“

Es gibt Gegenden in Potsdam, wo es um Sauberkeit und Ordnung besonders schlimm bestellt ist; einige Kieze sind mülleimerfrei oder haben kein einziges Hundeklo. Ungezählte Papierkörbe sind viel zu klein. Das soll jetzt anders werden. Die Stadt schafft neue Anlagen an und saniert die alten. Mehr Geld als bisher kostet das alles nicht.

17.01.2016
Potsdam Zuzug und Bevölkerungsprognose - Jetzt kommen die Alten nach Potsdam

Potsdam zieht junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren magisch an. Das ist keine neue Nachricht. Was aber überrascht an einer aktuellen Bevölkerungsstudie ist dies: Potsdam ist auch attraktiv für Ältere – überdurchschnittlich im Bundesvergleich. Doch gibt es auch genug Angebote für die Senioren?

17.01.2016
Potsdam Deutsch-Israelischer Dialog - Präsidenten zu Gast

Die Villa Schöningen wurde am vergangenen Donnerstag Schauplatz für große Reden und große Worte. Neben der EU-Kennzeichnungspflicht war auch die Flüchtlingssituation ein Thema. Der Präsident des Europäischen Parlaments fand dabei harte Worte.

17.01.2016
Anzeige