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Potsdam Nachbarschaftshäuser werden Teil der Pro Potsdam
Lokales Potsdam Nachbarschaftshäuser werden Teil der Pro Potsdam
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16:01 30.08.2018
Daniel Beermann vom Verein Soziale Stadt. Quelle: Foto: Peter Degener
Potsdam

Die drei Potsdamer Nachbarschaftshäuser „Oskar“ in Drewitz, das Friedrich-Reinsch-Haus am Schlaatz, und der Quartierstreff Staudenhof sollen künftig nicht mehr vom Verein Soziale Stadt, sondern von der städtischen Pro Potsdam betrieben werden. Die kommunale Immobilienholding will dafür eine neue gemeinnützige Gesellschaft gründen. Vertreter der Stadt und der Pro Potsdam stellten die Pläne am Donnerstag vor.

Verein will immensen Verwaltungsaufwand abgeben

„An Vereine werden immer höhere Anforderungen gestellt, was das Rechnungs- und Personalwesen und die IT-Technik angeht. Wir wollen daher die Administration der Stadtteilarbeit in die Pro Potsdam überführen“, erklärte Pro Potsdam-Geschäftsfüher Jörn-Michael Westphal. Auch der Aufwand für Dokumentation und Abrechnung größerer Förderprogramme wachse immer weiter.

Von Vereinsseite wird der immense Aufwand bestätigt. „Die Verwaltungsinfrastruktur macht uns zu schaffen. Wir können nicht in allen Bereichen Mitarbeiter vorhalten und sind deshalb sehr aufgeschlossen unter das Dach der Pro Potsdam zu gelangen“, sagte Daniel Beermann, der Geschäftsführer des Vereins Soziale Stadt. Seine haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sollen sich stattdessen wieder vermehrt auf Projekte und die eigentlich soziale Arbeit in den Kiezen konzentrieren können.

Stadtverordnete sollen Plan am Mittwoch bestätigen

Der Verein wird bislang jährlich mit 300 000 Euro von der Pro Potsdam gefördert. „Diese Summe soll auch die Grundfinanzierung der neuen Gesellschaft sein“, kündigte Westphal an. Am Mittwoch sollen die Stadtverordneten das Vorhaben beschließen. Anschließend will die Pro Potsdam die genaue Umsetzung prüfen und dem Stadtparlament noch in diesem Jahr einen endgültigen Vorschlag machen.

Verträge der Vereinsmitarbeiter bleiben unberührt

Viele Fragen sind noch ungeklärt – etwa, ob es einen eigenen Geschäftsführer für die gemeinnützige Gesellschaft geben wird, oder ob das Aufgabenfeld eines der amtierenden Pro-Potsdam-Geschäftsführer vergrößert wird. „Daniel Beermann wird auf jeden Fall weiter involviert sein“, betonte Westphal. Das gleiche soll für die 20 Mitarbeiter des Vereins Soziale Stadt gelten, auf deren Engagement und Erfahrung man nicht verzichten wolle. „Die Arbeitsverträge sollen unberührt bleiben“, sagt Westphal.

Mit 17 000 Wohnungen im Bestand – jeder fünften Wohnung in der Stadt – habe die Pro Potsdam als kommunales Unternehmen eine besondere Verantwortung über Mietverträge und technische Instandhaltung hinaus, so Westphal.

Kerstin Kirsch, Chefin der Wohnungsverwaltung der Pro Potsdam, nannte es eine „Kernaufgabe“, die Menschen in den Wohngebieten zusammenzubringen – durch Projekte und ein attraktives Wohnumfeld.

Friedrich-Reinsch-Haus für Bundespreis nominiert

Dass der Verein Soziale Stadt dies seit Jahren erfolgreich betreibt, konnte Daniel Beermann durch eine Auflistung der Aktivitäten eindrucksvoll beweisen. Stadtteilfeste, eine regelmäßige Amateur-Kulturbühne und zahlreiche Kurse für Kinder und Senioren oder Sportprojekte werden durch den Verein und seine Helfer seit zum Teil seit Jahren ermöglicht. Das Programm des Friedrich-Reinsch-Hauses könnte jetzt sogar eine bundesweite Auszeichnung erhalten. Am Mittwoch wird in Berlin der Deutsche Nachbarschaftspreis verliehen – die Schlaatzer Begegnungsstätte befindet sich unter den Nominierten für den Bundespreis.

Von Peter Degener

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