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Potsdam Neue Flöße für Huckleberrys Tour
Lokales Potsdam Neue Flöße für Huckleberrys Tour
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20:12 12.03.2014
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Potsdam

Die 16 Flöße, die zur Zeit in Potsdam fahren, sollen laut Huckleberrys-Kapitän Ole Bemmann überholt und dann in die Nähe von Schmöckwitz am Südrand von Berlin gebracht werden. Am 1. Mai soll dort die zweite Huckleberrys-Floßstation öffnen.

Noch im Eröffnungsjahr wuchs die kleine Flotte auf sechs Fahrzeuge. 2008 und 2009 kamen weitere Flöße hinzu. Die Nachfrage sei enorm, sagt Bemmann. Begonnen habe er mit 321 Vermietungen im Jahr. 2009 seien es rund 1000 Vermietungen, 2010 rund 1850 Vermietungen, 2011 rund 2800 Vermietungen gewesen. 2013 wurden die Flöße fast 3000 Mal gebucht. Mehr geht mit der vorhandenen Kapazität kaum, sagt der Kapitän: "In Potsdam könnten wir locker 40 Flöße auslasten."

Die Huckleberrys-Floßstation am Ufer der Schiffbauergasse. Im Hintergrund das Hans-Otto-Theater. Quelle: Christel Köster

Doch das wären zu viele Fahrzeuge für die Gewässerfläche rings um die Stadt. Expandiert wird deshalb in andere Reviere. Der sechsstellige Kredit zum Ankauf der 20 neuen Flöße wird laut Bemmann durch die Bürgschaftsbank des Landes abgesichert. Mittelfristig will er mit seinen Fahrzeugen auch ins Ausland gehen. Anfragen gebe es aus Amerika, Frankreich, Irland und Singapur. Spezieller Trumpf der Potsdamer Firma ist der Name. Huckleberrys Tour ist ebenso geschützt wie der Name der Schwesterfirma Tom Sawyers Tours in Neustrelitz. "Wir haben die Geschichte zu den Flößen", sagt Bemmann.

Floßsaison ist das ganze Jahr: "Der Potsdamer Hafen ist immer offen. Zu Silvester, zu Weihnachten; solange das Wasser eisfrei ist, solange ist unsere Station auch geöffnet." Zum Programm in der Adventszeit zählten Ausflüge über den Jungfernsee nach Sacrow mit einer Einkehr im Rittersaal. 

MAZ UND HUCKLEBERRYS VERLOSEN EINE ABENTEUERTOUR

  • Die MAZ schickt gemeinsam mit Huckleberrys Tour in der Schiffbauergasse eine unternehmungsfreudige Leserfamilie mit bis zu vier Teilnehmern auf eine dreitägige Abenteuerfloßfahrt von Mecklenburg die Havelgewässer abwärts bis nach Potsdam.
  •  Für die Tour benötigt werden Proviant, wetterfeste Kleidung, Isomatten und warme Schlafsäcke. Auf dem Floß gibt es eine Kochgelegenheit.
  •  Das Floß und der Treibstoff werden von Huckleberrys Tour zur Verfügung gestellt. Zur Grundausstattung gehören neben Zubehör wie Ankern, Bootshaken und Paddeln auch Schwimmwesten und verschließbare Staukisten.
  •  Die Fahrt beginnt am Freitag, 28. März, in Neustrelitz. Zielhafen ist die Schiffbauergasse in Potsdam.
  •  Teilnahmebedingung ist ein selbstgemaltes Bild zum Thema Abenteuerfloßfahrt, das per Post an die Märkische Allgemeine Zeitung, Lokalredaktion Potsdam, Friedrich-Engels-Straße 24, 14773 Potsdam, geschickt wird. Möglich ist auch die Einsendung des Bildes per Mail an potsdam-stadt@mazonline.de. Die Telefonnummer bitte nicht vergessen!
  •  Einsendeschluss ist Donnerstag, der 20. März. Der Gewinner wird ausgelost und umgehend über das weitere Verfahren informiert.

Nach Potsdam kommen die neuen Flöße in vier Schüben. Am 28. März werden die ersten fünf Fahrzeuge in Neustrelitz aufs Wasser gesetzt, der letzte Konvoi soll am 6. Juni starten. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von sechs bis acht Kilometern pro Stunde sollen sie nach gut zweieinhalb Tagen über die Havelgewässer in Potsdam anlanden. Die alten Flöße werden mit der Ankunft der neuen ebenso schubweise in das 30Wasserstraßenkilometer entfernte Schmöckwitz gebracht.

Mit der Vergrößerung der Potsdamer Flotte um vier Flöße wird in einer Rochade das wesentlich größere Partyfloß nach Berlin abgegeben, das bisher als Zentrale im Potsdamer Heimathafen diente. Laut Bemmann soll es am kommenden Mittwoch zur Überholung auf das Trockendock gebracht werden.

Ole Bemmann mit dem Hafenmaskottchen Rammstein. Quelle: Christel Köster

Eine zweite größere Investition steht in diesem Jahr voraussichtlich noch mit dem Aufbau einer eigenen Steganlage an. Bisher müssen Fahrgäste über die nebeneinander liegenden Flöße klettern. Zur Verzögerung des bereits vor einigen Jahren geplanten Stegbaus kam es, weil bis zuletzt offen war, wie nahe das Theaterschiff als jüngster Zuzügler an die Floßstation heran gesetzt wird. Wie berichtet, fand sich ein Kompromiss mit der Verschiebung des Steges für das Theaterschiff um einige Meter Richtung Hans-Otto-Theater. Seit einigen Wochen bildet es auf seinem neuen Liegeplatz ein Dreieck mit der Tanzfabrik auf der linken und dem Theaterhaus auf der rechten Seite. Für Bemmann ist die schwimmende Bühne eine "superschöne" Verbindung zwischen den Kultureinrichtungen am Land und den touristischen Angeboten auf dem Wasser.

Von Volker Oelschläger

www.huckleberrys-tour.de

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