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Neuer Anstrich für ollen Bahnhof – zumindest innen

Bahnhof Charlottenhof wird renoviert Neuer Anstrich für ollen Bahnhof – zumindest innen

Die Deutsche Bahn AG plant, den abgewirtschafteten Bahnhof Charlottenhof zum Ende des Jahres renovieren zu lassen. Allerdings sollen dabei nur der Tunnel und die Innenwände gestrichen werden. Eine Sanierung des denkmalgeschützten Jugendstil-Gebäudes, das seit Jahren immer wieder Thema im Bürgerhaushalt der Stadt ist, steht derweil weiter in den Sternen.

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„Das ist keine Alternative“

Ein Bild der Trostlosigkeit: der Bahnhof Charlottenhof.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Brandenburger Vorstadt. Dem Bahnhof Charlottenhof steht eine Renovierung bevor. Wie die Deutsche Bahn AG der MAZ mitteilt, sollen der Tunnel und die Treppenbereiche „voraussichtlich in diesem Jahr erneut gestrichen werden“. Außerdem plane man, die Schallschutzwände von Graffiti-Künstlern gestalten zu lassen – „in Abhängigkeit von der Finanzierung voraussichtlich im nächsten Jahr“. Eine grundlegende Sanierung des denkmalgeschützten Jugendstil-Gebäudes an der Zeppelinstraße steht allerdings nicht in Aussicht.

Wie berichtet, ist der Bahnhof, an dem täglich um die 2800 Reisenden ein- und aussteigen, seit Jahren ein Ort der Trostlosigkeit. Nicht nur der Zahn der Zeit setzt dem Gebäude zu. Auch Schmutz und Schmierereien bestimmen das alltägliche Bild, obwohl die Deutsche Bahn laut Sprecher Gisbert Gahler dort zwei mal in der Woche eine Grob- und darüber hinaus alle 14 Tage eine Feinreinigung durchführen lässt. Nicht inbegriffen sind dabei die vielen Graffiti. Die zum Teil großflächigen Schmierereien werden laut Gahler bei Bedarf und per Sonderauftrag entfernt. Zuletzt sei das im vierten Quartal 2016 geschehen.

Ein auffälliges Beschwerdeaufkommen verzeichne man für den Bahnhof Charlottenhof übrigens nicht, so Gahler. Man komme auf zwei bis vier Beschwerden pro Jahr. Im Bürgerhaushalt der Stadt ist der Bahnhof hingegen regelmäßig Thema. So ging es 2006, 2009, 2011 und 2012 um fehlende Fahrradstellplätze – 2017 ließ die Stadt nachrüsten. In den Jahren 2008, 2010, 2011, 2012 und 2013/14 war die fehlende Barrierefreiheit im Bürgerhaushalt angemahnt worden – 2014 baute die Bahn Aufzüge ein, ein Blindenleitsystem kam 2017 auf Betreiben der Stadt dazu. Auch die Pflege des Bahnhofs brachten Bürger immer wieder zur Sprache: So hieß es 2013/14, das gesamte Umfeld sei „unsauber, kulturlos und schade dem Ansehen der Stadt“. Der Bahnhof mache „keinen freundlichen Eindruck“. Vorschlag: Innen- und Außenwände sollten durch „eine Sprayaktion mit Jugendlichen“ verschönert werden. Die Hoffnung: Wildsprayer würden die Kunstgraffiti akzeptieren. Schon 2012 forderten Bürger „Kunst statt Schmierereien“.

Von Nadine Fabian

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