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Neue App für Potsdams Nachtleben

Wo geht was? Neue App für Potsdams Nachtleben

Immer wissen, wo man in Potsdam am besten den Abend verbringen kann. Für alle Nachtschwärmer gibt es jetzt dafür die richtige App. „Potsdam Nights“ weist den Weg zur Tanzbar, zu den besten Cocktails und zum Billardtisch in der brandenburgischen Landeshauptstadt.

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Marian Menzel hat die App „Potsdam Nights“ für iPhone und Android-Handys entwickelt.

Quelle: Marcel Kirf

Potsdam. Ich hab Lust auf... Darts. Cocktails. Tanzen gehen. Doch wo geht das? Wo ist heute was los? Welcher Laden hat auf? Marian Menzel weiß nur zu gut, wie es ist, wenn man zuhause sitzt, alleine oder mit Freunden, und etwas erleben will. Aber die rechte Idee fehlt, der letzte Anstoß oder die bloße Information, was überhaupt geboten ist. Veranstaltungskalender, Stadtmagazine: nie zur Hand, wenn man sie braucht. Gut gepflegte Überblicksseiten im Internet: Fehlanzeige. „Man kann sich natürlich von Website zu Website hangeln“, sagt der 28-Jährige, „sofern man weiß, wo man suchen muss. Da ist dann mal mehr, mal weniger drauf. Aber was mir immer gefehlt hat, ist ein Ort, wo ich mich aus einer Hand über alles informieren kann. Von überall aus. Ohne viel Aufwand.“ Also entwickelte der Unternehmer zunächst unter www.potsdamnights.de selbst eine Online-Plattform für Veranstaltungen in Potsdam, seit drei Wochen ist das Ganze nun über die App „Potsdam Nights“ möglich.

In recht einfacher Optik gibt das kleine Programm für Smartphones (iPhone und Android) in verschiedenen Kategorien einen Überblick über das Potsdamer Nachtleben. „Das Design ist selbstgemacht“, bekennt Menzel. „Das ist nicht meine Kernkompetenz. Mir war wichtig, dass erstmal die Infrastruktur steht. Wenn alles angelaufen ist, kann man da eventuell mal wen drübergucken lassen.“ Besagte Infrastruktur stehe nun zu 90 Prozent. „Wir befinden uns am Ende der BETA-Phase“, so Menzel. Die App läuft, rund 1000 Nutzer haben sie bisher heruntergeladen und fast täglich kommen neue Funktionen hinzu.

Unter dem Punkt „Aktuell“ wird angezeigt, was gerade im Moment los ist. Die Kategorie „Locations“ informiert über Veranstaltungsorte, ihre Besonderheiten und darüber, ob diese derzeit geöffnet sind. 18 Potsdamer Lokalitäten und Veranstalter sind bisher dabei. Sie beschicken die App mit Terminen, halten sie so auf dem Laufenden. Unter „Events“ ist gelistet, was in nächster Zeit ansteht. Und in der „Galerie“ kann man sich auf Fotos von vergangenen Ereignissen wiederentdecken. Mit der „Ich hab Lust auf...“-Funktion soll man künftig nach Interessen filtern können. Ist die kritische Masse von rund 5000 Usern erreicht, könne auch eine Community eingerichtet werden, so Menzel über Zukunftspläne: eine Gemeinschaft, aus der heraus man sich mit Gleichgesinnten verabreden könne.

Für Nutzer ist die App kostenlos. Auch Veranstalter können ihre Termine einstellen lassen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Menzel verfährt nach dem Freemium-Modell: der einfache Eintrag erfolgt gratis, erst wenn ein Kunde mehr möchte – eine Kennzeichnung als Highlight zum Beispiel, einen längeren Text oder ein Werbebanner – entstehen Kosten. Diese werden dann auf Grundlage der Seitenaufrufe abgerechnet: je öfter ein Premium-Inhalt angeklickt wird, desto teurer wird er.

Gefiltert werden die Einträge derzeit noch von Marian Menzel persönlich, so kann er verhindern, dass das Programm mit Spam überfrachtet wird. Auf drei Wegen kommen die Informationen zu ihm: mittels E-Mail, über ein Formular auf der Homepage und über einen automatisierten Facebook-Connector, mit dem man im sozialen Netzwerk angelegte Veranstaltungseinladungen mit der App verbinden kann.

„Potsdam hat so viel zu bieten, aber die Leute wissen oft nichts davon“, sagt Marian Menzel. Dass nicht wenige zum Feiern nach Berlin fahren würden, läge nicht zuletzt an diesem Informationsdefizit. Ihm selbst sei es so ergangen, als er nach einem Studium bei Heilbronn nach Potsdam zurückkehrte, erzählt der gebürtige Wustermarker. Diskotheken, die er von früher kannte, gab es nicht mehr, von neuen hatte er noch nicht gehört. „Und denken Sie mal an die Touristen!“, so Menzel. Auch die seien dankbar für einen schnellen Überblick darüber, was sie an diesem Abend in Potsdam noch erleben können. Bisher konzentrieren sich die App-Einträge auf Veranstaltungen in Kneipen, Diskotheken und Clubs. Das klassische Nachtleben steht im Vordergrund. Künftig möchte Marian Menzel „Potsdam Nights“ auch für die Hochkultur öffnen, „aber filterbar“, so der Unternehmer. „Für Theater, Konzerte und Lesungen gibt es genug Anbieter, aber ich möchte diesen Bereich auch nicht ausschließen.“ Längerfristig seien auch Ableger-Apps denkbar: „Potsdam am Tage“ etwa oder „Potsdam Kultur“.

Von Marcel Kirf

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