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Potsdam Die Neuendorfer Straße ist ein Notfall
Lokales Potsdam Die Neuendorfer Straße ist ein Notfall
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00:20 03.06.2015
Die Neuendorfer Straße ist ein bröckeliger Flickenteppichj.   Quelle: Christel Köster
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Drewitz

 Es holpert, aber das es so schlimm ist, bemerkt der schnelle Autofahrer kaum. Die Neuendorfer Straße ist zwischen Nutheschnellstraße und Kirchsteigfeld zum Sanierungsfall geworden, zum Notfall sogar. Die Stadtverwaltung will das Problem deshalb noch in diesem Jahr lösen und dafür 825000 Euro einsetzen. Daran müssten sich die Anlieger zu einem Drittel beteiligen, doch sie weigern sich. Die großen Handels- und Gewerbebetriebe haben der Stadt mitgeteilt, dass sie die Anliegerbeiträge nicht zahlen wollen; nur zwei Anlieger haben zugestimmt. Baudezernent Matthias Klipp behauptet, die Nein-Sager hätten sich die Planungsunterlagen der Stadt gar nicht angesehen. Die Kostenbeteiligung ist aber Pflicht; so dass der Stadt eine juristische Auseinandersetzung mit den Blockierern ins Haus steht. Begründungen für die Ablehnung haben die Verweigerer nicht genannt.

Wenn die Sanierung nicht mehr in 2015 machbar ist, müssen Teilbereiche der Straße gesperrt werden. Wie die Stadtverwaltung berichtet, sind die Betonplatten netzartig gerissen . Weil winters Wasser dort eindrang und gefror, brachen größere Brocken heraus. Der städtische Bauhof muss deshalb mehrmals pro Woche ausrücken und Löcher mit Gussasphalt flicken. im vergangenen Jahr hatte man bereits den ersten Abschnitt am Stern zwischen Großbeerenstraße und Schnellstraße fertig saniert.

Im Zuge der Sanierung des zweiten Abschnitts soll die Zahl der Fahrspuren erhalten bleiben, die Spuren werden aber schmaler, so dass Platz wird für Radfahrstreifen, die sich an den Kreuzungen auch zwischen die Autospuren drängeln. Die gestrichelte Radwegmarkierung ist kein Schutzstreifen und deshalb durch Autos überfahrbar;in Klipps Augen ist das aber „allemale besser als gar kein Streifen“, wie es im Teil zwischen der Porta-Auffahrt und dem Kirchsteigfeld ist. „Das schaut der Autofahrer auch hin“§, ist sich Klipp sicher. Im Bauausschuss sind aber Forderungen nach regulären Schutzstreifen laut geworden, die jede seitliche Konkurrenz zwischen Auto- und Radfahrern unterbinden können. Die gestrichelte Radwegeführung ist nach Meinung des Ausschussvorsitzenden Ralf Jäkel (Linke) bloße „Strichkosmetik“.

Der größte Teil der jetzigen Straße wird von oben in die Tiefe weggefräst. Eine unterste Betonschicht bleibt als Tragschicht erhalten, auf die dann mehrere neue Beläge aufgebracht werden, die auch den Verkehr deutlich leiser machen.

 

 

Von Rainer Schüler

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