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Neuer Baubeigeordneter tritt Dienst an

Amtseid in Potsdam abgelegt Neuer Baubeigeordneter tritt Dienst an

Es ist vollbracht: Nach 15 Monaten hat Potsdam wieder einen Baubeigeordneten. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hat Bernd Rubelt (parteilos) vereidigt. Der Neue auf dem Spitzenposten war zuletzt Bauamtsleiter der 17.000-Einwohner-Stadt Eutin. Auf seine Aufgabe in der 172.000 Einwohner zählenden und noch immer wachsenden Landeshauptstadt freue er sich.

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Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) vereidigte am Montag Bernd Rubelt (parteilos) zum neuen Baubeigeordneten der Landeshauptstadt Potsdam.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Erst einmal einen starken Kaffee kochen – dann kann’s losgehen. „Ich freue mich“, sagt Bernd Rubelt – er sagt es öfter an diesem Montag, den im Potsdamer Rathaus so mancher herbeigesehnt hat. Nach anderthalb Jahren hat die Landeshauptstadt wieder einen Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt. Endlich. Auch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) ist die Erleichterung anzumerken, als er den parteilosen Bernd Rubelt im Blauen Salon im Kreise der Potsdamer Beigeordneten und Fachbereichsleiter begrüßt, ihm die Ernennungsurkunde überreicht und den Amtseid abnimmt. „Nicht ganz so festlich wie gestern bei der Vereidigung des französischen Präsidenten in Paris“, sagt Jakobs, „aber ein bisschen schon.“ Die heiter gestimmte Runde erhebt die Gläser mit Rotkäppchen-Rieslingsekt und Bad-Liebenwerda-Selterswasser, Blumensträuße werden herbeigetragen, die künftigen Kollegen stellen sich zum Gratulieren an, Bernd Rubelt strahlt, als hätte er gerade einen Oscar gewonnen.

„Ich freue mich, endlich anfangen zu können“, sagt der 49-Jährige, der nach seiner Ausbildung zum Stahlbauschlosser ein Architektur- und Städtebaustudium dranhängte und später noch eines der Immobilienwirtschaft und ein umweltwissenschaftliches draufsetzte. Zuletzt war Rubelt in der 17000-Einwohner-Kreisstadt Eutin in Schleswig-Holstein Fachbereichsleiter Bauen und Geschäftsführer der dortigen Landesgartenschau.

In Potsdam werde er sich nun zunächst einarbeiten, seinen Geschäftsbereich kennenlernen, Menschen treffen. 100 Tage, mehr nicht, habe er, um sich einzufuchsen, mahnte Jakobs. „Dann wird mit großer Akribie und Sorgfalt beobachtet, wo Punkte gemacht wurden und wo es eines zusätzlichen Engagements bedarf!“ Stadtverordnete, Bürger, Presse: In Potsdam werde haarklein aufgerechnet. Jakobs zitierte in diesem Zusammenhang aus dem Abschiedsinterview, das Rubelt in Eutin gab: Ein Problem sei, dass das große Ganze oft aus dem Blick verloren gehe und sich politische Diskussionen zu oft in einer Art Detailfetischismus verlören. „Diese Hoffnung“, so Jakobs unter dem wissenden Lachen der Rathaus-Kollegen, möge sich Rubelt bewahren. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer wissen, was das Kleine und was das große Ganze ist – und dass Sie außerdem die hohe Kunst beherrschen, das auch den Vertretern der öffentlichen Meinung erfolgreich zu kommunizieren.

Dass er ab sofort in einer spannenden und zuweilen auch angespannten Stadt schaltet und waltet, ist Bernd Rubelt sehr wohl bewusst. Entsprechend diplomatisch bewegt er sich zu diesem ersten offiziellen Termin auf dem neuen Posten. Altes bewahren oder besser Neues bauen? Fahrrad, Tram oder Auto? Wofür schlägt sein Herz? Wo steht er? Bernd Rubelt lächelt solche Fragen – noch – weg. Er wisse, dass es „besondere Sensibilitäten“ gebe. „Eine Stadt wie Potsdam, die so viel Geschichte hat und zugleich eine so starke Entwicklung aufweist, muss viel integrieren“, sagt er. Da müsse man immer wieder genauestens abwägen. „Potsdam ist eine Stadt, die viele Aufgaben mit sich bringt und Arbeit braucht. Das muss bewältigt werden – und das wird bewältigt. Ich bin stolz darauf, in der Landeshauptstadt Potsdam und für die Landeshauptstadt Potsdam in dieser Position zu arbeiten.“

Auf diesen Moment hat auch Bernd Rubelt eine gute Weile warten müssen – um genau zu sein seit dem 9. Januar, als sich die Stadtverordneten im ersten Wahlgang für ihn aussprachen. Inzwischen ist in seinem Leben so einiges geschehen. Er hat in Eutin nicht nur Büro und Schreibtisch geräumt, sondern auch die Zelte abgebrochen. Seit Ende März ist er mit seiner Frau, der Heilpraktikerin Susanne Müller-Rubelt, in Potsdam gemeldet. „Die Suche nach einer Wohnung war nicht ohne“, sagt Rubelt, der nun am eignen Leibe erfahren hat, wie eng der Immobilienmarkt in der Boomtown tatsächlich ist: Darin und in der Beliebtheit liege aber auch Potsdams großes Potenzial.

Dieses zu heben, wird nun eine von Rubelts vorrangigen Aufgaben sein. „Wenn wir die Zukunftsfähigkeit von Potsdam sicherstellen wollen, werden in Ihrem Geschäftsbereich die Rahmenbedingungen geschaffen“, betonte der Oberbürgermeister. „Ihre Entscheidungen haben Auswirkung auf alle anderen Bereiche.“

Von Nadine Fabian

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