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Neuer Supermarkt für 5200 Einwohner öffnet

Nahversorgung im Kirchsteigfeld Neuer Supermarkt für 5200 Einwohner öffnet

Fast zwei Jahren mussten die Anwohner im Kirchsteigfeld warten: Am Mittwoch eröffnet der neue Supermarkt direkt vor ihrer Haustür. Mit der Neueröffnung des ehemaligen Kaiser’s wird in dem Viertel ein weißer Fleck der Nahversorgung von der Karte entfernt. Bis es zur Eröffnung kam, mussten die Anwohner allerdings lange warten.

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Diana Klemm (r.) leitet den neuen Supermarkt im Kirchsteigfeld. Sie wohnt seit über 20 Jahren in dem Viertel.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Kirchsteigfeld. Seit Dezember 2015 mussten Anwohner im Kirchsteigfeld lange Wege zum Einkaufen auf sich nehmen. Am 23. August 2017 eröffnet der neue Rewe-Markt in der Anni-von-Gottberg-Straße. Viele der 5200 Anwohner galten in den vergangenen 20 Monaten als nicht „nahversorgt“. In wachsenden Städten gilt dieser Status als zentraler Aspekt der Lebensqualität. „Als Nahversorger möchten wir den Menschen hier im Kirchsteigfeld wohnortnahes Einkaufen ermöglichen“, erklärt Marktleiterin Diana Klemm.

Maximal 500 Meter Luftlinie dürfen sich zwischen dem Wohnort und dem nächsten Lebensmittelbetrieb befinden, wenn die Anwohner als nahversorgt gelten sollen. Der Fußweg bis zur Ladentür soll also nicht länger als zehn Minuten dauern. An dieser Definition orientiert sich die Stadt Potsdam in ihrem Einzelhandelskonzept. Der Nahversorgungsanteil im Stadtgebiet liegt demnach bei insgesamt 67 Prozent. Bei vergleichbaren Untersuchungen in anderen deutschen Städten lag er durchschnittlich bei etwa 80 Prozent.

Im sogenannten „Sozialraum V“, der neben dem Kirchsteigfeld auch die Gebiete Am Stern und Drewitz umfasst, waren 2013 knapp 90 Prozent der Einwohner nahversorgt. Das liegt vor allem an der Versorgung durch das Havel-Nuthe- und das Stern-Center. Beide befinden sich jedoch weit mehr als 500 Meter von den Einwohnern im Kirchsteigfeld entfernt.

Gründe für späte Neueröffnung sind unklar

Im Einzelhandelskonzept der Stadt wurde deshalb bereits 2014 empfohlen, das „Nahversorgungszentrum Kirchsteigfeld“ zu stärken. Mit der Schließung des Kaiser’s im Dezember 2015 fiel hingegen der einzige Supermarkt mit Nahversorgungsangebot weg. Zunächst blieb unklar, ob dort überhaupt wieder ein Lebensmittelhändler einziehen würde. Im Juni 2016 verkündete die Stadt Potsdam schließlich, einen neuen Supermarktbetreiber verpflichtet zu haben, der noch im selben Jahr wiedereröffnen sollte. Die Gespräche seien „komplex“ gewesen, betonten sowohl die Stadt als auch Sprecher der Rewe Group.

Warum die Eröffnung 20 Monate auf sich warten ließ, ist bis heute nicht klar. Ursprünglich hatte Rewe-Planer Dieter Rauh die vollen Auftragsbücher der Baufirmen als Grund genannt. Seit Juni schwieg die Rewe Group gänzlich zum Thema Verspätung. Gestern erklärte ein Sprecher, es habe gar keine Verzögerung gegeben. „Wir sind stolz, die Nahversorgung im Kirchsteigfeld sicherzustellen“, erklärte Marktleiterin Klemm.

Sie betont nun neben dem Aspekt der Nahversorgung auch die Funktion als „Nachbarschaftsmarkt“. Auch im Einzelhandelskonzept der Stadt wird darauf hingewiesen, dass das Zentrum in dem Viertel einen „Identifikationspunkt von wesentlicher Bedeutung“ darstellt. Langfristig wird aus Sicht der Stadt deshalb auch die Ansiedlung weiterer Nahversorger im Kirchsteigfeld angestrebt. Durch die Konkurrenzsituation soll die Lebensqualität weiter steigen.

Von Victoria Barnack

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