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Potsdam Neue FHP-Präsidentin tritt ihr Amt an
Lokales Potsdam Neue FHP-Präsidentin tritt ihr Amt an
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20:15 03.12.2018
Eva Schmitt-Rodermund wurde gestern zur neuen Präsidentin der Fachhochschule Potsdam ernannt. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Für ihre Arbeit ist die neue Präsidentin der Fachhochschule Potsdam (FHP), Eva Schmitt-Rodermund, Feuer und Flamme. „Das ist in jeder Hinsicht ein interessanter Arbeitsplatz, auf den ich mich riesig freue“, sagt die 1964 geborene Professorin für Psychologie, unmittelbar nachdem sie von Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) die Ernennungsurkunde erhalten hat. Sie bring reichlich Erfahrung mit. In Jena hat sie viele Jahre an der Universität als Professorin unterrichtet und als stellvertretende Kanzlerin in der Verwaltung gearbeitet.

FH-Präsidentin hat schon Wohnung in Potsdam bezogen

Wie ernst sie es mit dem neuen Beruf meint, zeigt eine private Entscheidungen. Schmitt-Rodermund hat schon eine Wohnung mit schönem Garten in der Landeshauptstadt. „Wir haben gleich im Sommer angefangen zu suchen und das hat jetzt im Winter auch geklappt.“

An der FH Potsdam selbst ist der Professorin gleich aufgefallen, dass dort eine lebhafte Kommunikationskultur herrscht. „Das gefällt mir. Ich denke, da passe ich gut hin“, sagt sie. Reden sei auf allen Ebenen wichtig. „Auch im Zusammenspiel mit der Verwaltung.“ Die Fächer selbst seien reizvoll. „Da gibt es Fragestellungen, die man gemeinsam bearbeiten kann“, sagt Schmitt-Rodermund. Sie denkt nämlich daran, Fachgrenzen zu öffnen.

„Ich möchte, dass wir Disziplinen übergreifend an Themen arbeiten.“

„Ich möchte, dass wir Disziplinen übergreifend an Themen arbeiten.“ Das sei nicht einfach, weil es im deutschen Verständnis von Hochschulen noch ungewohnt sei. „ich möchte aber, dass wir den Weg gehen, dass wir intensiv zwischen den Fächern reden.“ Nur so könne man gesellschaftlich relevante Themen gemeinsam bearbeiten.

Das Thema Demografie spiele zum Beispiel auch bei der Stadtentwicklung eine Rolle. Dabei dürfe man aber nicht nur über Gebäude nachdenken. „Man wird auch über soziale Modelle nachdenken müssen, über den Verkehr, über digitale Schnittstellen.“ Demografie könne speziell an der FHP nur gut bearbeitet werden, wenn dafür Bauingenieurwesen, Informationswissenschaften, die Sozialwissenschaften, aber auch das Design zusammenwirkten. „Solche Dinge weiter zu entwickeln, ist ein Teil meiner Agenda“, sagt Schmitt-Rodermund.

Die Professorin hat sich in ihrer Forschung viel mit Unternehmertum und beruflicher Entwicklung befasst. Darum findet sie die Kontakte der FHP zur Wirtschaft, zu Kommunen und zu anderen Forschungsinstituten hochinteressant. Sie kann sich vorstellen, dass man die Transferarbeit, in der wissenschaftliche Erkenntnis in praktische, auch lukrative Projekte überführt wird, noch ausbauen kann. „Ob wir das intensivieren, hängt auch von unserer finanziellen Lage ab, aber zumindest ist das Thema Gründung und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft etwas, das mir sehr am Herzen liegt.“

Verbindungen zur Stadt intensivieren

Auch die schon traditionelle Verbindungen zwischen der Stadt und der FHP will Schmitt-Rodermund fortführen. Das ist für sie nichts Neues. Schon in ihrer Zeit in Jena war sie in der dortigen Stadtentwicklung aktiv. „Die Hochschulen sind immer ein sehr wichtiger Bestandteil von allem, was in einer Stadt passiert.“ Miteinander reden könne man etwa über die Themen Stadtplanung und insbesondere Digitalisierung. „Da sind ja an der FHP die entsprechenden Fachleute.“

Schwierig sei es, die Zahl der gut 3500 jungen Studierenden noch weiter zu heben. „Ich muss für die Studierenden auch ein qualitätsvolles Studium bieten“, sagt sie. Studierende müssten mit den für ihr Berufsleben notwendigen Fähigkeiten die Hochschule verlassen. Deswegen sei die Zahl der Studierenden nur „behutsam“ aufzustocken.

Die fünfte FHP-Präsidentin

Die Fachhochschule Potsdam bietet in fünf Fachbereichen insgesamt 24 ingenieurwissenschaftliche, soziokulturelle sowie gestalterische Studiengänge. Zu diesen gehören zum Beispiel Bauingenieurwesen, Architektur, Design und Sozialarbeit.

3500 Studienten zählt die FHP, dazu 100 Professoren. Das Land finanziert die FachhochschuHP dieses Jahr mit rund 22 Millionen Euro.

Eva Schmitt-Rodermund hat in Gießen Psychologie studiert und 1990 ihr Diplom erhalten. Danach promovierte sie an der Friedrich-Schiller Universität in Jena. Dort war sie Stellvertreterin des Kanzlers und Dezernentin für Akademische und Studentische Angelegenheiten. Schmitt-Rodermund ist nach Helmut Knüppel, Helene Kleine, Johannes Vielhaber und Eckehard Binas die fünfte Leiterin der FHP.

Anders sieht Schmitt-Rodermund die Möglichkeiten künftiger Promotionen. „Ich finde gemeinsame Graduiertenschulen oder kooperative Promotionen sehr gut“, sagt sie. Noch mehr FH-Studierende in die Promotion zu führen, sei wegen deren zumeist praktischen Ausrichtung zwar „richtig viel Arbeit, aber das halte ich für einen ganz wichtigen und guten Weg“.

Wissenschaftsministerin Münch war am Nachmittag jedenfalls sehr zuversichtlich, dass Schmitt-Rodermund dank ihrer wissenschaftlichen Expertise und ihrer langjährigen Erfahrung in einer Universitätsverwaltung die Erfolgsgeschichte der FH Potsdam fortsetzen wird.

Von Rüdiger Braun

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