Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -9 ° Schneeschauer

Navigation:
Neuer Treff für Potsdam-Drewitz

Oskar ist aus dem Häuschen Neuer Treff für Potsdam-Drewitz

In der vor knapp 20 Jahren stillgelegten Straßenbahn-Wendeschleife am Rande von Potsdam-Drewitz ist am Mittwoch ein Nachbarschaftstreff eröffnet worden. Zu dem vom Begegnungszentrum Oskar betreuten Projekt gehören Nachbarschaftsgärten, eine Selbsthilfewerkstatt in einem Bauwagen und ein Insektenhotel.

Voriger Artikel
SPD will Verlängerung erzwingen
Nächster Artikel
Neue Kitagebühren für Potsdam

Kathleen Walter, Ribana Bergmann, Ursula Bock und Daniel Beerman (v.r.) in der Drewitzer Wendeschleife.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam-Drewitz. Zitronenmelisse, Johannisbeere und Astern sind die ersten drei Pflanzen, die am Mittwoch zur Eröffnung des neuen Drewitzer Nachbarschaftstreffs Wendeschleife in eines der sechs kleinen Hochbeete gesetzt wurden. Am Donnerstag soll der Bauwagen kommen, der unter anderem die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt des Begegnungszentrums Oskar aufnimmt. Dann ist das Projekt mit Werkstattangeboten, Nachbarschaftsgärten und einem Insektenhotel fürs erste komplett.

Mit Ursula Bock und Ribana Bergmann wurden zwei Mitarbeiterinnen zunächst für zwei Jahre zur Entwicklung und Betreuung des Nachbarschaftstreffs eingestellt. Am Montag soll der reguläre Betrieb beginnen, sagte Ursula Bock. Am Eingang soll es dann auch ein Schild mit Informationen zu Angeboten und Programm geben. Anregungen seien jederzeit erwünscht.

Fast 20 Jahre ist es her, dass die Straßenbahnwendeschleife an der Ecke Konrad-Wolf-Park/Slatan-Dudow-Straße mit der Verlängerung des Tramgleises ins neue Kirchsteigfeld funktionslos wurde. Nun soll sich die Brache am Löschteich zu einem „Treffpunkt entwickeln, der die Leute im Vorbeigehen abholt“, sagte Kathleen Walter, die Leiterin des Oskar-Begegnungszentrums. Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) sprach von einer „Schnittstelle“ und einem „Transitraum“ zwischen den Wohngebieten Drewitz und Kirchsteigfeld.

„Oskar ist aus dem Häuschen“, sagte Daniel Beermann, Vorstand des Vereins Soziale Stadt, der neben dem Oskar unter anderem das Friedrich-Reinsch-Haus am Schlaatz und das Flüchtlings-Wohnprojekt am Staudenhof betreibt. Er meinte damit, dass das Begegnungszentrum nun erstmals für längere Zeit unter freiem Himmel wirkt.

Denn mit der Wendeschleife hat das Oskar zumindest für die warme Jahreszeit seine erste dauerhafte Spielstätte außerhalb der eigenen Räume in der Stadtteilschule, die am 9. November mit einem Festakt und der Oskar-Preisverleihung ihr vierjähriges Bestehen feiert. Vereinzelte Auswärtsspiele im Wohngebiet gab es allerdings bereits mit Bühnen im Konrad-Wolf-Park und auf dem Ernst-Busch-Platz, mit dem Festival „Rock am Löschteich“, das in diesem Jahr bereits in die dritte Runde ging.

Gewoba-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal erinnerte an die Anfänge des Gartenstadt-Projektes vor nunmehr acht Jahren: Es sei vieles geplant worden, was am Anfang als „visionär und unumsetzbar galt“. Aber der Konrad-Wolf-Park sei nun da, die Stadtteilschule sei da. Und ebenso wie mit dem Grünen Klassenzimmer im Volkspark auf dem Bornstedter Feld gebe es nun auch in Drewitz einen Ort für die Begegnung von Mensch und Natur.

25 000 Gäste kommen jährlich ins Begegnungszentrum Oskar

Das Begegnungszentrum Oskar wurde vor vier Jahren als Teil der neuen Stadtteilschule Drewitz eröffnet. Pro Jahr hat es nach Angaben der Leiterin Kathleen Walter rund 25 000 Besucher, aktuell arbeiten im Oskar fünf Mitarbeiter auf dreieinhalb Stellen.

Zur Jubiläumsfeier am 9. November präsentieren sich kulturelle Gruppen, die in der Stadtteilschule ihr Zuhause gefunden haben, darunter Semljaki, der Schulchor, Line Dance und die Band Stadtruhe, deren Sängerin Laura Walter aus Drewitz stammt.

Das Begegnungsprojekt Wendeschleife sollte ursprünglich noch größer werden. Über das Programm „Soziale Integration im Quartier“ hatte der Verein Soziale Stadt 50 000 Euro unter anderem für ein Gartenhäuschen beantragt. Doch es gab eine Absage.

Von Volker Oelschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen von Jörg Hafemeister aus 2018

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen aus dem Jahr 2018.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg