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Potsdam Neuer Streit um Kreativwirtschaft
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19:06 01.09.2017
Mosaik aus der Serie „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ von Fritz Eisel an der Sockelfassade des Rechenzentrums. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Innenstadt

Die Debatte um die Zukunft des Kunsthauses im Rechenzentrum hat eine neue Diskussion zu den Möglichkeiten der Kultur- und Kreativwirtschaft in Potsdam entfacht. Zur nächsten Stadtverordnetensitzung gibt es Anträge von CDU/ANW und Grünen, die jeweils auf eine nachhaltige Sicherung von Arbeitsmöglichkeiten für Kreative in der Innenstadt und in der Schiffbauergasse abzielen.

Harald Kümmel, Bürochef von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), gab am Donnerstagabend im Kulturausschuss bekannt, dass „in Abstimmung mit allen Beteiligten“ nach einem Ersatzstandort im Umfeld der Plantage gesucht werde, also nahe dem Rechenzentrum, das für den Wiederaufbau der Garnisonkirche abgerissen werden soll. Der DDR-Bau stünde dem Kirchenschiff im Weg.

Heftigen Streit gab es im Kulturausschuss zu einem Antrag der Linken, nach dem die Stadt mit der Stiftung Garnisonkirche als Eigentümerin des Grundstücks über eine Verlängerung des Vertrages für das Kunsthaus im Rechenzentrum „um mindestens fünf Jahre“ verhandeln soll. Peter Schultheiß (SPD) äußerten die Ansicht, dieses Anliegen sei durch Verwaltungshandeln erledigt. Er bezog sich dabei auf die Nachricht, dass die Stadt den Betrieb des Rechenzentrums für die nächsten Jahre mit einem Investitionszuschuss von fast 500 000 Euro sichern will, der für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Baubeginn des Garnisonkirchturms unmittelbar neben dem Rechenzentrum benötigt wird.

Kümmel sagte im Ausschuss, die Gespräche über eine Vertragsverlängerung könnten erst im November zur nächsten Sitzung des Kuratoriums der Garnisonkirchenstiftung geführt werden. Eine Verlängerung für das Rechenzentrum über das Jahr 2023 hinaus schloss er aus. Bis dahin gebe es eine „Duldung“ durch die Bauaufsicht, doch „über 2023 hinaus entsteht eine völlig andere Situation“.

Die Vorsitzende des Kulturausschusses, Karin Schröter (Linke), kritisierte den Ansatz der Debatte: „Mir gefällt nicht, dass man es immer vom Abriss her betrachtet.“ Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg stellte den Platzbedarf für das Schiff der Garnisonkirche generell in Frage. Er verwies auf eine Festlegung im 2008 verabschiedeten Grundsatzbeschluss: Demnach sollte „eine Entscheidung über einen eventuellen Wiederaufbau des Kirchenschiffs ... gesondert getroffen werden und künftigen Generationen vorbehalten bleiben“. Die Garnisonkirche sei ein „umstrittenes Thema“, bekräftigte Scharfenberg: „Es gibt keine breite Sympathie dafür.“ Den Antrag der Linken zur Vertragsverlängerung stellte er nach der Kritik von SPD und Grünen zurück, um, wie er sagte, keine Ablehnung zu riskieren.

Anita Tack als baupolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Landtag begrüßte am Freitag in einer Erklärung die angekündigte Förderung der Stadt als „wichtigen Schritt auf dem Weg, dem Rechenzentrum einen Fortbestand zunächst für die nächsten fünf Jahre zu geben“.

Der fünfgeschossige Verwaltungsbau mit dem Mosaikband „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ an der Sockelfassade ist vor zwei Jahren als Übergangsdomizil für Kreative freigegeben worden und mit 250 Nutzern schon länger komplett ausgebucht. Der aktuelle Vertrag endet am 31. August 2018. Sprecher der Künstler erklärten bereits mehrfach, dass sie im Rechenzentrum bleiben wollten und Alternativen an anderen Orten lediglich als Ergänzung betrachteten.

Von Volker Oelschläger

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