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Neuer Uferweg Richtung Hermannswerder

Fahrradverkehr Neuer Uferweg Richtung Hermannswerder

Wieder ist in Potsdam ein Stück Uferweg saniert. Er führt durch einen denkmalgeschützten Grünzug Richtung Hermannswerder. Die Kosten für den 1,1 Kilometer langen Abschnitt liegen bei etwa einer Million Euro.

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Oberbürgermeister Jakobs und Infrastrukturministerin Schneider auf dem sanierten Radweg

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Die Landeshauptstadt hat wieder ein Stück mehr sanierten Uferweg. Er führt von der Templiner Straße, nahe dem Autohaus, in Richtung Hermannswerder. Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) und Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) haben ihn am Montag offiziell eingeweiht. Danach machten sie sich auf dem schon länger bestehenden Uferweg zur Schiffbauergasse auf, um bei der Eröffnung des 4. Nationalen Radverkehrskongress dabei zu sein.

Der neue Uferwegabschnitt wurde bis Dezember 2014 saniert, witterungsbedingt wurden Restarbeiten wie die Beschichtung der Asphaltwege erst in diesem Frühjahr vorgenommen. Diese Beschichtung besteht aus einem Bindemittel auf Basis von Reaktionsharzen und einem Gemisch von Gesteinskörnungen. Das ergibt eine sehr gute Griffigkeit. Und die Oberfläche sieht auf den ersten Blick aus wie heller Sand, passt also gut in die Landschaft – und deren Aufwertung gehörte zu den erklärten Zielen der Sanierung. Der Wegabschnitt ist Bestandteil des denkmalgeschützten „Ufergrünzuges Leipziger Straße – Luisenhof - Tornowstraße – Fährhaus Tornow“. Gepnant und umgesetzt hatte ihn in den 1930er Jahren Stadtgartendirektor Hans Kölle, wobei seine Planung auf einem Entwurf des Stadtbaurates Georg Fritsch basierte. Große Teile des Uferparks entstanden auf dem ehemaligen Parkareal der benachbarten „Villa Luisenhof“, des Generaldirektors der Schultheiss-Brauerei, Richard Roesicke. Kölles Ufergrünzug sei nicht nur ein gartenkulturelles Zeugnis einer öffentlichen Stadtparkanlage des 20. Jahrhunderts, sondern auch einer der ältesten Uferwanderwege Potsdams, sagte Silvia Zimmermann, die im Potsdamer Rathaus für die Planung und den Bau von Grünflächen zuständig ist. Die alten Bäume wurden behutsam freigestellt und mit Baumscheiben eingefasst, dazu kamen Neupflanzungen. Das Lindenrondell, das noch aus der Entstehungszeit des Parks erhalten ist, bietet neben einer Informationstafel auch Sitzgelegenheiten. Beleuchtet ist der Weg auch, und zwar mit „Historischen Eileuchten mit Echsenmast“ wie sie an Hand historischer Fotos nachgewiesen sind. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,1 Milionen Euro. Ein beträchtlicher Teil davon kam aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

Der Wert des Uferweges, der auch als Schulweg dient, wird sich erhöhen, wenn er über eine direkte Verbindung zum Uferweg in der Innenstadt verfügt. Dazu ist der Lückenschluss über das EWP-Wasserwerk nötig. Geplant wurde schon, aber die Planungskosten müssten noch so abgespeckt werden, dass man nicht über die Förderhöchstgrenze komme, sagte der Baubeigeordnete Matthias Klipp. Ein Zeitplan wurde noch nicht genannt. In westlicher Richtung sind nach Angaben der Stadtverwaltung perspektivisch die Sanierung des Abschnitts bis zur Fährwiese und der Inselrundweg auf der Halbinsel Hermannswerder geplant.

Von Stephan Laude

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