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Potsdam Neue Montessori-Schule öffnet im August 2018
Lokales Potsdam Neue Montessori-Schule öffnet im August 2018
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09:37 15.12.2017
Noch im Bau: Die neue Montessori-Schule in der Gagarinstraße Am Stern. Es ist das größte Bildungsvorhaben bislang. Mehr als 35 Millionen Euro kostet es.
Am Stern

Im kommenden Sommer eröffnet in Potsdam eine zweite Montessori-Schule. „Die Nachfrage ist groß“, sagt der Potsdamer Schulrat Eckhard Dörnbrack. „Die Oberschulen mussten bisher alle Eltern mit Wünschen nach dieser Schulart ablehnen. Eine Montessori-Schule reicht einfach nicht aus.“ Die neue Schule liegt im Stadtteil Am Stern und wird eine Gesamtschule sein. Ab August können dort Schüler in der Sekundarstufe ab der siebten und elften Klasse unterrichtet werden. Ab dem Schuljahr 2019/20 können dann auch Schüler ab der ersten Klasse dort zur Schule gehen. „Wir freuen uns, dass nun nicht mehr nur im Westen Potsdams dieses reform-pädagogische Angebot besteht, sondern dass es zukünftig auch im Süden der Stadt eine Montessori-Schule geben wird“, sagt Noosha Aubel, Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport.

Der kommissarische Schulleiter Simon Friedrich-Raabe (42) steht nun vor der Aufgabe, interessierte Eltern und Kinder über die neue Schule zu informieren. So etwa am Donnerstag, 14. Dezember um 18.30 Uhr im Club 18 im Stadtteil Am Stern. „Wir werden maximal 150 Schüler aufnehmen“, sagt er. „Und werden versuchen, die Gruppen in den meisten Bereichen klein, bei maximal 16 Schülern, zu halten.“

Der kommissarische Schulleiter der Montessorie-Gesamtschule am Stern, Simon Friedrich-Raabe Quelle: Annika Jensen

Friedrich-Raabe ist derzeit der stellvertretende Schulleiter der Montessori-Schule in Potsdam West. Seit fünf Jahren unterrichtet er dort. Davor war er vier Jahre an der deutschen Schule in Shanghai. „An unserer Schule werden drei Punkte wesentlich sein: Die Erziehung zu Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und Verantwortungsübernahme – die individuelle Entwicklung soll erkannt und unterstützt werden – und wir fragen uns, unter welchen Umständen Lernen am besten gelingen kann.“ Ein Konzept des „Wie lässt sich am besten lernen“, besteht für Friedrich-Raabe und seine Kollegen im Lernen in großen Zusammenhängen. Das bedeutet, dass die Unterrichtsstunden 90 Minuten dauern und dass es große Projektthemen geben wird. Diese behandeln die Schüler an einem Projekttag in der Woche fächerübergreifend und in einer kompletten Woche im Monat außerhalb der Schule in der Praxis. Dann sollen die Schüler und Lehrer mit externen Experten zusammenarbeiten. In der Oberstufe arbeiten die Schüler so etwa mit Profis vom Hasso-Plattner-Institut zusammen.

Die Montessori-Pädagogik

Die Montessoripädagogik wurde ab 1907 von der italienischen Ärztin und Philosophin Maria Montessori (1870-1952) und anderen Pädagogen entwickelt. Es umfasst die Erziehung vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen.

Das Prinzip beruht auf dem Bild des Kindes als „Baumeister seiner Selbst“. Das besondere Kennzeichen ist deshalb die Form des offenen Unterrichtes und der Freiarbeit, die damals das erste Mal angewandt wurden.

Der Lehrer soll das Kind beobachten und so erkennen, welche didaktischen Techniken bei ihm anzuwenden sind. Er orientiert sich demnach an den individuellen Bedürfnisse des Kindes. Dadurch soll der Lernprozess optimal gefördert werden.

Heute wird die Montessori-Pädagogik an vielen Schulen weltweit angeboten.

„Uns ist es wichtig, gemeinsam zu lernen und nicht in Konkurrenz zueinander“, sagt Friedrich-Raabe. „Wir wollen eine Schule für alle sein. Das bedeutet auch Inklusion von Schülern mit Förderbedarf.“ Die Kinder lernen in altersgemischten Lerngruppen und bekommen keine Hausaufgaben. Zudem bekommen sie erst ab der 9. Klasse Noten. Ab Februar können sich die Schüler bewerben. Weiter Informationen gibt es unter: www.potsdam-montessori.de

Von Annika Jensen

Erfahrung hat sie national und international. Die Biologin und Wissenschaftsmanagerin Agnes von Matuschka war schon in Großbritannien, den USA und an der Europäischen Kommission in Brüssel tätig. Zuletzt baute sie die Gründungsförderung der TU Berlin mit auf. Nun übernimmt sie das Management des Wissenschaftsparks Golm. Dabei hat sie ambitionierte Ziele.

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