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Neue Grundschule am Filmpark: Sandscholle gerettet?

Streit in Potsdam-Babelsberg Neue Grundschule am Filmpark: Sandscholle gerettet?

Im Streit um den Standort einer neuen Grundschule in Potsdam-Babelsberg bahnt sich eine Lösung an. Wie am Dienstag im Bauausschuss bekannt wurde, könnte das dringend benötigte Gebäude am Rande des Filmparks entstehen. Damit wäre der Sportplatz Sandscholle gerettet.

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Der Sportplatz „Sandscholle“ könnte nun doch erhalten bleiben.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Im Streit um den Standort einer neuen Grundschule in Babelsberg bahnt sich eine einvernehmliche Lösung an. Wie am Dienstag im Bauausschuss bekannt wurde, könnte das dringend benötigte Gebäude am Rande des Filmparks entstehen. Die Fraktion der Grünen hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Filmpark-Inhaber Friedhelm Schatz hat bereits Zustimmung signalisiert. Damit wäre das Thema Sandscholle vom Tisch. „Die SPD-Fraktion begrüßt den Vorstoß der Grünen und hofft auf eine erfolgreiche Prüfung der sich bietenden Gelegenheit, den Sportplatz „Sandscholle“ zu erhalten und stattdessen die benötigte Schule auf dem Gelände der Medienstadt zu errichten“, sagte SPD-Fraktionschef Pete Heuer.

Filmpark-Besitzer Schatz plant derzeit Großes und will auf dem einstigen Defa-Gelände neben der Metropolishalle ein Kongresszentrum mit Hotel und Parkhaus bauen. Nun könnte noch die dringend benötigte 3-zügige Grundschule mit Hort und Sporthalle hinzukommen. Platz wäre vorhanden. Die Schule soll zwischen Filmpark und Straße An der Sandscholle in unmittelbarer Nähe zur Fröbel-Kita entstehen.

Filmpark-Chef Friedhelm Schatz

Filmpark-Chef Friedhelm Schatz

Quelle: Julian Stähle

Um den Standort für eine neue Grundschule in Babelsberg war lange gerungen worden. Gegen den Schulneubau auf dem Sportplatz Sandscholle, der seit über 100 Jahre als Sportstätte genutzt wird, hatte sich eine Initiative formiert, die über 2200 Unterschriften zusammentrug.

Schließlich hatten sich Stadtpolitiker, Vertreter der Kommune und der Babelsberger Sportvereine in der Arbeitsgemeinschaft Schulneubau trotz großer Vorbehalte auf den Rasenplatz der Sandscholle als Schulstandort geeinigt. Allerdings wäre dort mit einer Fertigstellung des Neubaus nicht vor dem Jahr 2027 zu rechnen gewesen, da die Stadt für den traditionsreichen Sportplatz erst Ersatzsportflächen hätte schaffen müssen. Diese sind in der Nähe des Bahnhofs Rehbrücke vorgesehen, liegen aber in einem Landschaftsschutzgebiet, das umgewidmet werden müsste. Kritiker bemängelten außerdem, dass an der Sandscholle keinerlei Infrastruktur für die zu erwartende Zunahme des Autoverkehrs vorhanden sei.

Die Fraktion Die Andere warf der Stadtverwaltung vor, Alternativvorschläge wie ein Grundstück an der Glasmeisterstraße oder das Apolloniahaus an der Großbeerenstraße nicht hinreichend geprüft zu haben.

Von Jens Trommer und Ildiko Röd

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