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Neuer Streit um Sandscholle in Potsdam

Schulneubau in Babelsberg Neuer Streit um Sandscholle in Potsdam

Zum geplanten Grundschulneubau auf dem Fußballplatz Sandscholle in Babelsberg gibt es neuen Streit. CDU/ANW und Linke kritisieren einmütig eine SPD-Erklärung und präsentieren gemeinsames Positionspapier mit fünf Prämissen.

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Auf dem Rasenplatz an der Sandscholle soll eine Grundschule gebaut werden.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam/Babelsberg. CDU/ANW und Linke kritisieren einmütig eine Stellungnahme des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden David Koleysnyk zum Konflikt um den Sportplatz Sandscholle. Bei seiner Wiederwahl in der vergangenen Woche erklärte Kolesnyk: „Eine Festlegung auf den Sportplatz Sandscholle und damit der für Babelsberg ersatzlose Wegfall einer Sportfläche, ohne dass die anderen Möglichkeiten vernünftig geprüft wurden, tragen wir nicht mit.“

Linken-Kreischef Sascha Krämer und Clemens Viehrig (CDU) als Vorsitzender des Sportausschusses entgegneten am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung, die AG Schulentwicklungsplanung habe im Februar bereits zum zweiten Mal mehrheitlich den Beschluss gefasst, dass der Rasenplatz an der Sandscholle für einen Grundschulneubau genutzt werden soll. „Als Ersatz für den aufgegeben Rasenplatz, will die Stadt den Kunstrasenplatz an der Sandscholle erweitern und überarbeiten. Zudem werden in Waldstadt II zwei neue wettkampffähige Sportplätze am Standort der neu zu errichtenden weiterführenden Schule geschaffen.“

Krämer rechnete vor: „Für die Potsdamer Sportler gewinnen wir 1,5 Plätze sowie für die Vereine Synergien mit den Schulneubauten.“ Es brauche jetzt „tragfähige Entscheidungen für unsere Kinder und nicht die Belastung von Verwaltungsressourcen mit wiederholten Endlosprüfungen“. Krämer: „Herr Kolesnyk möge weniger mit alternativen Fakten arbeiten, als sich vielmehr konstruktiv an der Debatte beteiligen – im Sinne der Kinder, die dringend eine Schule benötigen.“

Viehrig verwies darauf, dass Stadtverordneten den Aufstellungsbeschluss für den Schulneubau bereits in die Fachausschüsse überwiesen hätten, wo er im März auf der Tagesordnung steht. „Wir brauchen Sport- und Bildungsperspektive in Potsdam, deshalb werde ich in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag zur Glasmeisterstraße einbringen. Wir sollten diesen Standort perspektivisch als neuen Sportstandort sichern, um so die Kiezvereine weiter zu stärken“, sagte Viehrig.

Für die Nutzung der Sandscholle haben sich CDU/ANW und Linke auf ein Positionspapier mit fünf Prämissen verständigt: Die Nutzer werden demnach in alle Schritte und Entscheidungen eingebunden. Es erfolgt zunächst ein Ausgleich für die wegfallenden Flächen, erst dann beginnt die Bebauung der Sandscholle. Es werden zwei Ersatzflächen mit einem Sportfunktionsgebäude und Flutlicht in Waldstadt II errichtet. Mit dem Schulneubau an der Sandscholle erfolgt die Erneuerung des alten Kunstrasens und die Erweiterung um ein Halbfeld. Die Vereine können an beiden Standorten Synergien durch Nutzung der Schulsportflächen in Anspruch nehmen.

In der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung hatten CDU/ANW, Linke, Grüne und Verwaltung für den Schulstandort Sandscholle gestimmt. Die SPD enthielt sich der Stimme, die Andere votierte dagegen. Die Initiative „Pro Sandscholle“ übergab letzte Woche 2200 Stimmen gegen den Bau einer Grundschule auf dem Rasenplatz.

Von Volker Oelschläger

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