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Neuer Potsdam-Kalender 2018

Kreative Firma aus Babelsberg Neuer Potsdam-Kalender 2018

Der Moskauer Kreml auf dem Brauhausberg, der Eifelturm aus Paris direkt hinter dem Brandenburger Tor und der Canal Grande im Holländischen Viertel: Der neue Potsdam-Kalender, den es seit 15. September im Handel gibt, verbindet die schönsten Potsdamer Ecken mit Motiven aus aller Welt. Der Kalender lädt zum Staunen und Nachdenken an.

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Vor MBE in Babelsberg: Mediengestalterin Katja Wilhelm, Inhaber Hendrik Tietze und Center-Assistentin Pia Gaude zeigen Kalender.

Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Durch die Mittelstraße im Holländerviertel fließt der Canal Grande, die Hauptwasserstraße der Lagunenstadt Venedig. Ruhig liegen die Gondeln im Wasser, ein Auto parkt am Straßenrand und in der Mitte ist eine kleine Brücke zu sehen. Dass bei diesem Kalenderbild etwas nicht stimmt, erkennt man fast erst auf den zweiten Blick, so harmonisch fügt sich Venedig ins Potsdamer Stadtbild ein.

Hendrik Tietze, Inhaber des Dienstleistungsunternehmens „Mail Boxes Etc.“ (MBE) in Babelsberg, hat sich gemeinsam mit dem selbstständigen Grafiker Ivo Olias aus Babelsberg dieses Jahr etwas Besonderes ausgedacht: den „Potsdam-Kalender 2018“. Seit dem 15. September ist er im Handel erhältlich. Hier findet sich der Moskauer Kreml auf dem Brauhausberg, der Eifelturm aus Paris direkt hinter dem Brandenburger Tor oder eben der Canal Grande im Holländischen Viertel.

Auch einige Partnerstädte wie das schweizerische Luzern oder das amerikanische Sioux Falls werden gezeigt.„Die bisherigen Potsdam-Kalender sind alle sehr schön – keine Frage. Aber wir haben mal versucht, was anderes zu machen,“ sagt Tietze. „Wir wollten Potsdam ein Stück weit umgestalten.“ Das passe auch gut zur Zeit, wo nach wie vor die Diskussionen zur Potsdamer Mitte geführt werden, erzählt er.

So zeigt ein Motiv des Kalenders die Breite Straße, an der ab Mitte Oktober die Bauarbeiten zum Wiederaufbau der 1968 von der DDR-Führung gesprengten Garnisionkirche starten sollen. Auf der kahlen Fläche haben Tietze und sein Team nun den Felsendom aus Jerusalem, ältester Sakralbau des Islams, mit einer Fotomontage hingesetzt. „Potsdam ist weltoffen, Potsdam ist multikulturell – das ist mir auch wichtig, dass wir das haben,“ erklärt Hendrik Tietze.

Seit 2015 ist MBE an dem Standort in Babelsberg. Ein vierköpfiges Team entwirft und produziert Visitenkarten, Flyer und Ähnliches für den kleinen Handwerksbetrieb bis hin zu den großen Unternehmen, so Tietze. Auch internationale Sendungen nach Asien oder Amerika übernimmt der Dienstleister. Im letzten Jahr hat Tietze bereits den „Babelsberg-Kalender“ herausgebracht, der dieses Jahr zum zweiten Mal erschienen ist.

Die Idee für den „Potsdam-Kalender “ entstand Anfang Juli dieses Jahres mitten am Tag im Büro. „Das war also keine typische Weinidee,“ erzählt der 45-Jährige. „Wir sind virtuell, also in Gedanken, einmal durch Potsdam gelaufen“, erzählt Tietze, der seit 1984 in der Landeshauptstadt lebt. Daraus seien dann die Ideen entstanden. Sie hätten einfach Lust gehabt, mal etwas Verrücktes zu machen.

Insgesamt 150 Stunden hätten sie an dem Kalender gearbeitet, erzählt er. Die Schatten, Lichter, Spiegelungen und Farben der unterschiedlichen Motive in ein stimmiges Bild zusammenzubringen, war eine Herausforderung. „Hier haben wir zum Beispiel noch ein schmalen Streifen Unkraut zugefügt,“ zeigt Tietze auf das November-Blatt, das den Goldenen Reiter aus Dresden mit dem sächsischen Kurfürsten August dem Starken vor dem Filmmuseum Potsdam zeigt.

Die Motive laden zum Staunen und Nachdenken ein. „Wir wollten auch ein Stückchen frech sein und auf humorvolle Art und Weise die Augen öffnen“, erzählt Hendrik Tietze. Auf einigen Bildern wurden sogar noch ein paar versteckte Gags eingebaut. „Das wird aber noch nicht verraten, da darf jeder selbst entdecken,“ sagt er.

Für nächstes Jahr hat Tietze schon weitere Pläne. So wäre es doch mal schön, den japanischen Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug neben den Potsdamer Hauptbahnhof zu setzen.

Schließlich sei die Stadt immer noch nicht an den Fernverkehr angeschlossen, bemerkt Tietze kess. Man könne aber auch das Burj Al Arab aus Dubai, das zu den teuersten Hotels der Welt gehört und über 300 Meter hoch ist, neben das Hotel Mercure in der Innenstadt setzten. Tietze ist offen für neue Ideen. Wer Anregungen hat, kann sich gerne bei ihm melden, sagt er und lächelt. „Wir sind schließlich nicht die einzigen, die verrückt sind.“

Wo es den Kalender gibt

Der Potsdam Kalender ist am 15. September mit einer ersten Auflage von 1000 Stück erschienen und kostet 22,50 Euro.

Erhältlich ist der Kalender in vielen Potsdamer Buchhandlungen, dem Geschäft „Mail Boxes Etc.“ in Babelsberg in der Karl-Liebknecht-Straße 127, Tel. 0331/74 00 77 70 sowie an den Informationsstellen der Potsdam Marketing und Service GmbH.

Von Anne Knappe

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