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Kita-Gebühren in Potsdam steigen

Besserverdienende sollen zahlen, Geringverdiener sind befreit Kita-Gebühren in Potsdam steigen

Eine neue Beitragssatzung für die Kitabetreuung soll ab September in Potsdam gelten. Die Einkommensgrenze, ab denen Beiträge gezahlt werden müssen, soll von 12 500 Euro auf 17 000 Euro angehoben werden. Es gibt aber auch Eltern, die künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Stadt möchte mit der Satzung für soziale Gerechtigkeit sorgen.

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Besserverdienende Potsdamer Eltern müssen bald mehr Kita-Gebühren zahlen.

Quelle: dpa

Potsdam. Mehr als 54 Millionen Euro beträgt der städtische Zuschuss für Kitas in diesem Jahr – deshalb sollen die Elternbeiträge zum 1. September steigen. Während künftig für mehr Geringverdiener die Betreuungsgebühren entfallen, müssen Besserverdienende tiefer ins Portmonee greifen.

Die neue Beitragssatzung soll für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen. „Wir entlasten Familien mit geringem Einkommen“, sagte die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger (parteilos) am Freitag. Künftig braucht keine Beiträge für Krippe, Kindergarten oder Hort zu bezahlen, wer über ein Brutto-Jahreseinkommen von bis zu 17 000 Euro verfügt. Bislang liegt die Grenze bei 12 500 Euro.

Künftig seien 2755 Eltern oder Alleinerziehende freigestellt. Unverändert bleiben die Beiträge für Eltern mit Jahreseinkommen zwischen 17 001 und 79 500 Euro. Beispiel: Für ein Kind, das acht Stunden täglich in der Krippe betreut wird, müssen 343 Euro, für ein Kindergartenkind 264, für ein Hortkind 173 Euro.

Diese Familien müssen künftig mehr zahlen

Ab einem Jahreseinkommen von 79 500 Euro werden die bislang einheitlichen Beiträge gestaffelt – schätzungsweise 2200 Eltern werde die neue Regelung betreffen, sagte die Beigeordnete. Die höchsten Sätze müssen künftig Eltern mit einem Jahreseinkommen ab 149 501 Euro zahlen. Beispiel: Für ein Kind, das in der Krippe acht Stunden betreut wird, werden 555 Euro fällig, für ein Kindergartenkind 330 Euro, für ein Hortkind 237 Euro.

„Rabatt“ bekommen Familien mit mehreren Kindern. Beim zweiten Kind werden 20 Prozent Nachlass, beim dritten 40, ab dem vierten Kind 50 Prozent Nachlass auf die Kita-Beiträge gewährt. Die bisherige Elternbeitragsordnung stammt von 2003: Elona Müller-Preinesberger zeigte sich stolz auf „seit mehr als zwölf Jahren Beitragsstabilität“ – obwohl in den vergangenen sechs Jahren die Stadt wegen gestiegener Betriebs- und Personalkosten mehr Geld in die Kita-Betreuung stecken musste. Waren es 2009 noch 40 Millionen Euro, werden es im nächsten Jahr rund 55,5 Millionen Euro sein. Tendenz steigend, denn Potsdam wächst nach wie vor.

Eltern sollen angemessen beteiligt werden

Rund 921 000 Euro sollen die neuen Beiträge in die Stadtkasse spülen. Ein Tropfen auf den heißen Stein zwar, aber „wir wollen und können die Eltern auch nur angemessen beteiligen“, sagte Elona Müller-Preinesberger. Angst, dass Eltern mit höheren Einkommen vergrätzt werden, hat die Sozialbeigeordnete nicht: „Eine private Kita ist noch teurer.“ Außerdem können die Betreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden. In ihrer Juni-Sitzung befassen sich die Stadtverordneten mit der neuen Beitragssatzung.

Von Ricarda Nowak

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