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Potsdam Neptuns Rückkehr nach 20 Jahren
Lokales Potsdam Neptuns Rückkehr nach 20 Jahren
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00:21 29.06.2018
Neptungrotte Quelle: Christel Köster
Sanssouci

Happy End für den Meeresgott und seine Najaden: Gestern ist die restaurierte marmorne Skulpturengruppe des Neptun mit dem Dreizack, der von Wassernymphen flankiert wird, auf das Dach der Neptungrotte im Park Sanssouci zurückgekehrt –nach 20-jähriger Abwesenheit und Lagerung im Depot. Am 10. Oktober soll das Wasser wieder in der Grotte sprudeln. Die Figurengruppe des Neptun krönt den Bau, dessen Gesamtsanierungskosten mit 3,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Witterung und Vandalismus hatten dem Schmuckstück in der Nähe des Obelisk-Portals stark zugesetzt. Dass die Grotte bald wieder in altem Glanz da stehen wird, ist unter anderem der Unterstützung von TV-Moderator Günther Jauch und der Hilfe der Arbeitsgemeinschaft Schlössernacht zu verdanken. Seit 2013 läuft die Instandsetzung der Grotte und des Vorplatzes.

Ein holpriger Beginn

Ursprünglich war die Geschichte des Neptun und seiner Wassernymphen eher holprig verlaufen.Schon die Anfertigung der Figuren hatte sich nicht einfach gestaltet. Der Drei-Meter-Block aus edlem Carrara-Marmor, aus demder Neptun gehauen wurde, blieb drei Jahre im Hafen der italienischen Stadt Livorno liegen, ehe er die Reise nach Deutschland antreten konnte. Friedrich der Große hatte sich die Grotte nebst plätscherndem Nass gewünscht. „Der absolutistische Herrscher herrscht auch über die Natur“, erläuterte gestern Dirk Dorsemagen, Referatsleiter Hochbau bei der Schlösserstiftung, gestern den Wunsch des Königs, die Landschaft nach seinem Willen zu formen.

Wasserspiele ohne Wasser

Die beiden Seitenpfeiler der Grotte sind mit je vier untereinander stehenden muschelförmigen Becken geschmückt. Aus den Krügen der Nymphen sollte sich Wasser in die Becken ergießen – eigentlich. Denn der damalige Stand der Technik machte den ehrgeizigen Plänen des Königs einen Strich durch die Rechnung. So musste die zwischen 1751 und 1757 erbaute Grotte jahrzehntelang ohne Wasser auskommen. Erst der Einsatz der Dampfkraft ermöglichte 1842 in der Regierungszeit Friedrich Wilhelms IV. den Betrieb der Wasserspiele im Park Sanssouci. Die Inbetriebnahme wurde mit einem opulenten Fest gefeiert.

Von Ildiko Röd

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