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Neue Pläne für die Potsdamer Garnisonkirche
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Streit über Kapelle des Bauprojekts beigelegt Neue Pläne für die Potsdamer Garnisonkirche

Der seit 2011 schwelende Streit um das Aussehen der künftigen Kapelle im Garnisonkirchturm, der zeitweilig die Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche (FWG) und die Stiftung Garnisonkirche zu spalten drohte, konnte am Wochenende gütlich beigelegt werden. 

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Quelle: REPRO AUS MAX BAUR: DAS ALTE POTSDAM

Potsdam. Auf der jährlichen Mitgliederversammlung der Fördergesellschaft hat Architekt Thomas Albrecht (Architekturbüro Hilmer, Sattler & Albrecht) Pläne für die neue Kapellengestaltung vorgelegt, die nun anstelle des ursprünglich geplanten achteckigen Raums umgesetzt werden soll.

Statt des Achtecks kommt ein kreuzförmiger Grundriss. Dieser erinnert deutlich an den ursprünglichen „Kreuzgang“ im Inneren des Turms. Dort, wo sich einst die beiden düsteren Gänge im Mittelpunkt des Turms kreuzten, befand sich nach der Zerstörung des Kirchenschiffs der kleine Andachtsraum der Heilig-Kreuz-Gemeinde. Der neue Kreuz-Grundriss ist also auch eine Reminiszenz an den historischen Andachtsort, der für viele alte Potsdamer auch ein Symbol des Durchhaltewillens einer kleinen Gemeinde in Zeiten der staatlichen Repression ist.

Änderung Nummer zwei betrifft die Deckenhöhe. Gleich um ein ganzes Stockwerk wird der Kapellenbau nun geschrumpft: von zwölf auf neun Meter Höhe. „Dadurch verliert die Kapelle ihren kathedralenartigen Charakter“, erklärte gestern der Vorsitzende der Fördergesellschaft, Burkhart Franck (siehe Interview). Bei der Mitgliederversammlung am Wochenende hatte die FWG nach der Präsentation der neuen Pläne einhellige Zustimmung signalisiert.

Wie berichtet, hatte sich die Kritik am Kapellenentwurf des namhaften Architekturbüros Hilmer, Sattler & Albrecht am achteckigen lichtdurchfluteten Raum entzündet: zu modern, zu wenig der früheren dunklen Anmutung entsprechend, zu sehr Stilbruch mit der Tradition des Garnisonkirche, zu sehr südländische „Ravenna-Architektur“ im preußischen Norden – so lauteten die Einwände am heiß diskutierten Entwurf Albrechts. Burkhart Franck, Chef der Fördergesellschaft, fasste die Zweifel am Achteck zusammen: „Es ist nicht mehr das, was die Kirche in ihrer Herbheit ausmacht.“

Die Garnisonkirchenstiftung als Bauherrin hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits Albrechts Entwurf abgesegnet. Die FWG fühlte sich massiv übergangen und pochte auf ein Mitspracherecht.

Ein daraufhin eingesetzter Experten-Beirat, der mit Mitgliedern aus Stiftung und FWG besetzt war, befürwortete dann einen kreuzförmigem Grundriss.Als aber Ende letzten Jahres von der Garnisonkirchenstiftung bei der Stadt den Bauantrag für den Kirchturm abgegeben wurde, geschah das noch mit dem achteckigen Kapellenentwurf des Architekten – ein Eklat in den Augen vieler FWG-Mitglieder, die sich von der Stiftung massiv bevormundet fühlten. Nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand wurde von einer Zerreißprobe für das Wiederaufbauprojekt gesprochen, sollten die Einwände der FWG unbeachtet bleiben. (Ildiko Röd)

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